Aufgrund von Problemen im Datenmanagement und der Unvorhersehbarkeit von KI-Technologien verschärfen die Behörden in Maryland die Kontrollen beim Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der öffentlichen Verwaltung. Staatliche und lokale Behörden legen strenge Implementierungsverfahren fest, bevor sie die Integration von KI in öffentliche Dienstleistungen genehmigen.
Im Januar unterzeichnete Gouverneur Wes Moore eine Exekutivanordnung zur Förderung und Schaffung eines klaren Rahmens für die Regulierung von KI. Er betonte, dass KI reguliert werden müsse, da sie zwar Vorteile biete, aber auch Risiken wie Datenschutzverletzungen mit sich bringe. Dies führte zur Einrichtung eines KI-Unterkabinetts unter dem Vorsitz der IT-Ministerin von Maryland, Katie Savage. Ziel des Unterkabinetts war die Entwicklung von Rahmenbedingungen für die Implementierung von KI im Bundesstaat Maryland.
Die Stadt Baltimore und Anne Arundel County setzen die Offenlegungsvorschriften für KI durch
Die Stadt Baltimore und Anne Arundel County verschärfen die Vorschriften für den Einsatz von KI. Eine Anordnung des Bürgermeisters von Baltimore, Brandon Scott, schreibt die vollständige Offenlegung aller KI-gestützten Verfahren vor, die bei der Erstellung von Berichten, Dokumenten oder sonstigen Mitteilungen der Stadtverwaltung zum Einsatz kommen. Die Anordnung untersagt es Mitarbeitern außerdem, interne Informationen in KI-Plattformen wie ChatGPT einzugeben, da befürchtet wird, dass dies zum Austritt sensibler Daten aus Regierungsbehörden führen könnte.
Auch Anne Arundel County hatdentund vorsichtig gehandelt. Chief Information Officer Jack Martin verpflichtet alle Kreisbehörden, die generative KI einsetzen wollen, sich bei seinem Büro zu registrieren und die Leistungsfähigkeit der Technologie kontinuierlich zu evaluieren.
Während KI die Arbeitsbelastung bei Aktivitäten wie der Zusammenfassung von 311-Anrufen verringert hat, wies Martin darauf hin, dass eine solche Technologie immer noch unberechenbar sei, und nannte als Beispiel einen gescheiterten Versuch, eine Datenbank fürtraceinzurichten.
Maryland verschärft die Datensicherheitsmaßnahmen angesichts des zunehmenden Einsatzes von KI
Die Behörden in Maryland räumen dem Datenschutz höchste Priorität ein, auch während sie das Potenzial von KI erforschen. Staatssekretärin Katie Savage betonte, dass der Schutz der Staatsdaten von größter Bedeutung sei, insbesondere im Hinblick auf die Einbindung von Drittanbietern.
Derzeit betreibt der Staat mehrere Rechenzentren und hat zudem Verträge mit IT-Giganten wie Google und Microsoft für Cloud-Speicherung abgeschlossen. Ihr Büro legt großen Wert auf diesetrac, da sie sicherstellen muss, dass alle Daten im Rahmen dieser Vereinbarungen angemessen geschützt sind und die Bedingungen der Drittanbieter den Sicherheitsanforderungen des Staates entsprechen.
Auch Experten betonen die Wichtigkeit eines vorsichtigen Vorgehens. So erklärte beispielsweise Dr. Kofi Nyarko, Professor an der Morgan State University, dass KI möglicherweise mehr Daten sammelt und verarbeitet als nötig, was die Datensicherheit und den Datenschutz gefährden könnte. Er empfahl daher, sensible Daten auf Servern im Inland zu speichern, anstatt sie in der Cloud abzulegen.

