Rebecca Hill, Leiterin der Vermögensverwaltung bei Morgan Stanley in Australien, gab bekannt, dass die Bank plant, künstliche Intelligenz in die Verwaltung der Portfolios vermögender Privatkunden zu integrieren. Ziel ist es, die in anderen Regionen eingesetzte hochentwickelte Software und die bewährten Methoden zu nutzen, um die Anlagestrategien australischer Kunden weiter zu optimieren.
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„Andere Regionen sind etwas etablierter; es ist eine echte Chance für uns, einige der führenden Ideen, die wir auf ausländischen Märkten entwickelt und gelernt haben, nach Australien zu bringen.“
Rebecca Hill
Stanley hat sich zum Ziel gesetzt, globale KI-Expertise für australische Kunden zu nutzen
Morgan Stanley plant, KI zur Verwaltung der Portfolios vermögender Kunden in Australien einzusetzen. Dies entspricht den Plänen des Unternehmens, fortschrittliche technologische Anlagelösungen in seine Vermögensverwaltungsdienstleistungen zu integrieren.
Die KI-Tools werden Finanzberater dabei unterstützen, einige Prozesse zu automatisieren und ihnen Informationen bereitzustellen, die ihnen helfen, bessere Anlagepläne für ihre Kunden zu erstellen. Die Einführung von KI auf dem australischen Markt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem auch die Zahl vermögender Privatpersonen im Land gestiegen ist.

Laut einem aktuellen Bericht von Capgemini ist das Vermögen vermögender Privatpersonen im vergangenen Jahr um etwa 8 % gestiegen und hat erstmals die Billionen-Dollar-Marke überschritten. Dieses Wachstum bietet Morgan Stanley eine einzigartige Chance, die Qualität seiner Vermögensverwaltungsdienstleistungen mithilfe künstlicher Intelligenz zu verbessern.
Rebecca Hill merkte an, dass sich Australien zwar bei der Kapitalanlage weiterentwickelt, im Bereich der Vermögensverwaltungstechnologie aber noch relativ am Anfang steht. Das Unternehmen sieht darin eine Chance, bewährte Verfahren und Produkte aus anderen Märkten australischen Kunden zugänglich zu machen und so den Standard im Land neu zudefi.
Ausweitung der Vermögensverwaltungsgeschäfte in Australien
Neben der Implementierung von KI prüft Morgan Stanley auch den Ausbau seines Vermögensverwaltungsgeschäfts in Australien. Das Unternehmen betreut derzeit Kundengelder in Höhe von über 41 Milliarden australischen Dollar (27 Milliarden US-Dollar) und beschäftigt mehr als 100 Finanzberater an fünf Standorten.
Die Vermögensverwaltungssparte von Morgan Stanley zählt weltweit zu den erfolgreichsten Geschäftsbereichen und erzielte im ersten Quartal dieses Jahres überdurchschnittliche Umsätze. Im November wurde Jed Finn zum neuen Leiter der globalen Vermögensverwaltungssparte mit einem verwalteten Vermögen von 4,8 Billionen US-Dollar ernannt. Dies unterstreicht das Engagement des Unternehmens, seine Führungsrolle und Expertise in diesem Bereich weiter auszubauen.
KI steigert die Effizienz der Finanzberater von Morgan Stanley
Auf einer Investorenkonferenzerklärte Morgan Stanley-CEO Ted Pick, dass der Einsatz von KI-Technologien den Finanzberatern des Unternehmens Zeit sparen würde. Pick merkte zudem an, dass die Berater durch die Nutzung der neuen KI-Assistenten potenziell 10 bis 15 Stunden pro Woche einsparen und so ihre Effizienz steigern könnten, wodurch sie mehr Zeit für ihre Kunden hätten.
„Das ist ein enormer Produktivitätszuwachs, und dabei wird noch nicht einmal berücksichtigt, worüber man überhaupt sprechen sollte.“
Ted Pick
Pick sprach über die Möglichkeiten von KI in der Finanzdienstleistungsbranche und bezeichnete sie als „bahnbrechend“. Morgan Stanley hat ein KI-System entwickelt, das bei der Protokollierung und Organisation von Kundengesprächen hilft und somit die Finanzberater entlastet.
Cryptopolitan Berichterstattung von Brenda Kanana

