Meta, ehemals Facebook, hat kürzlich seine Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Trotz der positiven Ergebnisse bleibt die Umsatzprognose für 2024 ungewiss.
tronErgebnisse im dritten Quartal
Meta hat für das dritte Quartal 2023 starke Geschäftszahlen vorgelegt. Der Umsatz des Unternehmens erreichte 34,15 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 23 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Wert übertraf die Analystenprognose von 33,51 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus stieg der verwässerte Gewinn je Aktie (EPS) auf 4,39 US-Dollar, gegenüber 1,64 US-Dollar im Vorjahresquartal, und übertraf damit die Analystenprognose von 3,60 US-Dollar.
Ein besonders erfreuliches Ergebnis war die Verbesserung im Werbegeschäft von Meta. Trotz eines Rückgangs der Anzeigenpreise um 6 % im Quartal war dies eine deutliche Verbesserung angesichts der starken zweistelligen Preisrückgänge der letzten 18 Monate. Dieser geringere Rückgang übertraf zudem die Analystenerwartungen von 8,9 %. Analysten sind nun zuversichtlicher, dass die Anzeigenpreise wieder steigen werden.
Unsicherheit für 2024
Die positiven Ergebnisse des dritten Quartals beflügelten zwar zunächst den Aktienkurs von Meta im nachbörslichen Handel, doch später fiel er um über 3 %. Dieser plötzliche Kurssturz wurde der Finanzchefin von Meta, Susan Li, zugeschrieben, die Bedenken hinsichtlich der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage äußerte und erklärte, die Umsatzprognose für 2024 sei „ungewiss“.
Diese Vorsicht lässt Zweifel daran aufkommen, ob die im dritten Quartal erzielten Verbesserungen anhalten können. Obwohl Metas Umsatzprognose für das vierte Quartal mit 36,5 bis 40 Milliarden US-Dollar im Rahmen der Analystenerwartungen liegt, spiegelt die ungewöhnlich breite Spanne die zunehmende Unsicherheit des Unternehmens hinsichtlich der Zukunft wider.
Erhöhte Ausgaben im Jahr 2024
Meta hatte 2023 zuvor als „Jahr der Effizienz“ bezeichnet, in dem Kosten gesenkt und die Abläufe optimiert wurden. Diese Effizienzsteigerung führte im dritten Quartal zu einer Verdopplung der operativen Marge auf 40 % gegenüber nur 20 % im Vorjahr. Meta rechnet nun jedoch für 2024 mit höheren Ausgaben in Höhe von 94 bis 99 Milliarden US-Dollar. Dieser Anstieg ist auf die geplanten Investitionen in die Infrastruktur zur Unterstützung der KI-Strategien, die Wiedereinstellung von Fachkräften für neue Produkte und die Bereitstellung zusätzlicher Mittel für risikoreichere Projekte zurückzuführen.
Diese steigenden Ausgaben fallen in eine Zeit, in der Meta vor potenziellen Wachstumsherausforderungen im kommenden Jahr warnt. Analysten sehen diese Entwicklung als Übergang vom „Jahr der Effizienz“ zu dem, was man als „Jahre der Effizienz“ bezeichnen könnte.
steigende Verluste der Reality Labs-Einheit
Trotz Kostensenkungsmaßnahmen investiert Meta weiterhin erhebliche Summen in neue Projekte. Die Sparte Reality Labs, die für Projekte jenseits sozialer Medien wie das Metaverse und VR/AR-Headsets zuständig ist, verzeichnete im dritten Quartal einen operativen Verlust von 3,74 Milliarden US-Dollar. Obwohl dieser Verlust geringer ausfiel als von der Wall Street erwartet, rechnet Meta für 2024 mit einem noch höheren cash Burn, da die Investitionen in diese Sparte weiter steigen. Bis Ende 2023 werden die Verluste von Reality Labs seit 2019 kumuliert sein, und für 2024 werden weitere Verluste in Höhe von 18 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
Diese steigenden Verluste deuten darauf hin, dass Meta den Markt noch nicht davon überzeugt hat, dass seine kostspieligen Projekte substanzielle Renditen abwerfen werden.
KI-Ambitionen und Monetarisierung
Meta-CEO Mark Zuckerberg zeigte sich zufrieden mit den Fortschritten der KI-Entwicklung, die seiner Ansicht nach das Social-Media-Geschäft des Unternehmens revolutionieren könnte. Er betonte jedoch, es sei noch zu früh, über Monetarisierungsstrategien zu sprechen. Metas KI-Ansatz unterscheidet sich von dem anderer Unternehmen und setzt auf Experimente und Innovationen.
Ausblick für die Meta-Aktie
Nach Veröffentlichung des Quartalsberichts gab die Meta-Aktie nach, was die Besorgnis der Anleger über eine mögliche ausbleibende Erholung des Werbemarktes im Jahr 2024 widerspiegelte. Obwohl Wall-Street-Analysten die Zahlen größtenteils positiv bewerteten, fielen die Meta-Aktien unter den steigenden Parallelkanal und testeten die Unterstützung bei 299,50 US-Dollar. Sollte diese Unterstützung nicht halten, besteht das Risiko, dass die Meta-Aktien in Richtung der Unterstützungszone zwischen 279 und 274 US-Dollar fallen.
Positiv zu vermerken ist, dass die Rückeroberung des Niveaus von 299,50 $ Meta über dem Unterstützungsniveau und dem gleitenden 100-Tage-Durchschnitt positionieren würde.
Nasdaq 100-Analyse
Meta ist ein wichtiger Bestandteil des Nasdaq 100 und somit entscheidend für dessen Wertentwicklung. Der Nasdaq 100 verzeichnete 2023 einen seiner stärksten Tagesverluste, fiel auf ein Viermonatstief und durchbrach die seit Juni bestehende Unterstützungszone. Dieser Rückgang deutet darauf hin, dass der im Juli begonnene Abwärtstrend weiterhin besteht. Sollte sich der Abwärtstrend fortsetzen, dürfte die nächste Unterstützung erst bei 14.200 Punkten erreicht werden.
Die Rückkehr in die Unterstützungszone über 14.400 ist das unmittelbare Ziel, und ein Überschreiten von 14.750 würde ein neues höheres Hoch markieren.
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Während Meta die Herausforderungen und Chancen im Bereich KI und Werbung meistert, wird seine Performance weiterhin die Anlegerstimmung prägen und den breiteren Nasdaq 100 beeinflussen.

