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Microsoft veröffentlicht Entwurf eines KI-Verhaltenskodex und setzt darauf, dass menschliche Kontrolle den Verkauf von Modellen fördert

VonIbiam WayasIbiam Wayas 3 Minuten Lesezeit
Microsoft will EU-KI-Kodex unterzeichnen, Meta leistet weiterhin Widerstand
  • Microsoft AI hat einen ersten Entwurf seines Verhaltenskodex für humanistische KI veröffentlicht und diesen für sechs Wochen zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Eine überarbeitete Fassung soll im Laufe dieses Jahres folgen und ab 2027 als Leitfaden für die MAI-Modelle dienen.
  • Der Code basiert auf menschlicher Kontrolle, Modellen, die einer Abschaltung nicht widerstehen können, und Beschränkungen, die Benutzer nicht außer Kraft setzen können. Dies ist wichtig, da Vertrauen und Zuverlässigkeit in einem schnell wachsenden KI-Markt zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen werden.
  • Es stellt sich auch die Frage, ob ein freiwilliger Standard eines großen Anbieters die Sicherheit stärkt oder lediglich den Vorteil der etablierten Anbieter in einer ohnehin schon fragmentierten Governance-Landschaft weiter ausbaut.

Microsoft AI (MAI) veröffentlichte am Montag ihren ersten Entwurf des Verhaltenskodex für humanistische KI und bat die Öffentlichkeit sechs Wochen lang um Feedback. Dabei betonte MAI die Priorität menschlicher Aufsicht und durchsetzbarer Beschränkungen bei der Bewertung von MAI-Systemen. Laut Reuterssoll das Modell es Menschen ermöglichen, MAI-Systeme effektiv zu überwachen.

Das Papier soll zukünftige Trainingsmethoden und Modellverhalten steuern, dient aber gleichzeitig als Geschäftsstrategie. Da Unternehmen ihre Investitionen in KI-Technologien erhöhen und sich zunehmend mit Zuverlässigkeit, Kosten und Risiken auseinandersetzen, betont Microsoft Vorhersagbarkeit und Kostenkontrolle als entscheidende Faktoren für den Preis.

Was der Entwurf den Modellen vorschreibt

Das wichtigste Ziel des Entwurfs ist ganz einfach: Es gilt sicherzustellen, dass der Mensch die Kontrolle behält. Laut Microsoft sollen die Modelle eher wie Werkzeuge als wie Menschen agieren und unter menschlicher Aufsicht arbeiten.

Der Code legt zudem absolute Beschränkungen für die Modelle fest, die unabhängig von den Absichten eines Nutzers oder Bedieners nicht verletzt werden dürfen. Zu diesen Beschränkungen gehören: der Einsatz von Waffen und die Verursachung von Massenschaden, die Durchführung von Cyberangriffen, der Verlust der menschlichen Kontrolle, groß angelegte böswillige Manipulationen und die Gefährdung der Sicherheit von Kindern.

Die dreistufige Befehlskette ist wie folgt strukturiert: Der Verhaltenskodex hat höchste Priorität, gefolgt von den Richtlinien des Bedieners und zuletzt den Präferenzen des Nutzers. Die zwingenden Vorgaben und die geforderte menschliche Kontrolle müssen unbedingt eingehalten werden und dürfen nicht vernachlässigt werden.

Microsoft-Verhaltenskodex für KI: Absolute Beschränkungen und Befehlskette

Microsoft erklärte, dass der Entwurf derzeit nicht für das Training der Modelle verwendet wird. Die neue Version, deren Veröffentlichung für später in diesem Jahr geplant ist, soll die Entwicklung von MAI bis 2027 und darüber hinaus erleichtern.

Warum Vertrauen zu einem Produktmerkmal wird

Die Veröffentlichung des Entwurfs fällt zeitlich mit einem Anstieg der weltweiten Ausgaben für KI zusammen. Gartner prognostiziert, dass die Ausgaben für KI-Modelle und -Plattformen bis 2026 64,3 Milliarden US-Dollar erreichen werden, was einem Anstieg von 63,4 % gegenüber 2025 entspricht. Die Ausgaben für generative KI-Modelle sollen dabei um 117 % wachsen. Laut Gartner berücksichtigen Käufer bei der Auswahl von Anbietern zunehmend Kosten, Latenz, Leistung und Zuverlässigkeit.

