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Die ehemalige CTO von OpenAI, Mira Murati, gründet ihr neues KI-Unternehmen Thinking Machines Lab

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
  • Mira Murati, die ehemalige CTO von OpenAI, hat gerade Thinking Machines Lab gegründet, ein neues KI-Unternehmen, das sich auf die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI anstatt auf die vollständige Automatisierung konzentriert.

  • Sie holt ehemalige Führungskräfte von OpenAI ins Boot, darunter John Schulman, Barret Zoph und Lilian Weng, und insgesamt sind über ein Dutzend ehemalige OpenAI-Mitarbeiter an Bord.

  • Mira verhandelt über die Beschaffung von 1 Milliarde Dollar für das Startup, hat aber noch keine Details zur Finanzierung bekannt gegeben und auch noch keine Produkte auf den Markt gebracht.

Mira Murati, die bis September letzten Jahres als Chief Technology Officer bei OpenAI tätig war, hat offiziell ihr eigenes KI-Unternehmen, Thinking Machines Lab, gegründet und ein Team ehemaliger Führungskräfte von OpenAI zusammengestellt, um KI zu entwickeln, die mit Menschen zusammenarbeitet, anstatt sie zu ersetzen.

John Schulman, einer der Mitbegründer von OpenAI, ist als Chief Scientist zum Unternehmen gewechselt. Barret Zoph, ehemaligerdent für Forschung bei OpenAI, ist nun CTO des Thinking Machines Lab. Auch Lilian Weng, die bei OpenAI für die Sicherheit zuständig war, hat den Wechsel vollzogen. Laut LinkedIn-Daten arbeiteten mehr als ein Dutzend der fast 30 Mitarbeiter des Unternehmens zuvor bei OpenAI.

Das Thinking Machines Lab, das seit Oktober im Stillen aufgebaut wurde, gab seine Existenz am Dienstag in einem Blogbeitrag bekannt und erklärte, es wolle KI-Modelle entwickeln, die sich „an das gesamte Spektrum menschlicher Expertise anpassen“

Mira möchte 1 Milliarde Dollar an Fördermitteln

Seit Miras Rücktritt als CTO von OpenAI wird im Silicon Valley über ihre nächsten Schritte spekuliert, und nun richtet sich der Fokus darauf, wie viel Kapital sie einwerben kann. Thinking Machines Lab verhandelt derzeit mit Risikokapitalgebern, und laut einem Berichtstrebt Mira eine Finanzierung von rund einer Milliarde US-Dollar an.

Das Unternehmen hat seine Finanzierungsziele nicht öffentlich bekannt gegeben, und es bleibt unklar, welche Investoren an den Verhandlungen beteiligt sind.

„Während aktuelle Systeme in Programmierung undmatichervorragend sind, entwickeln wir eine KI, die sich an das gesamte Spektrum menschlichen Fachwissens anpassen kann“, schrieb Thinking Machines Lab in seiner ersten offiziellen Stellungnahme. Das Startup behauptet, sein Ansatz werde sich von traditionellen KI-Laboren unterscheiden.

Statt an einer vollständig autonomen KI zu arbeiten, entwickelt das Thinking Machines Lab nach eigenen Angaben multimodale Modelle, die mit Text, Audio und Video arbeiten und so eine engere Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI ermöglichen – und wer Mira kennt, weiß, dass genau das ihr Steckenpferd ist.

Der Fokus des Thinking Machines Lab liegt auf Forschung und Transparenz

Thinking Machines Lab befindet sich noch in der Anfangsphase und bietet bisher weder Produkte noch öffentlich verfügbare KI-Modelle an. Das Labor plant jedoch, an wissenschaftlichen und programmierorientierten KI-Systemen zu arbeiten, um neue Erkenntnisse in diesen Bereichen zu ermöglichen. Laut Stellenanzeigen sucht das Labor außerdem verstärkt nach Mitarbeitern im Bereich maschinelles Lernen und Forschungsmanagement.

Anders als manche KI-Startups, die hinter verschlossenen Türen arbeiten, will Thinking Machines Lab regelmäßig Fachartikel, Blogbeiträge und Open-Source-Code veröffentlichen. „Wir sind überzeugt, dass die Veröffentlichung unserer Arbeit nicht nur der Öffentlichkeit zugutekommt, sondern auch unsere eigene Forschungskultur verbessert“, so das Unternehmen.

Miras tracist für eine erst 36-jährige Frau schlichtweg herausragend. Sie kam 2018 zu OpenAI und spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von ChatGPT, DALL-E, Codex und Sora. Im Mai 2022 wurde sie CTO und leitete die Forschungs-, Produkt- und Sicherheitsteams von OpenAI.

Ihr werden die größten Erfolge von OpenAI zugeschrieben, darunter fortschrittliche Spracherkennungstechnologie und besser steuerbare KI-Modelle. Mira bekleidete außerdem – wenn auch nur kurz – die höchste Führungsposition bei OpenAI.

Als Sam Altman im November 2023 als CEO von OpenAI abgesetzt wurde, wurde sie zur Interims-CEO ernannt – blieb aber nur drei Tage im Amt, bevor der OpenAI-Aufsichtsrat Emmett Shear an ihre Stelle setzte. Fünf Tage später wurde Altman wieder eingesetzt, und Mira kehrte in ihre Rolle als CTO zurück.

Miras Weggang war damals Teil eines Trends bei OpenAI. Ilya Sutskever, einer der Mitbegründer von OpenAI, verließ das Unternehmen Mitte 2024, um Safe Superintelligence Inc. zu gründen, ein Forschungslabor, das sich auf die Entwicklung eines leistungsstarken KI-Systems mit Sicherheit als zentralem Element konzentriert.

Laut Bloomberg sammelt er derzeit über eine Milliarde Dollar bei einer Unternehmensbewertung von über 30 Milliarden Dollar ein. Neben Mira traten im vergangenen Jahr auch Bob McGrew, Forschungsleiter von OpenAI, und Barret Zoph, Forschungsleiter, zurück. Viele der Top-Talente von OpenAI haben sich seither KI-Unternehmen angeschlossen oder eigene gegründet.

Miras Karriere war geprägt von Innovation und Kontroversen. Als CTO von OpenAI erweiterte sie die Grenzen der KI-Forschung und vertrat gleichzeitig einematic Haltung gegenüber der Automatisierung. Auf die Frage, ob KI kreative Berufe verdränge, sagte sie einmal den vielbeachteten Satz: „Vielleicht hätten diese Berufe gar nicht erst entstehen sollen.“ Wie man sich vorstellen kann, erntete sie dafür online heftige Kritik.

Im September 2024 wurde Mira in die Time-Liste der „100 einflussreichsten Persönlichkeiten im Bereich KI“ aufgenommen. Anfang des Jahres erhielt sie außerdem vom Dartmouth College die Ehrendoktorwürde der Naturwissenschaften für ihre Beiträge auf diesem Gebiet.

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