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Präsidentdent Putin erklärt, dass Bitcoin in Russland nun „legales Eigentum“ sei

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
  • Putin hat Bitcoin in Russland gerade legalisiert und Steuern auf Mining, Handel und unternehmerische Kryptoaktivitäten eingeführt.
  • Miner müssen sich bei der Regierung registrieren lassen, andernfalls drohen ihnen Geldstrafen, während Gewinne aus dem Kryptohandel mit bis zu 15 % besteuert werden.
  • Russland plant, Kryptowährungen für den grenzüberschreitenden Handel zu nutzen, um Sanktionen zu umgehen, und testet dies mit einem Pilotprojekt der Zentralbank.

Russland hat Bitcoin in den Mittelpunkt seiner Wirtschaftsstrategie gerückt.dent Wladimir Putin unterzeichnete heute ein Gesetz, das Bitcoin und andere Kryptowährungen nicht nur als rechtmäßiges Eigentum anerkennt, sondern auch zahlreiche neue Regulierungen für die Branche einführt.

Das neue Gesetz ändert das russische Steuergesetzbuch und macht Kryptowährungen zu steuerpflichtigen Vermögenswerten. Mining und Verkäufe sind von der Mehrwertsteuer befreit, Miner müssen ihre Aktivitäten jedoch den lokalen Behörden melden, andernfalls droht ihnen eine Geldstrafe von 40.000 Rubel (etwa 380 US-Dollar).

Auch Handelsgewinne werden besteuert, und zwar mit einem gestaffelten Steuersystem: 13 % für Gewinne unter 2,4 Millionen Rubel (22.300 US-Dollar) und 15 % für alle darüber liegenden Gewinne.

Ab dem nächsten Jahr gilt für alle Krypto-Unternehmen ein einheitlicher Steuersatz von 25 %. Die meisten Teile dieses Gesetzes treten sofort in Kraft, mit Ausnahme einiger weniger Klauseln, die erst später wirksam werden.

Russland rechnet mit jährlichen Einnahmen von bis zu 200 Milliarden Rubel (rund 2 Milliarden US-Dollar) aus seinem boomenden Krypto-Mining-Sektor. Angesichts der globalen Bedeutung des Landes als Mining-Hochburg erscheinen diese Zahlen durchaus realistisch.

Einnahmen aus dem Bergbau und Umgehung von Sanktionen

Russland zählt seit Jahren zu den führenden Akteuren im Krypto-Mining, wobei das reichlich vorhandene, billige Energieangebot massive Mining-Operationen ermöglicht. Am 1. November wurde nun eine staatlich geförderte Datenbank für Großminer auf Grundlage eines separaten Gesetzes eingeführt, das Putin im August unterzeichnet hatte.

Es geht um mehr als nur die Kontrolle im Inland. Die russische Zentralbank hat zudem ein Pilotprogramm für grenzüberschreitende Kryptotransaktionen genehmigt. Diese Transaktionen gelten als Rettungsanker für Moskau, da sie es dem Land ermöglichen, Sanktionen zu umgehen und beschränkte Güter auf internationalen Märkten zu erwerben.

Die dezentrale Natur von Kryptowährungen erschwert es westlichen Regulierungsbehörden, sie zu trac, was Russland einen potenziellen Vorteil beim Zugang zu kritischen Ressourcen – militärischen wie anderen – verschafft.

Das gefällt den USA natürlich gar nicht. Washington hat Banken in Ländern wie China, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten davor gewarnt, Moskaus Bemühungen zur Umgehung der Sanktionen zu unterstützen. Aber seien wir ehrlich: Moskau lässt sich von US-Drohungen derzeit nicht beunruhigen.

Der freie Fall des Rubels und der wirtschaftliche Druck

Während Putin mit der Legitimierung Bitcoinbeschäftigt ist, befindet sich der Rubel im freien Fall. Diese Woche fiel er auf 114 Rubel gegenüber dem US-Dollar – den niedrigsten Stand seit März 2022. Die russische Zentralbank musste eingreifen und stoppte die Devisenkäufe auf dem Inlandsmarkt, um den Rubel zu stabilisieren.

Bis Donnerstag hatte sich der Rubel etwas erholt und notierte bei 110 Rubel zum Dollar, doch der Schaden war angerichtet. Putin spielte die Krise wie üblich herunter. „Es gibt absolut keinen Grund zur Panik“, sagte er und führte den Rubelverfall auf saisonale Faktoren und Haushaltszahlungen zurück.

Kremlsprecher Dmitri Peskow meldete sich zu Wort und beharrte darauf, der Rückgang würde die russische Bevölkerung nicht betreffen, da diese ihre Gehälter in Rubel beziehe. Sicher. Analysten glauben ihm jedoch nicht.

Timothy Ash, ein Stratege für Schwellenländer, beschrieb den Rubel als im freien Fall befindlich und sprach von einer sich anbahnenden Währungskrise. Ein schwächerer Rubel bedeutet höhere Inflation, steigende Zinsen und ein langsameres Wirtschaftswachstum.

Die Inflation lag im Oktober bereits bei 8,5 %, und Grundnahrungsmittel wie Butter und Kartoffeln waren deutlich teurer als im Vorjahr. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Der Währungsverfall ist nicht allein auf saisonale Schwankungen zurückzuführen. 

Neue US-Sanktionen gegen die Gazprombank haben den Druck erhöht, während Russlands kriegsbedingte Wirtschaft an ihre Grenzen stößt. Die Verteidigungsausgaben sind sprunghaft angestiegen, und die Mittel fließen massiv in die heimische Waffenproduktion.

Trotzdem bestreitet Putin, dass das Land das Wohlergehen der Verbraucher für militärische Prioritäten opfert, und lehnt bekanntermaßen den Begriff „Butter für Waffen“ ab. Unterdessen hat der Internationale Währungsfonds kürzlich seine BIP-Prognose für Russland revidiert und rechnet nun mit einem Wachstum von 3,6 % im Jahr 2024.

Das ist angesichts der Umstände nicht schlecht, doch der IWF warnte auch vor einer Verlangsamung im Jahr 2025, wobei das Wachstum voraussichtlich auf 1,3 % sinken wird. Der private Konsum und die Investitionen verlangsamen sich, die Arbeitsmärkte verengen sich, und das Lohnwachstum verliert an Dynamik.

Während der Rubel an Wert verliert und die Sanktionen spürbar werden, scheint Bitcoin sowohl als Werkzeug als auch als Symbol des wirtschaftlichen Widerstands an Bedeutung zu gewinnen.

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