Governance wird somit wirtschaftlichtrac, könnte aber großen Unternehmen zugutekommen. Ein IWF-Bericht stellt klar, dass die Skaleneffekte im Bereich Computer und Daten zu „Winner-takes-most“-Prozessen beitragen können. Er betont außerdem, dass die Komplexität der Regulierung mit einer zunehmenden Marktkonzentration einhergehen kann, da sie Unternehmen hilft, die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften zu tragen.

Laut Gartner die Ausgaben für KI-bezogene Governance bis 2026 492 Millionen US-Dollar erreichen und bis 2030 die Schwelle von 1 Milliarde US-Dollar überschreiten.

Ein überfülltes Feld von KI-Regelwerken

Microsofts Rahmenwerk trifft auf eine bereits fragmentierte Governance-Landschaft. Der allgemeine KI-Verhaltenskodex wurde von der Europäischen Union (EU) im Juli 2025 finalisiert und ermöglicht es Organisationen, ihre Einhaltung der Verpflichtungen des KI-Gesetzes selbst zu überprüfen. Zu den wichtigsten Akteuren zählen Microsoft, OpenAI, Anthropic und Google. Anders als die EU-Veröffentlichung handelt es sich bei Microsofts Kodex um ein unternehmensinternes Verhaltensframework für eigene MAI-Projekte und nicht um ein von einer Regulierungsbehörde entwickeltes Compliance-Tool.

Der Globale Index für verantwortungsvolle KI bis 2026 verdeutlicht die uneinheitliche Umsetzung. Der globale Durchschnittswert in 135 Ländern und Regionen liegt bei etwa 35 Punkten. Tatsächliche Umsetzungsnachweise finden sich in 55 % der Fälle, wobei dieser Wert in Ländern des Globalen Südens auf 45 % sinkt.

Die Kluft hat auch eine geopolitische Dimension. Laut BCG führen die KI-Strategien der USA und Chinas zu zunehmend inkompatiblen Technologiearchitekturen. Unternehmen sind daher gezwungen, sorgfältig abzuwägen, wo eine gewählte Architektur eingesetzt werden kann und wie stark sie geopolitischen Risiken ausgesetzt ist. Cryptopolitan berichtete zudem , dass Washington und Peking erste Gespräche ausschließlich zum Thema KI-Sicherheit während Trumps zweiter Amtszeit vorbereiteten.

In diesem Kontext kann das Regelwerk von Microsoft von Partnern als Nachschlagewerk oder einfach als weitere Ergänzung des ohnehin schon chaotischen globalen Systems, das derzeit besteht, genutzt werden.

Was Microsoft von der Öffentlichkeit will

Microsoft gibt an, dass die Feedbackphase sechs Wochen dauert. Das bedeutet, dass das Hauptteam, das die Inhalte verfasst, die nach dieser Zeit eingegangenen Kommentare analysiert, eine Zusammenfassung der Erkenntnisse und der vorgenommenen Änderungen veröffentlicht und später im Jahr eine überarbeitete Version herausgibt.

Das Unternehmen möchte wissen, wie die defivon „menschlichem Aufblühen“ präzisiert werden kann, welche Formulierungen vage und schwer zu bewerten sind und wie Sicherheitsvorkehrungen trotz der Weiterentwicklung der Funktionen aufrechterhalten werden können. Microsoft kann jedoch nicht garantieren, dass jede Empfehlung berücksichtigt wird.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Ibiam Wayas

Ibiam Wayas

Ibiam Wayas berichtet seit 2019 über Kryptowährungen. Er studierte Informatik an der National Open University of Nigeria. Seine Artikel erschienen auf verschiedenen Krypto-Nachrichtenplattformen, darunter Coinfomania, Crypto News Australia und AltcoinBuzz. Aufbauend auf seinem Informatikstudium konzentriert er sich nun auf Nachrichten zu Kryptowährungen, Robotik und Langlebigkeit.

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