Microsoft erhält Lizenz für die Lieferung von 60.000 Nvidia GB300/Grace/Blackwell-Chips in die VAE

Foto von Sam Torres auf Unsplash.
- Microsoft erhielt unter der Trump-Administration die US-Genehmigung, 60.000 Nvidia GB300-Chips in die VAE zu liefern.
- Der Deal umfasst neuere Grace/Blackwell-GPUs und unterstützt KI-Modelle von OpenAI, Anthropic und anderen.
- Microsoft investiert 15,2 Milliarden US-Dollar in die VAE, davon 1,5 Milliarden US-Dollar in G42 und 5,5 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur.
Microsoft hat soeben die Genehmigung des US-Handelsministeriums erhalten, über 60.000 Nvidia-KI-Chips in die Vereinigten Arabischen Emirate zu liefern.
Dies ist die erste Exportlizenz dieser Art, die unter der Regierung vondent Donald Trump genehmigt wurde, und sie ebnet Microsoft den Weg, seine Expansionspläne im Bereich KI in der Golfregion voranzutreiben.
Die Genehmigung erfolgte bereits im September, aber das Unternehmen gab sie erst am Montag bekannt und erklärte, die Lizenz basiere auf „aktualisierten und strengen technologischen Sicherheitsvorkehrungen“
Es handelt sich hierbei auch nicht um irgendwelche Chips. Die Lizenz umfasst die Lieferung von Hardware, die 60.400 A100-GPUs entspricht, allerdings mit einem Clou: Die Hardware ist deutlich neuer.
Bei den Chips handelt es sich um Nvidias fortschrittliche GB300-Modelle, die Teil der Grace/Blackwell-Produktreihe sind und sich zu einigen der gefragtesten Komponenten im globalen Wettlauf um den Aufbau großer KI-Infrastrukturen entwickelt haben.
Laut Microsoft werden diese GPUs dazu verwendet, KI-Funktionen von OpenAI, Anthropic und Open-Source-Entwicklern sowie Microsofts eigene Dienste bereitzustellen.
„Die Chips sind zwar leistungsstark und die Stückzahlen hoch, aber noch wichtiger ist ihr positiver Einfluss in den gesamten VAE“, so in seinem Blogbeitrag. Damit drückt das Unternehmen offiziell aus, dass es fest daran glaubt, dass die VAE sich schnell zu einem bedeutenden KI-Zentrum entwickeln werden.
Microsoft weitet seine Ausgaben in den VAE aus, während US-Deals die Marktbewegungen ankurbeln
Microsoft kündigte zudem eine massive Aufstockung seiner Ausgaben in der Region an. Das Unternehmen plant, seine Gesamtinvestitionen in den VAE bis 2030 auf 15,2 Milliarden US-Dollar zu erhöhen.
Dies umfasst eine Beteiligung im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar am KI-Unternehmen G42, das eng mit Abu Dhabis Technologieoffensive verbunden ist. Zudem beinhaltet es Investitionen in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar für den Ausbau der Cloud- und KI-Infrastruktur von Microsoft im Nahen Osten.
In seiner Rede auf der ADIPEC-Konferenz in Abu Dhabident Microsoft-Präsident Brad Smith: „Wir sind dem Handelsminister Howard Lutnick sehr dankbar für die Arbeit, die er geleistet hat, um uns Exportlizenzen zu ermöglichen.“
Smith fügte hinzu, dass der Erfolg des Unternehmens bei diesem Deal auf dem Aufbau parteiübergreifender Beziehungen beruhte, darunter zu dem Republikaner Marco Rubio und demokratischen Abgeordneten. „Es braucht zwei Parteien, um zu regieren, und das behalten wir im Hinterkopf“, sagte er.
Der Analyst Azad Zangana von Oxford Economics bezeichnete die Chips als „entscheidend“ für das Ziel der VAE, eine globale Führungsrolle im Bereich KI einzunehmen. „Der Zugang zu den weltweit führenden KI-Chips liefert die Hardware, die Entwicklern den entscheidenden Vorsprung verschafft, der in einem unglaublich wettbewerbsintensiven globalen Umfeld notwendig ist“, schrieb er am Montag in einer Mitteilung.
KI-Deals treiben Tech-Aktien in die Höhe, Chiphersteller erholen sich erneut
Die Ankündigung ließ die Nvidia-Aktien um 3 % steigen. Microsoft legte leicht zu. Doch die größere Welle erfasste den gesamten KI- und Chipsektor.
Am selben Tag gab das Rechenzentrumsunternehmen Iren bekannt, einen mehrjährigen Vertrag über 9,7 Milliarden Dollar mit Microsoft zur Lieferung von Nvidia GB300-Chips unterzeichnet zu haben.
Diese Nachricht ließ die Iren-Aktie um 12 % steigen, während Micron Technology um 4 % zulegte, Nvidia um 2 % und der VanEck Semiconductor ETF (SMH) um fast 1 % kletterte.
Der Gesamtmarkt legte weniger stark zu. Der Nasdaq stieg um 0,4 %, der S&P 500 legte um 0,1 % zu. Der Dow Jones fiel um 243 Punkte bzw. 0,5 %, da die schwache Entwicklung in anderen Sektoren den Index belastete.
Mehr als 400 Unternehmen des S&P 500 schlossen am Montag im Minus, obwohl KI-Transaktionen die Technologieaktien nach oben trieben.
Dazu gehört auch Amazon, dessen Aktienkurs nach dem 38 Milliarden Dollar schweren Deal mit OpenAI um 4 % stieg. Bei dieser Partnerschaft werden voraussichtlich Hunderttausende von Nvidia-GPUs zum Einsatz kommen.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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