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PayPal und Google arbeiten zusammen, um KI-gestütztes Einkaufen und Bezahlen zu ermöglichen

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
  • PayPal und Google kündigen eine mehrjährige Vereinbarung zur Zusammenführung von Zahlungsverkehr und künstlicher Intelligenz an.
  • Googles Agent Payments Protocol (AP2) ermöglicht es KI-Agenten, mithilfe digitaler „Mandate“ sicher für Verbraucher einzukaufen
  • PayPal wird ein sicheres Zahlungsnetzwerk und Kundeneinblicke bereitstellen, um AP2 mehr Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu verleihen.

PayPal und Google haben eine neue Partnerschaft geschlossen, um Online-Shopping und Zahlungen grundlegend zu verändern. Am Mittwoch gaben die Unternehmen eine Vereinbarung bekannt, die nach ihren Angaben ein neues Kapitel im digitalen Handel einläutet, der von künstlicher Intelligenz angetrieben wird.

Die Zusammenarbeit integriert PayPal-Zahlungsabwicklung in verschiedene Google-Dienste wie Google Cloud, Google Ads und Google Play. PayPal übernimmt zudem die Kartenverarbeitung für Googles Unternehmensangebote, sodass Händler und Nutzer neue Zahlungsmethoden im gesamten Google-Ökosystem nutzen können.

KI-Agenten verändern den Online-Einkauf

Im Zentrum der Debatte zwischen PayPal und Google steht eine kühne neue Vision für das Einkaufen, die es Bots ermöglicht, im Namen von Menschen einzukaufen. Diese Vision wird durch Googles Agent Payments Protocol(AP2) unterstützt, einem Rahmenwerk, das defidie Regeln und Schutzmechanismen für autonome Transaktionen definiert

AP2 wurde entwickelt, um KI-Systeme bei Entscheidungen im Namen von Verbrauchern zu unterstützen und sie gleichzeitig vor Betrug und Kontrollverlust zu schützen. Es basiert auf „Mandaten“, digitalen Autorisierungen, die festlegen, welche Befugnisse ein KI-Assistent hat.

Ein Mandat könnte die wöchentlichen Ausgaben begrenzen, nur bestimmte Käufe wie Lebensmittel oder Reisen genehmigen oder für hochpreisige Artikel eine zusätzliche Überprüfung vorschreiben. Auf diese Weise behalten die Nutzer trotzdentHandlungen der Agenten die volle Kontrolle über ihr Geld.

Mit AP2 würden KI-Agenten weit über die heutigen Einkaufsassistenten hinausgehen. Anstatt lediglich Regale zu scannen, Preise zu vergleichen und Bedürfnisse vorherzusagen, könnten sie proaktiv handeln.

Ein Agent könnte beispielsweise Haushaltsartikel nachbestellen, bevor sie ausgehen, ein Hemd in der richtigen Größe und im passenden Stil auswählen oder einen Servicetermin vereinbaren, noch bevor der Kunde selbst merkt, dass er ihn benötigt. In komplexeren Szenarien könnten Agenten sogar Abonnements verwalten, Investitionen tätigen oder Gelder in digitale Vermögenswerte investieren.

PayPals Aufgabe ist es, KI-Agenten eine vertrauenswürdige Plattform zu bieten, indem es sein globales Zahlungsnetzwerk und Kundeneinblicke kombiniert, um die Sicherheit zu erhöhen und Empfehlungen zu personalisieren. Laut Chriss verlieh die Integration AP2 durch PayPals großen Kundenstamm und etablierten Ruf sofort mehr Gewicht – ein Signal an Händler und Käufer, dass dem System vertraut werden kann.

Es trägt auch zur Anerkennung einer neuen Handelsform bei, die wir derzeit als „agentischen Handel“ bezeichnen. In solchen Modellen fungieren Menschen als Referenz und klären Abgrenzungsfragen – sie sollen ihre Präferenzen festlegen. Die KI hingegen übernimmt die lästigen Aufgaben, insbesondere das Stöbern, Vergleichen und Kaufen.

Befürworter argumentieren, dies könne Zeit sparen und Reibungsverluste beseitigen, wodurch das Einkaufserlebnis einfacher und angenehmer würde. Kritiker warnen jedoch, dass dadurch Fragen zum Datenschutz, zur übermäßigen Automatisierung im Umgang mit Kundengeldern und dazu, ob Verbraucher den Überblick über die Verwendung ihrer Gelder verlieren könnten, unbeantwortet bleiben.

Partnerschaft erweitert Zahlungsmöglichkeiten

Für Google geht es bei der Partnerschaft um eine schnellere und zuverlässigere Zahlungsabwicklung. Für PayPal ist sie ein Weg, sich auf den weltweit größten Online-Marktplätzen zu etablieren.

Auch PayPal selbst weitet seine Akzeptanz von Kryptowährungen aus. Das Unternehmen stellt sich eine Zukunft vor, in der KI-gesteuerte Agenten im Namen der Nutzer einkaufen und Zahlungen tätigen – sowohl mit Fiat- als auch mit digitalen Währungen.

PayPal-Chef Alex Chriss sagte, bei der Partnerschaft gehe es darum, die Zukunft des Handels zu gestalten, und fügte hinzu, dass diese sowohl handlungsorientiert als auch kryptofähig sein werde.

Google-Chef Sundar Pichai sagte, die Partnerschaft vereine Vertrauen und Innovation. PayPal werde Googles KI nutzen, um personalisierte, nahtlose Kundenerlebnisse zu bieten, und sich gleichzeitig auf Google Cloud stützen, um Innovation und Geschäftswachstum voranzutreiben.

Das KI-Startup Perplexity gab erst vor wenigen Monaten bekannt, dass PayPal die bevorzugte Zahlungsmethode für automatisierten Handel auf seiner Plattform sein wird. Diese Initiativen zeigen, dass PayPal versucht, in dieser neuen, KI-geprägten Einkaufswelt eine führende Rolle einzunehmen.

Analysten gehen davon aus, dass die Partnerschaft einen umfassenderen Wandel im globalen E-Commerce beschleunigen könnte. Anstatt selbst Artikel zu suchen, anzuklicken und zu kaufen, werden Verbraucher bald den gesamten Kaufprozess an KI-Assistenten delegieren können.

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