In einer kürzlich auf der Website der Justiz veröffentlichten Mitteilung gab ein Gericht in Podgorica, der Hauptstadt Montenegros, die Genehmigung zur Auslieferung von Do Kwon, dem Gründer von Terra, bekannt. Kwon, der im März am Flughafen von Podgorica wegen des Mitführens gefälschter Dokumente festgenommen wurde, wartet nun auf die endgültige Entscheidung des montenegrinischen Justizministers über seine Auslieferung.
Genehmigung der Auslieferung Dokwons und ausstehende Entscheidung
Urteil des montenegrinischen Gerichts ebnet den Weg für eine mögliche Auslieferung von Do Kwon nach Südkorea oder in die USA. Nach einer viermonatigen Haftstrafe in Montenegro wegen Urkundenfälschung entscheidet nun der Justizminister über Kwons endgültigen Verbleib. Diese Entscheidung markiert einen Wendepunkt im Gerichtsverfahren gegen den Gründer von Terra.
Die Verhaftung von Do Kwon in Montenegro löste eine Reihe von juristischen Auseinandersetzungen aus. Er sieht sich nun zahlreichen Betrugsvorwürfen der US-Bundesstaatsanwaltschaft gegenüber. Gleichzeitig tragen bestehende Zivilklagen in den USA und eine laufende Untersuchung in Südkorea, die auf den Zusammenbruch von terraUSD im vergangenen Jahr zurückgeht, zur Komplexität der Rechtslage um Kwon bei.
Anfang des Monats bestätigte der Oberste Gerichtshof Montenegros die viermonatige Haftstrafe gegen Kwon und seinen Komplizen Han Chang-Joon wegen Urkundenfälschung. Obwohl ihre Berufung abgewiesen wurde, hielt das Gericht das Urteil für angemessen. Wie CoinDesk berichtet, droht Kwon nach Verbüßung seiner Haftstrafe in Montenegro die Auslieferung nach Südkorea oder in die USA.
Anklage gegen den Mitbegründer von Terraform Labs in Südkorea
Die rechtlichen Auseinandersetzungen beschränken sich nicht nur auf Do Kwon. Im April wurde Daniel Shin, Mitbegründer von Terraform Labs, in Südkorea wegen Verstößen gegen das Kapitalmarktgesetz angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fror daraufhin Vermögenswerte in Höhe von 185 Millionen US-Dollar ein, die mit Shin in Verbindung standen. Shin wies jegliche Beteiligung am Zusammenbruch des Unternehmens zurück und beteuerte, er habe es bereits zwei Jahre vor den jüngsten Entwicklungen verlassen
Do Kwon