Russlandsdent Wladimir Putin ist bereit, die Beziehungen zu Amerika zu verbessern – unter einer Bedingung: Donald Trump muss die USdent2024 gewinnen.
Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des BRICS-Gipfels erklärte Putin unmissverständlich, es gebe keine Hoffnung auf bessere Beziehungen zur Biden-Administration. Der Krieg in der Ukraine, die US-Unterstützung für Kiew und die westlichen Sanktionen gegen Russland hätten jede Chance auf eine Aussöhnung zunichtegemacht.
Putin glaubt jedoch, dass sich die Dinge mit Trumps Rückkehr an die Macht ändern könnten. Es ist kein Geheimnis, dass Putin in der Vergangenheit ein reibungsloseres Verhältnis zu Trump enj.
Trump seinerseits hat sich wiederholt dazu geäußert, dass er im Falle seiner Wiederwahl „den Krieg in der Ukraine schnell beenden“ wolle, und Putin scheint dies ernst zu nehmen.
Nordkoreanische Truppen und Irans enge Beziehungen
Während Putin mit dem Gedanken an eine Annäherung an Trumps Amerika liebäugelt, hat Russland seine Bündnisse mit Ländern wie Nordkorea und Iran verstärkt. Die militärische Lage hat sich rasant zugespitzt.
Berichten zufolge hat Nordkorea bereits 3.000 Soldaten nach Russland entsandt, und bis Dezember soll diese Zahl auf 10.000 ansteigen. Diese Soldaten sitzen nicht untätig herum. Sie werden ausgebildet, und einige könnten schon bald in der Ukraine im Einsatz sein.
Es ist eine unerwartete Wendung, die aber zeigt, wie weit Russland im Angesicht des westlichen Drucks zu gehen bereit ist. Und vergessen wir nicht den Iran. Dessendent Masoud Pezeshkian machte auf demselben BRICS-Gipfel deutlich, dass sein Land die Beziehungen zu Russland unbedingt vertiefen will.
Für den Iran geht es ums Überleben. Da beide Länder unter den westlichen Sanktionen leiden, ist dieses Bündnis mehr als nur ein Lippenbekenntnis. Russlands Wirtschaft, die durch die Sanktionen schwer angeschlagen ist, braucht Partner wie den Iran mehr denn je.
Die Handelszahlen zwischen den beiden Ländern mögen gering erscheinen (Iran macht nur etwa 1 % des gesamten russischen Handels aus), aber das ist nicht der springende Punkt. Es geht einzig und allein um Strategie: darum, ihre Wirtschaft am Laufen zu halten, während die westliche Welt sie ausschließt.
Europas Energiekatastrophe und Russlands Spiel
Die europäische Energiekrise hat sich auch zu einem Brennpunkt im andauernden Kalten Krieg Russlands mit dem Westen entwickelt. Putin scheut sich nicht, die europäischen Staats- und Regierungschefs für das, was er als selbstverschuldete Probleme ansieht, scharf zu kritisieren.
Seiner Ansicht nach ist es die Entscheidung Europas, die russischen Energielieferungen zu unterbrechen, die den europäischen Volkswirtschaften schadet, und nicht etwa Russland selbst. Sein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Deutschland, wo Industrien abwandern und in die USA verlagern, weil Energie dort billiger ist.
Putin bot sarkastisch eine einfache Lösung an: „Ein Knopfdruck genügt, und das Gas fließt.“ Natürlich wird Europa dieses Angebot nicht so schnell annehmen, aber es steht, und Putin weiß, dass die Lage angespannt ist.
Und falls noch jemand glaubt, Russland sei für die globale Inflation verantwortlich, hat er diese Behauptungen zurückgewiesen und auf Europas „Agenda zur globalen Erwärmung“ als einen der Gründe für die Energieprobleme Europas hingewiesen.
Trumps Rückkehr und Putins „unsinnige“ Verteidigung
Nun zum Elefanten im Raum – den Gerüchten über den Kontakt zwischen Putin und Trump. Es wird spekuliert, dass die beiden seit Trumps Wahlniederlage 2020 regelmäßig telefonieren.
Als Putin beim Gipfeltreffen darauf angesprochen wurde, wies er die Idee jedoch entschieden zurück und nannte sie „Unsinn“. Er räumte jedoch ein, dass er Trump glaube, wenn dieser sage, er wolle den Krieg in der Ukraine beenden.
Für Putin macht Trump Sinn, und er hat bereits zuvor seinen Respekt vor ihm bekundet. Er steht auch zu den jüngsten Aussagen des ehemaligendent, wonach die beiden ein „sehr gutes Verhältnis“ hätten und den Krieg schnell „beilegen“ könnten.
Das ist noch nicht alles. Putin wich auch Fragen zu den nordkoreanischen Truppen aus. Anstatt die Berichte direkt anzusprechen, beschuldigte er die USA, den Konflikt durch ihre Unterstützung der ukrainischen Revolution von 2014, die den prorussischendent Wiktor Janukowytsch stürzte, eskaliert zu haben. Ja, der Mann versteht es, das Thema zu wechseln.
BRICS und die finanzielle Alternative (oder deren Fehlen)
Ein Ergebnis des BRICS-Gipfels war die Diskussion über die Schaffung eines Finanzsystems, das mit SWIFT, dem globalen Nachrichtensystem der Banken, konkurrieren kann.
Aber jetzt kommt der Clou: Putin sagte gerade, dass die BRICS-Staaten das so schnell nicht tun werden. Stattdessen halten sie weiterhin an der Verwendung nationaler Währungen für den Handel zwischen den Mitgliedstaaten fest.
Er fügte hinzu, dass Russland bereits über eigene Systeme zur Abwicklung von Zahlungen mit den BRICS-Partnern verfüge. Fürs Erste reiche das aus.
Putin erklärte, dass „relevante Entscheidungen“ zum gegebenen Zeitpunkt getroffen würden. Zuvor hatte er zudem eingeräumt, dass der Dollar trotz seiner Bemühungen, ihn zu entthronen, weiterhin stabil geblieben sei.

