Nvidia-Aktien fallen, da China Kartelluntersuchungen einleitet

- Die Nvidia-Aktien sanken um 3 %, nachdem China eine Kartelluntersuchung bezüglich der Übernahme von Mellanox im Jahr 2020 eingeleitet hat.
- Die Untersuchung erfolgt vor dem Hintergrund sich verschärfender Handelskonflikte zwischen den USA und China, wobei Nvidia bereits vom Verkauf fortschrittlicher KI-Chips nach China ausgeschlossen ist.
- Das Unternehmen steht unter globaler kartellrechtlicher Beobachtung, einschließlich Untersuchungen in den USA, Frankreich und der EU wegen seiner Marktdominanz bei KI-Hardware.
Die Nvidia-Aktien erlitten am Montag einen Einbruch und fielen um 3 %, nachdem chinesische Regulierungsbehörden eine formelle Kartelluntersuchung gegen das Unternehmen angekündigt hatten.
Die Untersuchung Die Untersuchung wird von der Staatlichen Verwaltung für Marktaufsicht (SAMR) geleitet, die die 6,9 Milliarden US-Dollar teure Übernahme des israelischen Technologieunternehmens Mellanox Technologies aus dem Jahr 2020 prüft.
Die Übernahme beinhaltete Vereinbarungen, die die chinesische Regierung nun als potenziellen Verstoß gegen ihre Kartellgesetze ansieht. Die Erklärung des chinesischen Regulierungsbehörders, übersetzt von CNBC, besagte, dass sie „im Einklang mit dem Gesetz“ handle, um Nvidia wegen „restriktiver Bedingungen“ im Zusammenhang mit dem Mellanox-Deal zu untersuchen.
Die Untersuchung hat Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit von Nvidia geweckt, in einem seiner größten Märkte zu operieren, während die globale Chipindustrie wachsenden geopolitischen Herausforderungen ausgesetzt ist.
Chip-Kriege heizen sich zwischen den USA und China auf
Dieses Ganze schürt nur noch mehr den laufenden Chip-Krieg zwischen den USA und China. Die Biden-Administration hat die Exportkontrollen für Halbleiter kürzlich verschärft und Nvidia sowie anderen US-Chip-Herstellern untersagt, ihre fortschrittlichsten KI-Chips an chinesische Käufer zu verkaufen.
Diese Einschränkungen sind Teil einer umfassenderen Strategie, um zu verhindern, dass China Zugang zu Technologien erhält, die seine militärischen Fähigkeiten verbessern könnten.
Als Reaktion auf die US-Sanktionen hat Nvidia abgespeckte Versionen seiner KI-Chips entwickelt, um die Vorschriften einzuhalten und dennoch in China Geschäfte zu tätigen. Diese Maßnahmen haben jedoch nicht ausgereicht, um die Spannungen zu entschärfen.
Die chinesische Untersuchung von Nvidia könnte als Vergeltungsmaßnahme für die US-Handelspolitik gesehen werden, die wiederholt Chinas Technologiesektor ins Visier genommen hat.
Die USA geben ebenfalls nicht nach. Anfang dieses Monats kündigte die Biden-Administration eine neue Runde von Beschränkungen für Halbleiter-Tool-Hersteller an. Diese Einschränkungen, kombiniert mit früheren Maßnahmen, haben den Fluss fortschrittlicher Technologien nach China erheblich eingeschränkt.
Unterdessen hat der designierte Präsident Donald Trump, der im Januar sein Amt antreten wird, noch härtere Handelsmaßnahmen versprochen, einschließlich eines vorgeschlagenen Zolls von 60 % auf chinesische Waren.
Chinas Maßnahmen gegen Nvidia folgen ähnlichen Schritten, die andere US-Technologieunternehmen ins Visier nehmen. Im Jahr 2023 untersagte Chinas Cybersicherheitsregulator die Verwendung von Chips von Micron Technology in kritischen Infrastrukturprojekten und begründete dies damit, dass sie keine Sicherheitsüberprüfung bestanden hätten. Micron berichtete, dass fast die Hälfte seiner Einnahmen aus chinesischen Kunden aufgrund des Verbots gefährdet sein könnten.
