Microsoft-Chef Satya Nadella bekräftigte das Engagement des Unternehmens für die Partnerschaft mit OpenAI und erklärte, Microsoft sei mit der gemeinnützigen Führungsstruktur von OpenAI einverstanden und habe nicht die Absicht, seinen Einfluss auf die Organisation auszuweiten. Nadellas Äußerungen erfolgten zwei Monate, nachdem der OpenAI-Vorstand CEO Sam Altman im November kontrovers entlassen und anschließend wieder eingestellt hatte.
Bei einer Veranstaltung von Bloomberg News im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz, betonte Nadella die Bedeutung von Stabilität in der Partnerschaft zwischen Microsoft und OpenAI.
Er erklärte:
„Was wir uns wünschen, ist Stabilität; wir haben investiert und Partnerschaften geschlossen, als sie noch das waren, was sie waren, und was sie heute sind – ob gewinnorientiert, gemeinnützig oder was auch immer. Daher bin ich zufrieden. Ich habe mit keiner Struktur ein Problem.“
Microsofts Rolle bei OpenAI
Microsoft ist mit einer Investition von rund 13 Milliarden US-Dollar der größte Investor von OpenAI. Trotz dieser beträchtlichen Summe stellte Nadella klar, dass Microsoft keinen Sitz im Aufsichtsrat von OpenAI anstrebt. Das Unternehmen hat stattdessen eine Beobachterrolle ohne Stimmrecht im Aufsichtsrat inne.
Nadella hob zudem die für beide Seiten vorteilhaften Aspekte der Partnerschaft hervor und erklärte, dass Microsoft OpenAI entscheidende Technologie für dessen Produkte bereitstellt. Darüber hinaus betreibt Microsoft neben den Bemühungen von OpenAI aktiv eigene KI-Forschung, was beweist, dass der Technologiekonzern für seine KI-Entwicklung nicht allein auf OpenAI angewiesen ist.
Die Entlassung und anschließende Wiedereinstellung von CEO Sam Altman durch den Vorstand von OpenAI führte zu erheblichen Turbulenzen innerhalb der Organisation; einige Mitarbeiter drohten sogar damit, das Unternehmen zu verlassen und für Microsoft zu arbeiten.
Nadella zeigte sich jedoch zufrieden mit der aktuellen Situation und der Ausgestaltung der Partnerschaft. Er erwähnte, dass er sich mit der Vereinbarung „gut“ fühle und erklärtedent: „Ich bin gleichzeitig sehr zuversichtlich, unser eigenes Schicksal in der Hand zu haben.“
Wettbewerbsprüfung
Die Wettbewerbsbehörden der Europäischen Union (EU), des Vereinigten Königreichs und Berichten zufolge auch der Vereinigten Staaten prüfen die Beziehung von Microsoft zu OpenAI unter wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkten.
Microsoft fungiert als exklusiver Anbieter der leistungsstarken Cloud-Infrastruktur, die OpenAI für seine KI-Angebote benötigt. Im Gegenzug garantiert die Vereinbarung Microsoft Berichten zufolge unter bestimmten Bedingungen einen signifikanten Anteil an OpenAIs Gewinnen.
Nadella merkte an, dass die Tatsache, dass OpenAI keine Tochtergesellschaft von Microsoft ist, den Wettbewerb fördert. Er erklärte: „Partnerschaften sind ein Weg, um tatsächlich Wettbewerb zu schaffen.“ Weiterhin räumte er ein, dass Microsofts beträchtliche Investitionen in OpenAI ein „hochriskantes Unterfangen“ darstellten und gängigen Annahmen defi.

