Mango DAO, die Betreibergesellschaft des Mango Markets-Protokolls, strebt eine Einigung mit der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) über 223.228 US-Dollar an. Doch der Deal hat noch weitere Aspekte.
Die DAO plant, ihren Governance-Token MNGO zu vernichten und dessen Delisting von den Börsen zu erwirken. Mango Markets florierte einst auf der Solana -Blockchain, bevor das Unternehmen 2022 Opfer eines Hackerangriffs mit einem Schaden von 110 Millionen US-Dollar wurde.
Der Vergleichsvorschlag hat bereits die erforderliche Stimmenmehrheit unter den DAO-Mitgliedern erreicht, was bedeutet, dass er die nötige Unterstützung hat, um weiterverfolgt zu werden.
Wenn die SEC zustimmt, wird Mango DAO die Geldstrafe zahlen und alle in ihrem Besitz befindlichen MNGO-Token vernichten. Dies umfasst nicht nur die Token, die sich derzeit in ihrem Besitz befinden, sondern auch alle Token, die sie später erwerben könnten.
Token-Inhaber hatten bisher die Möglichkeit, über Änderungen abzustimmen und über die Verwendung der Gelder der DAO-Kasse zu entscheiden. Doch mit diesem Vorschlag scheinen die Tage des Tokens gezählt.
Aktuell hält Mango DAO den Großteil der MNGO-Token. Laut CoinGecko sind noch immer 1,3 Milliarden MNGO-Token im Umlauf, die einen Wert von etwa 19,5 Millionen US-Dollar haben.
Sollte die Einigung zustande kommen, wären diese Token wertlos. Der Rechtsvertreter der DAO, die Firma CyberByte sp. z o.o., bearbeitet diesen Einigungsvorschlag.
Im Oktober 2022 nutzte Avraham Eisenberg, ein für Kontroversen bekannter Kryptohändler, Mango Markets aus und erbeutete 110 Millionen Dollar. Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten.
Im Januar 2023 erhob die SEC Anklage gegen Eisenberg wegen Betrugs und Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Anschlag. Im April desselben Jahres wurde er für schuldig befunden.
Nach den Anklagen gegen Eisenberg begannen US-Regulierungsbehörden, Mango Markets genauer unter die Lupe zu nehmen. Da diese Ermittlungen nicht öffentlich gemacht wurden, ist unklar, ob die Idee zur Vernichtung der MNGO-Token von den Regulierungsbehörden stammte oder ob es sich um einen eigenen Versuch der DAO handelte, möglichen Problemen vorzubeugen.
In dem Vergleichsvorschlag erwähnte Brzeziński, dass die Aufsichtsbehörden bereits seit dem letzten Jahr Nachforschungen angestellt hätten, gab aber keine weiteren Details preis.

