Die Kryptomärkte zeigen sich vorsichtig mit deutlichen Put-Positionen bei Bitcoin und Ether

- Der Quartalsbericht von Nvidia führte zu einem Kursverfall Bitcoin und Ether. Die Märkte zeigten sich vorsichtig und bevorzugten Put-Optionen, was auf weiteres Abwärtspotenzial hindeutet.
- US-Wirtschaftsberichte und Spekulationen über eine Zinssenkung der Fed halten die Volatilität niedrig.
- Die Kryptopreise dürften auch im September weiterhin schwanken.
Die Kryptomärkte agieren heute äußerst vorsichtig, wobei sowohl Bitcoin als auch Ether-Optionen deutlich im Trend liegen. Nvidias beeindruckender Quartalsbericht löste gestern Abend eine classic „Sell the News“-Reaktion aus und drückte Bitcoin wieder auf 59.000 US-Dollar. Auch Ethereum stagnierte bei rund 2.500 US-Dollar.

Der Hype um Nvidia ist vorbei, und nun herrscht ein nervöser Markt, der wenig Risikobereitschaft zeigt. Über Nacht stieg die Volatilität im kurzfristigen Handel sprunghaft an, da die Spotpreise Bitcoin und Ether fielen.
Die Volatilität hat sich nach den Nvidia-Quartalszahlen rasch abgekühlt und liegt nun etwa 10 Punkte unter ihrem Höchststand. Laut QCP-Analystenist der Markt zumindest bis Oktober weiterhin auf Put-Optionen für BTC und ETH ausgerichtet. Das bedeutet, dass Händler mit weiteren Kursverlusten rechnen und nicht auf eine starke Erholung setzen.

Da nächste Woche der US-Arbeitsmarktbericht (ohne Landwirtschaft) veröffentlicht wird, könnte die Volatilität noch weiter sinken, da sich die Märkte auf eine längere Wartezeit einstellen, bis die US-Notenbank (Fed) Maßnahmen ergreift.
Was bewegt den Markt derzeit?
Der heutige US-BIP-Bericht dürfte für Kryptowährungen eine ziemliche Langeweile sein, es sei denn, er enthält neue Informationen über eine Verlangsamung der US-Wirtschaft.
Niemand erwartet große Kurssprünge. Und da keine wirklichen Impulse in Sicht sind, dürften Bitcoin und Ether auch im September weiterhin seitwärts tendieren.
Die Märkte haben die jüngste Rede des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell als Hinweis darauf interpretiert, dass bis Ende des Jahres bis zu vier Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte möglich sein könnten, und bis September 2025 vielleicht sogar acht.
Die Analysten von Nansen gehen davon aus, dass die Fed ihre Put-Option wieder einsetzt. Während Aktienmärkte eine solche Lösung begrüßen könnten, steht der Kryptomarkt weiterhin unter Druck.

Die Bank von Japan verfolgt einen anderen Ansatz und erhöht die Zinsen schrittweise, wobei sie die Marktstabilität im Auge behält. Andere große Zentralbanken scheinen einen Lockerungskurs einzuschlagen oder halten vorerst an ihren aktuellen Positionen fest, was erklären könnte, warum einige Anleger weiterhin ihre Krypto-Positionen halten.
Auf politischer Ebene sorgt der US-dentfür zusätzliche Unsicherheit. Kamala Harris liegt derzeit knapp vor Donald Trump, und ihr Kurswechsel von links hin zu einer eher zentristischen Politik wirft viele Fragen hinsichtlich ihrer zukünftigen Wirtschaftspolitik auf.
Kryptohändler sind besonders daran interessiert, was Kamala in Bezug auf die Unternehmenssteuern unternehmen könnte, da dies die Marktstimmung beeinflussen könnte. Sollte sie gewinnen und die vorteilhaften Unternehmenssteuersenkungen aus der Trump-Ära rückgängig machen, könnten wir Turbulenzen sowohl an den Aktien- als auch an den Kryptomärkten erleben.

Unternehmensrückkäufe beginnen in Kürze und dürften laut Goldman Sachs die Aktiennachfrage um rund 5 Milliarden US-Dollar ankurbeln. Im Kryptobereich zeigen die Indikatoren ein gemischtes Bild: Der Call-Put-Spread vonBitcoindeutet zwar auf ein risikofreudiges Marktumfeld hin, die Kursdynamik ist jedoch stagnierend.
Was passiert in der Blockchain? Die Marktkapitalisierung der Stablecoins steigt leicht, und die Gebühren für kettenübergreifende Transaktionen haben zugenommen, vor allem dank Tron und Binance. Insgesamt haben die Gebühren ihre Höchststände vom März jedoch noch nicht wieder erreicht.
Die Vermögenspreise brechen zwar nicht ein, boomen aber auch nicht gerade. Aavebeispielsweise ist seit Mitte August um 25 % gestiegen und hat Bitcoin im gleichen Zeitraum um 18 Prozentpunkte übertroffen.

Zu den weiteren Top-Performern zählen Helium und Tron. Die Stimmung bleibt jedoch insgesamt uneinheitlich. Krypto-Investoren agieren vorsichtig und warten ab, wie sich die Entwicklungen in den kommenden Wochen gestalten.
Befinden wir uns also noch in einem Bullenmarkt? Einige Indikatoren deuten darauf hin, dass wir den typischen Höhepunkt der Euphorie vergangener Zyklen noch nicht erreicht haben. Andere Indikatoren warnen hingegen davor, dass es sich um einen völlig anderen Markt handeln könnte, der von wenigen großen Playern wie Bitcoin, Solanaund einigen wenigen Trend-Coins dominiert wird.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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