Die neuseeländische Gesundheitsbehörde unter der Leitung von Te Whatu Ora und Gesundheitsminister Dr. Shane Reti hat einen strategischen Plan zur drastischen Verbesserung der Daten- und Technologiekapazitäten bei gleichzeitiger Vereinfachung der IT-Infrastruktur des Landes vorgestellt. Dies ist ein mutiger Schritt zur grundlegenden Reform des neuseeländischen Gesundheitssystems . Durch die langfristige Auseinandersetzung mit systemischen Problemen wird dieser Plan den Weg für effektivere und integrierte Behandlungsmodelle ebnen.
Die aktuelle Landschaft des Gesundheitswesens ist geprägt von einem Flickenteppich aus über 4.000 klinischen und betrieblichen Systemanwendungen, von denen viele ohne praktikable Backup-Lösungen veraltet sind. Diese Fragmentierung über 28 verschiedene Standorte hinweg hat zu mangelnder Integration, schwankender Systemqualität und wachsenden technischen Schulden geführt und birgt somit ernsthafte Risiken für die Servicekontinuität und Datensicherheit.
Als Reaktion darauf hat Te Whatu Ora die Konsolidierung von IKT-Systemen auf weniger, dafür robustere Plattformen priorisiert. Ziel dieser Maßnahme ist es, die zunehmende Verbreitung von IKT-Systemen einzudämmen und hin zu nachhaltigeren und sichereren Lösungen zu gelangen. Diese strategische Neuausrichtung umfasst die kosteneffiziente Migration lokaler IKT-Systeme auf Cloud-basierte Dienste sowie die Verbesserung von Ausfallsicherheit, Verfügbarkeit und Sicherheit.
Initiativen zur Cybersicherheit und Datenintegration
Die Bekämpfung von Cybersicherheitsbedenken und eine verbesserte Datenintegration stehen auf der Agenda von Te Whatu Ora. Die Behörde arbeitet an der Standardisierung und Automatisierung der nationalen Datenerfassung sowie an der Schaffung einheitlicher nationaler Standards im Datenmanagement, um das Risiko von Datenschutzverletzungen zu minimieren. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war die Vergabe einestracan Accenture zur Umsetzung des Projekts „Nationale Datenplattform“, das alle Informationen des Gesundheitssystems vereinheitlichen soll. Zudem ist die Entwicklung national einheitlicher Patienteninformationsplattformen geplant, die sowohl Einzelpersonen als auch Ärzten und Gesundheitsdienstleistern dienen sollen.
Diese Maßnahmen sollen Datenschutzverletzungen verhindern und den reibungslosen Austausch und die Nutzung von Informationen im gesamten Gesundheitssektor erleichtern, wodurch die Gesamtqualität der Versorgung verbessert wird.
Verbesserung der IKT-Kapazitäten für zukünftige Pflegemodelle
Mit Blick auf die Zukunft setzt sich Te Whatu Ora dafür ein, seine IKT-Kompetenzen auszubauen, um neue Versorgungsmodelle zu unterstützen, die die Gesundheitsversorgung näher an die Patienten heranbringen. Dieser Ansatz steht im Einklang mit den übergeordneten Zielen des vorläufigen neuseeländischen Gesundheitsplans Te Pae Tata 2022, der die Einführung digitaler Werkzeuge und Dienste betont. Dazu gehören die Implementierung von Hira, Neuseelands nationaler Gesundheitsinformationsplattform, und der Ausbau virtueller Bereitschaftsdienste und Telemedizin, insbesondere in ländlichen Gebieten.
Die Investitionen der Regierung in Höhe von fast einer Milliarde Dollar seit 2021 in die Daten- und digitale Infrastruktur des Gesundheitssystems unterstreichen die Bedeutung der Anpassung an technologische Fortschritte und der Bewältigung der wachsenden digitalen Risiken. Das Gesundheitsministerium erkennt die Notwendigkeit kontinuierlicher Anstrengungen an, um das Gesundheitssystem agiler zu gestalten und es in die Lage zu versetzen, neue Technologien wie KI und Genomik zu nutzen, um Effizienz, Kosteneffektivität und die Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung zu verbessern.
Neuseelands Gesundheitssektor steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Ein strategischer Plan sieht die Optimierung der IT-Systeme, die Verbesserung der Cybersicherheit und Datenintegration sowie die Einführung fortschrittlicher Technologien zur Unterstützung neuer Versorgungsmodelle vor. Die Initiative verspricht, die Gesundheitsversorgung und Patientenbetreuung landesweit zu verbessern, indem sie die Ineffizienzen des aktuellen Systems beseitigt und sich auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet.

