NASA und IBM entwickeln KI-Tool zur Vorhersage lokaler Auswirkungen des Klimawandels

- NASA und IBM haben gemeinsam ein KI-Tool entwickelt, das die Auswirkungen des Klimawandels auf bestimmte Orte vorhersagt.
- Dieses KI-Tool bietet detaillierte Einblicke in klimabezogene Faktoren wie Baumbestand, Kohlenstoffemissionen und das Risiko von Überschwemmungen und Waldbränden.
- Es versetzt Einzelpersonen und Gemeinschaften in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen, für klimabedingte Risiken zu planen und Regierungen zur Rechenschaft zu ziehen.
Die weltweit zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse im Jahr 2023 hat die Besorgnis über die Auswirkungen des Klimawandels verstärkt. Als Reaktion darauf haben NASA und IBM ein innovatives KI-Tool vorgestellt, das vorhersagen kann, wie sich der Klimawandel auf bestimmte Orte, darunter einzelne Häuser und ganze Stadtviertel, auswirken wird. Dieses auf der COP28 präsentierte Tool bietet eine wertvolle Ressource, um Umweltveränderungen zu beobachten und zu verstehen sowie fundierte Entscheidungen angesichts klimabedingter Herausforderungen zu treffen.
Ein genauerer Blick auf das KI-Tool
Das in Zusammenarbeit von NASA und IBM entwickelte KI-Tool nutzt die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz, um umfangreiche Datensätze zu analysieren und Erkenntnisse über die Auswirkungen des Klimawandels zu gewinnen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Klimamodellen bietet dieses Tool eine detaillierte Ansicht der Umweltveränderungen und ermöglicht es Nutzern, die Auswirkungen auf ihre Häuser und Gemeinden zu visualisieren.
Stärkung von Einzelpersonen und Gemeinschaften
Eine der wichtigsten Eigenschaften dieses KI-Tools ist seine Zugänglichkeit. Ab 2024 steht es Staaten, Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und Privatpersonen gleichermaßen zur Verfügung. Nutzer können seine Funktionen nutzen, um Einblicke in verschiedene Aspekte des Klimawandels zu gewinnen, darunter Baumbestand, Kohlenstoffemissionen, Überschwemmungen und Waldbrandrisiko.
Dr. Juan Bernabe-Moreno, Direktor von IBM Research Europe für Irland und Großbritannien, betonte die Vielseitigkeit des Tools. Nutzer können es verwenden, um Reiserouten zu planen, Standorte für neue Häuser auszuwählen oder fundierte Entscheidungen über Gebiete zu treffen, die aufgrund klimabedingter Risiken gemieden werden sollten.
Er erklärte: „Es gibt viele Ideen, was man damit machen kann – die Nutzung der Anwendung liegt ganz bei den Nutzern. Aber anstatt dass ein großer Technologiekonzern diese Anwendung entwickeln muss, bedeutet die Veröffentlichung als Open Source, dass sie in die Hände der Gemeinschaft gegeben wird.“
So funktioniert das KI-Tool
Das KI-Tool basiert auf einem grundlegenden Modell, das mit KI-Algorithmen arbeitet. Dieses Modell kann komplexe Systeme navigieren und Rohdaten effektiv analysieren. IBM entwickelte das Tool in Zusammenarbeit mit der NASA und nutzte dabei deren umfangreiche Datensätze, darunter auch Satellitendaten.
Das Tool benötigt zwar keine fortgeschrittene technische Infrastruktur, kann aber von einer moderaten Anzahl an Grafikprozessoren (GPUs) profitieren, um optimal zu funktionieren. Diese GPU-Anforderung ist für viele Nutzer, auch für Besitzer leistungsstarker Gaming-Laptops, erfüllt.
Fortschritte in der Klimaforschung und -vorsorge
Die potenziellen Anwendungsbereiche dieses KI-Tools reichen weit über individuelle Entscheidungsfindung hinaus. Seine Fähigkeit, realistische Prognosen zu Klimaauswirkungen, beispielsweise zum Eisverlust an den Polen, zu erstellen, birgt großes Potenzial für den Fortschritt der Klimaforschung. Es könnte zu genaueren Wettervorhersagen und Prognosen extremer Wetterereignisse wie Hurrikane und Dürren führen.
Darüber hinaus können diese Prognosen für Behörden und Regierungen wertvolle Ressourcen darstellen, um Notfallpläne als Reaktion auf klimabedingte Herausforderungen zu entwickeln und umzusetzen.
Förderung von Verantwortlichkeit und gesellschaftlichem Engagement
Indem NASA und IBM das Tool als Open Source veröffentlichen, wollen sie Transparenz und gesellschaftliches Engagement fördern. Gemeinden können das Tool nutzen, um Regierungen für ihre im Rahmen internationaler Konferenzen wie der COP28 gemachten Klimaversprechen und -verpflichtungen zur Rechenschaft zu ziehen.
Die kenianische Regierung hat bereits eine frühere Version dieses Modells eingesetzt, um den Fortschritt ihres Aufforstungsprogramms zu tracund damit den praktischen Nutzen dieser Technologie in realen Szenarien aufzuzeigen.
Dr. Bernabe-Moreno bezeichnete diesen Ansatz als „Demokratisierung von Wetter und Klima“. Er zeigte sich begeistert davon, die Möglichkeit zur Modellierung von Klima und Wetter in die Hände der Bevölkerung zu legen, und betonte das Potenzial dieses Instruments, Einzelpersonen und Organisationen zu befähigen, dem Klimawandel proaktiv zu begegnen.
Das KI-Tool von NASA und IBM stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Klimaforschung und -vorsorge dar. Durch die Bereitstellung leicht zugänglicher, lokaler Einblicke in die Auswirkungen des Klimawandels ermöglicht es Einzelpersonen und Gemeinschaften, fundierte Entscheidungen zu treffen und sich an klimabezogenen Diskussionen und Maßnahmen zu beteiligen. Diese Demokratisierung von Klimadaten ist ein entscheidender Aspekt für den Aufbau von Klimaresilienz und die Förderung von Verantwortlichkeit auf allen Ebenen, von einzelnen Haushalten bis hin zur globalen Governance. Mit der Verfügbarkeit des Tools im Jahr 2024 ist sein Potenzial, positive Veränderungen im Angesicht des Klimawandels voranzutreiben, unbestreitbar.
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Editah Patrick
Editah ist eine vielseitige Fintech-Analystin mit fundierten Blockchain-Kenntnissen. Technologie fasziniert sie, doch die Schnittstelle zwischen Technologie und Finanzen begeistert sie besonders. Ihr spezielles Interesse an digitalen Geldbörsen und Blockchain kommt ihren Zuhörern zugute.
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