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Warum eingefleischte Krypto-Fans den Bitcoin ETF hassen

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Warum eingefleischte Krypto-Fans den Bitcoin ETF hassen
  • Spot- Bitcoin -ETFs verzeichneten nach der Genehmigung eintracvon 3 Milliarden Dollar, der Spotpreis von Bitcoinfiel jedoch um 9 %.
  • Der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) wurde in einen ETF umgewandelt, wodurch Bitcoinim Wert von etwa 28 Milliarden Dollar freigesetzt wurden, was zu Rücknahmen in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar führte.
  • Der Markt hatte erwartet, dass GBTC-Coins in günstigere ETFs umschichten würden, doch einige Anleger realisieren stattdessen cash.

Die Kryptowelt ist in Aufruhr, und nicht alles davon dreht sich um das Klimpern digitaler Münzen. Eingefleischte Krypto-Fans beäugen den Neuling am Rande: den Bitcoin Spot-ETF. Vor einer Woche von den US-Börsenaufsichtsbehörden zugelassen, haben diese ETFs bereits rund 3 Milliarden Dollar an Kapitalzuflüssen verzeichnet. Gleichzeitig fiel der Bitcoin-Spotpreis um 9 % und dämpfte damit die Hoffnungen, dass diese ETFs eine Krypto-Revolution einläuten würden. Tauchen wir mit der Neutralität der Schweiz, der Kühnheit eines Wall-Street-Händlers und einer Prise Humor in dieses Thema ein.

Grayscales Rolle im Bitcoin ETF-Drama

Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) spielte in dieser Geschichte eine Schlüsselrolle. Seit 2017 betrieb das Unternehmen eine Art Bitcoin Hummerfalle – der Einstieg war einfach, der Ausstieg hingegen schwierig. Anleger konnten ihre bitcoingegen außerbörslich gehandelte GBTC-Anteile tauschen, eine Rückabwicklung war jedoch nicht möglich. Die Umwandlung von GBTC in einen ETF in der vergangenen Woche veränderte die Spielregeln und setzte Bitcoin im Wert von 28 Milliarden US-Dollar wieder in Umlauf. Innerhalb von nur vier Tagen nach der Genehmigung des Spot-ETFs verzeichnete GBTC Rücknahmen von über 1,6 Milliarden US-Dollar.

Es gab Spekulationen, dass die zuvor in GBTC gebundenen Coins nun in günstigere ETFsjedoch kaum beeinflussen, Bitcoincashcash cashcashcashcash cashcash. Obwohl es noch zu früh für endgültige Aussagen ist, deuten die Daten darauf hin, dass der GBTC-Abfluss die Zuflüsse in andere US-Spot-ETFs übertrifft.

Der Ripple auf den Markt

Betrachten wir nun die Auswirkungen auf den Gesamtmarkt. GBTC erscheint mit seinen 1,5 % Gebühren im Vergleich zu anderen Bitcoin Spot-ETFs etwas teuer. Dies könnte zu verstärkten Kapitalabflüssen führen, insbesondere da institutionelle Anleger neben den Gebühren auch andere Faktoren berücksichtigen. Liquidität und Markttiefe spielen hier ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sollten andere Bitcoin -Spot-ETFs an Größe und Liquidität gewinnen, könnte GBTC seinen Wettbewerbsvorteil einbüßen.

Unterdessen verzeichneten Bitcoin ETFs, die auf Futures basieren, seit letztem Donnerstag einen Abfluss von 300 Millionen US-Dollar. JPMorgan-Analyst Nikolaos Panigirtzoglou wies darauf hin, dass auch kleinere digitale Wallets seit der Legalisierung von Spot-ETFs einen leichten Rückgang der Bitcoin -Transaktionen aufweisen. Die Lage verändert sich, und zwar nicht unbedingt zum Vorteil von Bitcoin.

Aber jetzt kommt der Haken: Diese ganze Situation stärkt BitcoinRolle in der Gesamtwirtschaft nicht gerade. Der Bitcoin ETF ist zwar ein nettes neues Spielzeug für Händler und Spekulanten, macht Bitcoin aber nicht nützlicher, um sich den morgendlichen Kaffee zu kaufen. Im Gegenteil, er heizt die Spekulation nur weiter an.

Vergessen wir nicht: Bitcoin und seine Krypto-Verwandten sind noch weit davon entfernt, als vollwertige Währungen anerkannt zu werden. Sie gleichen eher digitalen Tulpen, die an die Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden erinnern. Der Kryptowährungsboom erreicht solche Ausmaße, dass sogar die NYSE und die Nasdaq handeln Bitcoin . Das weckt zwar öffentliches Interesse, aber aus den falschen Gründen.

Anleger sollten vorsichtig agieren. Bitcoin -ETFs mögen zwar den Anschein einer Demokratisierung des Marktes erwecken, doch die Geschichte lehrt uns, dass solche Szenarien häufig zu Finanzblasen führen. Diese Blasen können weitreichende Folgen haben und sogar die Bemühungen der US-Notenbank zur Inflationsbekämpfung behindern. Die Fehlallokation von Kapital in spekulative Anlagen kann Inflationsdruck erzeugen und Gelder von dringend benötigten Bereichen der Wirtschaft abziehen.

In einer Welt, in der Bitcoin mitunter mit digitalem Gold verglichen wird, ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass Gold – anders als Bitcoin– konkrete wirtschaftliche Anwendungen hat. Bitcoinist in seinem jetzigen Zustand weit davon entfernt, den Hauptzweck einer Währung zu erfüllen: die Abwicklung tatsächlicher wirtschaftlicher Transaktionen.

Während wir die Entwicklung der Bitcoin -ETF-Ära beobachten, sollten wir wachsam bleiben und unsere Skepsis bewahren. Für eingefleischte Krypto-Fans ist der Bitcoin ETF eher ein Grund zum Augenrollen als zum Feiern. Er erinnert uns daran, dass im Krypto-Universum nicht alles Gold ist, was glänzt.

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