Oracle stellt den OCI Generative AI Service für den Unternehmenseinsatz vor

- Der OCI Generative AI-Service von Oracle stattet Unternehmen mit mehrsprachigen KI-Modellen für Automatisierung und Anpassung aus.
- Die Funktion „KI-Schnellaktionen“ erweitert die OCI Data Science-Plattform um eine effiziente Modellverwaltung.
- Während sich das Angebot von Oracle in wichtige Anwendungen integrieren lässt, steht es im Bereich der generativen KI im Wettbewerb mit Marktführern wie Microsoft und AWS.
Oracle Corporation hat offiziell seinen Generative-AI-Service Oracle Cloud Infrastructure (OCI) eingeführt, der große Unternehmen mit modernster generativer KI-Technologie ausstattet. Dieses vollständig verwaltete, Cloud-basierte Angebot ermöglicht es Unternehmen, leistungsstarke Sprachmodelle wie Llama 2 (Open Source) von Meta Platform und die proprietären Algorithmen von Cohere Inc. in ihre bestehenden Systeme zu integrieren und so diverse manuelle Prozesse zu automatisieren.
Hauptmerkmale des OCI-Generative-KI-Dienstes
Mehrsprachige Unterstützung: Der OCI Generative AI-Dienst bietet Unterstützung für über 100 Sprachen und gewährleistet so Vielseitigkeit in seinen Anwendungen.
Verbessertes Clustermanagement: Oracle hat das Clustermanagement für Grafikprozessoren (GPUs) verbessert, wodurch es Unternehmen erleichtert wird, diese Ressourcen effektiv zu nutzen.
Flexible Feinabstimmung: Der Service bietet flexible Feinabstimmungsoptionen, die es Unternehmen ermöglichen, generative KI-Modelle an ihre spezifischen Bedürfnisse anzupassen.
API-Integration für Textgenerierung und mehr
Der OCI Generative AI-Service von Oracle ermöglicht es Nutzern, Modelle über Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) für verschiedene Aufgaben wie Textgenerierung, Zusammenfassung und semantische Ähnlichkeitsanalyse zu verwenden. Diese Integration lässt sich nahtlos in die bestehende Technologieinfrastruktur eines Unternehmens einbetten und gewährleistet gleichzeitig robuste Datensicherheits- und Governance-Protokolle.
Erweiterung generativer KI-Modelle mit benutzerdefinierten Daten
Eine Einschränkung leistungsstarker KI-Modelle wie Llama 2 und Cohere besteht darin, dass sie für Unternehmen nur dann wirklich nützlich sind, wenn sie mit internen Daten angepasst werden. Um dem entgegenzuwirken, bietet Oracle den Service „OCI Generative AI Agents“ an, der die Verwendung proprietärer Daten zur Verbesserung dieser Modelle ermöglicht. Dieser Service nutzt Retrieval-basierte Generierungstechniken, um generative KI-Modelle zu optimieren und so relevantere und kontextbezogenere Antworten zu liefern. Er verwendet die auf OCI Open Search basierenden Unternehmenssuchfunktionen, um auf aktuelle Informationen zuzugreifen und so die Antworten und Prognosen zu verbessern.
Integrationspläne für diverse Datenquellen
Oracles Roadmap für den OCI Generative AI Service sieht die Integration einer breiteren Palette von Datensuch- und Aggregationstools vor, darunter Oracle Database 23c mit AI Vector Search und MySQL HeatWave mit Vector Store. Darüber hinaus werden vordefinierte Agentenaktionen in der gesamten Oracle-Suite von Software-as-a-Service-Anwendungen unterstützt, einschließlich Oracle Fusion Cloud Applications Suite, Oracle NetSuite und Oracle Cerner.
Bereitstellungsoptionen und Integration
Der OCI Generative AI-Service von Oracle befindet sich im Beta-Testmodus und ist über die Oracle Cloud in mehreren Regionen zugänglich. Er bietet außerdem On-Premises-Zugriff über die OCI Dedicated Region-Plattform. Der Service ist für die nahtlose Integration in Oracles Cloud-basierte Geschäftsanwendungen vorgesehen, darunter ERP-, HCM-, SCM- und Customer Experience-Anwendungen. Darüber hinaus plant Oracle, seinen Generative AI-Service über die Autonomous Database Select AI-Funktion in sein Datenbankportfolio zu integrieren.
Erweiterung der Fähigkeiten der OCI-Datenwissenschaftsplattform
Zusätzlich zum OCI Generative AI Service erweitert Oracle seine OCI Data Science Plattform um die Funktion „KI-Schnellaktionen“, die nächsten Monat als Betaversion startet. Diese Funktion ermöglicht den Zugriff auf verschiedene Open-Source-Sprachmodelle wie Transformers von Hugging Face Inc. oder PyTorch ohne Programmierung und erlaubt es Kunden so, diese Modelle effizienter zu erstellen, zu trainieren, bereitzustellen und zu verwalten.
Oracles Engagement für reale Anwendungsfälle
Greg Pavlik, Senior Vicedent für KI und Datenmanagement bei OCI, betonte Oracles Fokus auf den Einsatz generativer KI zur Bewältigung realer geschäftlicher Herausforderungen. Durch die Integration generativer KI in verschiedene Ebenen des Technologie-Stacks will Oracle eine Reihe vorkonfigurierter KI-Dienste und -Funktionen anbieten, die nahtlos zusammenarbeiten und Unternehmen dabei unterstützen, komplexe Probleme effizienter zu lösen.
Sicht eines Branchenanalysten
Andy Thurai,dent und leitender Analyst bei Constellation Research Inc., hob hervor, dass sich Oracles OCI Generative AI-Service durch seine einzigartige Zugänglichkeit auszeichnet, da er sowohl in der Cloud als auch On-Premises verfügbar ist. Er wies jedoch auch auf einige Einschränkungen hin, darunter die Unterstützung nur eines begrenzten Anwendungsbereichs wie Textgenerierung und -zusammenfassung sowie die Abhängigkeit von Cohere und den Llama-2-Modellen von Meta.
Thurai räumte ein, dass Oracle im Bereich generativer KI-Lösungen hinter großen Wettbewerbern wie Microsoft, Google und Amazon zurückliegt, die einen größeren Funktionsumfang und vielfältigere Bereitstellungsoptionen bieten. Dennoch meinte er, dass Oracles Integration mit ERP-, HCM-, SCM- und CX-Anwendungen, die auf OCI laufen, Unternehmentrackönnte, sofern sie wettbewerbsfähig bepreist wird.
Oracles Einführung des OCI Generative AI-Dienstes ist ein wichtiger Schritt, um sich als führender Anbieter im Bereich der generativen KI-Entwicklung zu etablieren. Durch die Bereitstellung von Cloud- und On-Premises-Zugriff sowie die Integration in die eigene Suite von Geschäftsanwendungen bietet Oracle Unternehmen, die generative KI-Technologie nutzen möchten, eine umfassende Lösung. Trotz des Wettbewerbs durch Branchenführer könnte Oracles strategischer Ansatz bei Unternehmen, die eine gut integrierte KI-Lösung suchen, Anklang finden.
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Glory Kaburu
Glory ist eine äußerst sachkundige Journalistin mit fundierten Kenntnissen im Umgang mit KI-Tools und -Forschung. Ihre Leidenschaft gilt der KI, und sie hat bereits mehrere Artikel zu diesem Thema verfasst. Sie hält sich stets über die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Deep Learning auf dem Laufenden und schreibt regelmäßig darüber.
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