NEUESTE NACHRICHTEN
FÜR SIE AUSGEWÄHLT
WÖCHENTLICH
BLEIBEN SIE AN DER SPITZE

Die besten Krypto-Einblicke direkt in Ihren Posteingang.

Microsoft warnt vor dem Diebstahl von Seed-Phrasen, Schlüsseln und Wallets durch Windows Crypto Clipper über Tor und USB-Laufwerke

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
2 Minuten gelesen,
Microsoft warnt vor der Malware „CryptoBandits“, die Wallets leert
  • Microsoft Threat Intelligence hat einen Windows-Kryptowährungsdiebstahl-Angriff mit dem Namen CryptoBandits trac, der seit Februar 2026 aktiv ist.
  • Die Schadsoftware verbreitet sich über präparierte USB-Verknüpfungsdateien und versteckt sich dann im Tor-Netzwerk, um Seed-Phrasen, private Schlüssel und kopierte Wallet-Adressen zu stehlen.
  • Abgesehen vom Diebstahl kann es auch vom Angreifer bereitgestellten Code auf infizierten Rechnern ausführen und so aus einem einfachen Zwischenablagedieb eine funktionierende Hintertür machen.

Microsoft hat vor einem Schadprogramm gewarnt, das seit Februar unbemerkt aktiv ist und Windows-Rechner angreift. Das Schadprogramm mit dem Namen CryptoBandits kann über das Tor-Netzwerk Seed-Phrasen, Schlüssel und Wallets stehlen und ist über USB-Sticks übertragbar. 

In einem Blogbeitrag vom 17. Juni enthüllten Experten von Microsoft Threat Intelligence und Microsoft Defender eine Schadsoftware-Kampagne, die Krypto-Wallets unbemerkt leerte. Die Microsoft-Sicherheitsexperten erläuterten, wie eine Kombination aus altbekannten USB-Wurm-Taktiken und modernen Anonymisierungstools das Schadprogramm monatelang unentdeckt ließ.

Den Forschern zufolge konnte die Schadsoftware in einem einzigen Programm den Diebstahl von Zwischenablagedaten, den Austausch von Wallet-Adressen, die wurmartige Verbreitung und die Kommunikation über Tor ausführen. Das Programm behielt zudem lange nach Ausführung des Schadcodes Zugriff auf den lokalen Rechner. 

Microsoft erklärt, wie die Infektion abläuft

Microsofts detaillierter Blogbeitrag enthüllte, dass die Infektion auf altbewährte Weise über einen USB-Stick begann. Die Schadsoftware griff dann auf Verknüpfungsdateien auf Wechseldatenträgern zu. Sobald der Stick an einen Computer angeschlossen war, aktivierte sich der Wurm sofort. 

Die Wurmkomponente spürt gewöhnliche Dateien wie Word-, Tabellen- und PDF-Dateien auf dem Gerät auf, versteckt die Originaldateien und ersetzt sie durch gefälschte Verknüpfungen mit denselben Namen. Sobald dies geschehen ist, klicken ahnungslose Windows-Nutzer auf die Verknüpfungen, in der Annahme, eine normale Word- oder Excel-Datei zu öffnen. Stattdessen wird jedoch die Schadsoftware ausgeführt.

Anschließend verbreitet sich die Malware auf dem USB-Laufwerk des Rechners, richtet geplante Aufgaben ein, um nach einem Neustart weiterzulaufen, und schließt sich selbst von den Microsoft Defender-Scans aus. 

Wenn der eigentliche Clipper in der zweiten Phase aktiviert wird, stützt sich die skriptbasierte Nutzlast auf Windows ScriptHost und Active X-Objekte anstatt auf ein typisches Installationsprogramm, was die Erkennung extrem erschwert. 

Sobald alles eingerichtet ist, startet die Schadsoftware einen Tor-Client in einem versteckten Fenster, generiert eine eindeutige Opfer-ID und registriert sich bei einem Command-and-Control-Server, der hinter einer Tor-Onion-Adresse verborgen ist. Dadurch kann die Schadsoftware Informationen erfolgreich über diesen verborgenen Kanal übertragen, ohne entdeckt zu werden. 

Microsoft erklärt, warum diese Malware schwerer zu entdecken ist

Das Sicherheitsteam von Microsoft erklärte, dass sich die Schadsoftware in einer Schleife einnistet, die Benutzer etwa alle halbe Sekunde abfragt und die Zwischenablage scannt. Das Programm wurde speziell entwickelt, um 12- oder 24-Wort-BIP39-Seed-Phrasen zu erkennen. 

Die Schadsoftware sucht nach Ethereum Schlüsseln und Bitcoin -WIF-Schlüsseln, erstellt eine lokale Sicherungskopie und überträgt diese über das Tor-Netzwerk an den Server der Angreifer. Sie wiederholt diesen Vorgang so lange, bis die Übertragung erfolgreich ist. Erst nach erfolgreicher Übertragung löscht das Programm die lokale Kopie und erstellt jede Sekunde mehrere Screenshots, um den Angreifern einen visuellen Überblick über den Kontostand und die Aktivitäten der Wallet des Opfers zu ermöglichen. 

Wenn eine Wallet-Adresse in der Zwischenablage erscheint, kann die Schadsoftware diese vor dem Einfügen durch eine vom Angreifer kontrollierte Adresse ersetzen. Kopiert man beispielsweise eine Bitcoin -Adresse, um eine Zahlung zu senden, kann die im Empfängerfeld tatsächlich erscheinende Adresse einer völlig anderen Person gehören.

Microsoft Defender Antivirus kennzeichnet die Bedrohung nun als Trojan:Win32/CryptoBandits.A, und Defender for Endpoint überwacht Verhaltensweisen wie verdächtige JavaScript-Prozesse und Datenexfiltration mittels curl.

Lesen Sie Krypto-News nicht nur, sondern verstehen Sie sie. Abonnieren Sie unseren Newsletter. Er ist kostenlos.

Diesen Artikel teilen

Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Collins J. Okoth

Collins J. Okoth

Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.

MEHR … NACHRICHTEN
DEEP CRYPTO
CRASH-KURS