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Mercedes und BMW führen die führenden europäischen Hersteller ins Zeitalter der Elektrofahrzeuge, um Tesla und BYD zu überflügeln

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Mercedes und BMW führen die europäischen Top-Hersteller ins Zeitalter der Elektrofahrzeuge, um Tesla und BYD zu überflügeln.
  • BMW und Mercedes haben neue Elektro-SUVs auf den Markt gebracht, um Teslas Vormachtstellung beim Model Y direkt anzugreifen.

  • Der iX3 und der GLC bieten eine größere Reichweite und intelligentere Technologie als das neueste Model Y.

  • Teslas Verkäufe in Europa sanken um ein Drittel, während chinesische Elektroautohersteller schnell Marktanteile gewinnen.

BMW und Mercedes haben genug davon, Tesla und BYD die Marktführerschaft überlassen zu sehen. Die beiden größten europäischen Luxusmarken haben mit vollelektrischen SUVs, die den Markt zurückerobern sollen, nun den Fehdehandschuh hingeworfen.

Nachdem Teslas Model Y die Bühne im Sturm erobert und den Stolz aller etablierten Automobilhersteller zunichtegemacht hat, schlagen die Deutschen nun zurück – mit Reichweite, Software und Milliarden an cash, wie das Wall Street Journal berichtet.

Wie Cryptopolitan bereits berichtete, präsentierte BMW seinen neuen iX3 auf einer pompösen Veranstaltung, die CEO Oliver Zipse als „einmaligen Moment“ bezeichnete. Zwei Tage später enthüllte Mercedes den elektrischen GLC in einem königlichen Schloss in München – warum auch nicht?

Beide Markteinführungen erfolgten kurz vor Europas größter Automobilmesse, der IAA Mobility. Diese SUVs sollen Tesla vom Markt verdrängen, BYDs stillen Aufstieg stoppen und die Wahrnehmung von Technologie, Design und Status im Zeitalter der Elektromobilität grundlegend verändern.

Mercedes bringt hochmoderne, technisch ausgefeilte SUVs auf den Markt

Der Mercedes GLC erreicht eine Reichweite von 735 Kilometern. Beide übertreffen damit deutlich das Tesla Model Y mit großer Reichweite, das nur 622 Kilometer schafft. Allein das dürfte schnell Aufmerksamkeit erregen, insbesondere da sich Käufer von Elektrofahrzeugen zunehmend Sorgen um die Reichweite im Alltag machen.

Diese Autos sind vollgepackt mit Chips, KI und digitalen Assistenten. BMW hat sich mit Qualcomm zusammengetan. Mercedes kooperierte mit Nvidia sowie Google und OpenAI. Dank dieser Kombination kann der neue GLC beispielsweise Fenster öffnen, Restaurants finden und über ChatGPT mit Nutzern kommunizieren.

Teslas Vorsprung resultierte aus der kompletten Eigenentwicklung. BMW und Mercedes hingegen setzten auf die Expertise des Silicon Valley, um einen Quantensprung zu erzielen. Es sind unterschiedliche Wege zum selben Ziel: intelligente, schnelle und digitale Fahrzeuge. Und diese Technologie beschränkt sich nicht nur auf Elektroautos. Sie wird zukünftig auch in Benzin- und Dieselmodellen zum Einsatz kommen.

Die beiden deutschen SUVs sind nicht gerade günstig. Der BMW iX3 wird in Deutschland rund 80.000 US-Dollar kosten. Das Model Y liegt bei etwa 60.000 US-Dollar. Mercedes hat den Preis noch nicht gesenkt, aber auch dieses Modell wird nicht billig sein. Diese Preisdifferenz spiegelt die jeweilige Zielgruppe der Marken wider. Tesla hat die Preise gesenkt, um höhere Absatzzahlen zu erzielen. BMW und Mercedes hingegen wollen die vermögenden Technikbegeisterten, die viel Geld übrig haben.

In den USA wirbt BMW laut seinem Investoren-Update vom Juli bereits um „Tesla-Abtrünnige“.

Im Gartner-Index für „digitale Autohersteller“ belegte Tesla den ersten Platz. Mercedes landete auf Platz 13, BMW auf Platz 14. Dies bedeutete einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, bedingt durch dietronPlatzierungen der chinesischen Hersteller Xiaomi und Li Auto.

Der Analyst Pedro Pacheco, der den Bericht verfasst hat, sagte, die neuen deutschen Elektrofahrzeuge könnten dazu beitragen, ihre Platzierung in der Rangliste zu verbessern, sobald sie tatsächlich auf der Straße sind.

Europa, China und das Rennen um den Sieg gegen Teslas Vorsprung

Das ist das andere Problem: die Zeit. Tesla hatte einen Vorsprung. BYD, mittlerweile der weltweit größte Hersteller von Elektrofahrzeugen, ruht sich aber auch nicht aus. Auf derselben Messe in München kündigte BYDs Executive Vice President Stella Li an, dass das Werk in Ungarn bis Ende 2025 die Produktion aufnehmen wird.

„Das zeigt, dass wir in Europa bleiben werden“, sagte sie. Das erste Fahrzeug, das vom Band läuft, wird der Dolphin Surf sein, ein kompakter Elektrowagen. BYD hatte zuvor erwogen, das Werk bis 2026 zu verschieben und es zwei Jahre lang unter Volllast zu betreiben. Davon ist nun Abstand genommen. Stattdessen wird die Produktion beschleunigt.

Und sie sind nicht das einzige chinesische Unternehmen, das expandiert. XPeng liefert seinen neuen G6 SUV mit großer Reichweite für 47.600 Euro (ca. 55.800 US-Dollar) nach Deutschland. Das ist über 20.000 US-Dollar günstiger als der iX3, der in Europa rund 80.000 US-Dollar kostet. Mercedes hat die Preise für den GLC noch nicht einmal bekannt gegeben.

Tesla, das einst Käufer von Mercedes und BMW abwarb, senkt die Preise, um Marktanteile zu halten. Das funktioniert vorerst, doch BMW gibt an, bereits die meisten Tesla-Abwanderer in den USA zu verzeichnen. Das ist kein gutes Zeichen für CEO Elon Musk.

Je länger Tesla sich wie ein politischer Meme-Account und immer weniger wie ein Autohersteller verhält, desto mehr Raum gibt es etablierten Marken, ihre treuen Kunden zurückzugewinnen.

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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