Nvidias globale Kartellprobleme
Anfang dieses Jahres leitete das US-Justizministerium eine eigene Untersuchung der Geschäftspraktiken von Nvidia ein. Beamte untersuchten Vorwürfe, dass das Unternehmen Kunden den Wechsel zu konkurrierenden Lieferanten erschwert und Käufer bestraft habe, die nicht ausschließlich Nvidias Chips verwendet hätten.
Auch Frankreich ging 2023 gegen Nvidia vor. Die Kartellbehörde des Landes untersuchte die Dominanz von Nvidia im Bereich der KI-Chips, wobei der Leiter der Behörde warnte, dass Nvidia in Zukunft mit Anklagen rechnen könnte.
Die Europäische Union führt ebenfalls eine Untersuchung im Frühstadium zu potenziellen wettbewerbswidrigen Praktiken im Markt für KI-Hardware durch. Nvidias GPUs, die ursprünglich für Videospiele entwickelt wurden, sind für das Training von KI-Modellen und das Ausführen fortschrittlicher Anwendungen unverzichtbar geworden.
Während Konkurrenten wie Amazon daran arbeiten, eigene Chips zu entwickeln, steht die Marktmacht des Unternehmens unter Druck. Derzeit sind Nvidias GPUs jedoch so stark nachgefragt, dass sie oft für zehntausende Dollar pro Stück verkauft werden.
Das große Bild
Die Nvidia-Untersuchung ist Teil eines größeren wirtschaftlichen Kampfes zwischen den USA und China. In den letzten sechs Jahren haben sich die Handelsspannungen dramatisch escalated. Während seiner ersten Amtszeit initiierte Donald Trump einen Handelskrieg mit China und verhängte Zölle auf Waren im Wert von Milliarden Dollar.
Nun, da er sich auf seine Rückkehr ins Amt vorbereitet, hat Trump geschworen, noch härter durchzugreifen. Chinas Möglichkeiten für direkte Vergeltungsmaßnahmen sind aufgrund seines massiven Handelsüberschusses mit den USA begrenzt, aber es verfügt über andere Instrumente. Eine Möglichkeit ist der Verkauf seiner 734 Milliarden US-Dollar an US-Staatsanleihen.
Während dies die globalen Finanzmärkte stören und den Aufwärtstrend der US-Staatsanleiherenditen verstärken würde, würde es auch Chinas eigene Devisenreserven schädigen. Eine andere Option ist die Abwertung des Yuan. Eine günstigere Währung würde chinesische Exporte wettbewerbsfähiger machen und helfen, die Auswirkungen der US-Zölle auszugleichen.
Während des Handelskriegs 2018-2019 verlor der Yuan 11,5 % seines Wertes gegenüber dem Dollar, was einen Großteil der Zollbelastung abfederte. Eine weitere Abwertung birgt jedoch das Risiko von Kapitalabflüssen und schreckt ausländische Investitionen ab. China hat bereits seine Bereitschaft gezeigt, asymmetrische Maßnahmen zu ergreifen.
Neben der gezielten Untersuchung von Nvidia und Micron hat Peking seine Kontrolle über Seltene Erden, die für die Herstellung hochtechnologischer Produkte entscheidend sind, verschärft. Eine Eskalation des Handelskrieges könnte dazu führen, dass China seine Dominanz in diesen Materialien als Waffe einsetzt und mehr Chaos in den globalen Lieferketten verursacht.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die globale Wirtschaft und geopolitische Ereignisse, die die Märkte beeinflussen. Sie hat für auf Blockchain spezialisierte Publikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierung und makroökonomische Trends verfasst. Sie hat die London School of Journalism besucht und dreimal Krypto-Marktanalysen in einem der führenden Fernsehsender Afrikas vorgestellt.
















