In jüngster Zeit hat Senatorin Cynthia Lummis die Vorgehensweise der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) bei der Regulierung des Kryptowährungssektors öffentlich kritisiert. Ihre Äußerungen erfolgen im Zuge der Klage der SEC gegen die Kryptowährungsbörse Kraken und einer umfassenderen Überprüfung des Kryptosektors.
Die Durchsetzungsstrategie der SEC steht unter Beobachtung
Senatorin Lummis, eine bekannte Verfechterin klarer Krypto-Regulierungen, hat Bedenken hinsichtlich des auf Durchsetzung ausgerichteten Ansatzes der SEC geäußert. Laut Lummis benachteiligt die Strategie der SEC, die häufig zu Durchsetzungsmaßnahmen ohne vorherige klare Richtlinien führt, Krypto-Unternehmen, die regulatorische Klarheit anstreben. Dieser Ansatz, so argumentiert sie, habe nicht nur Innovationen gehemmt, sondern auch unbeabsichtigt Verbrauchern geschadet.
Die Äußerungen des Senators folgen auf eine Reihe von Maßnahmen der SEC gegen verschiedene Krypto-Handelsplattformen, darunter Kraken. Die US-Börsenaufsicht SEC wirft Kraken vor, als nicht lizenzierter Händler, Clearingstelle und Broker agiert zu haben. Laut SEC soll Kraken bis zu 33 Milliarden US-Dollar an Kunden-Kryptowährungen mit dem Firmenvermögen vermischt und damit gegen US-amerikanische Wertpapiergesetze verstoßen sowie Kundengelder gefährdet haben.
Die Klage gegen Kraken steht im Mittelpunkt der anhaltenden Debatte über die Rolle von Regulierungsbehörden im Kryptowährungsbereich. Die SEC wirft Kraken in ihrer Klage vor, nicht nur Kundengelder und Firmengelder vermischt, sondern auch gelegentlich cash auf Bankkonten für Betriebskosten verwendet zu haben.
Als Reaktion darauf fordert die SEC Strafen, die Rückforderung unrechtmäßig erlangter Gewinne und eindefiVerbot des Betriebs von Kraken als nicht registrierte Börse. Diese Klage unterstreicht die entschiedene Haltung der SEC gegenüber unregulierten Kryptoaktivitäten und bekräftigt das Engagement der Behörde für die Durchsetzung der bundesstaatlichen Wertpapiergesetze im Kryptobereich.
Gesetzliche Bemühungen um klarere Krypto-Regulierungen
Angesichts dieser regulatorischen Herausforderungen hat Senator Lummis gemeinsam mit Senatorin Kirsten Gillibrand (DN.Y.) einen umfassenden Gesetzentwurf zur Krypto-Regulierung eingebracht. Dieser Entwurf zielt darauf ab, einen klaren Regulierungsrahmen für die Kryptowährungsbranche zu schaffen. Darüber hinaus wurde ein Abschnitt von Lummis' Maßnahme zur Terrorismusfinanzierung kürzlich in den Verteidigungshaushaltsplan des Senats, den National Defence Authorization Act, aufgenommen.
Senator Lummis zeigte auch Interesse an dem im März 2022 veröffentlichten „Staff Accounting Bulletin 121“ der SEC. Diese Richtlinie verpflichtet Finanzinstitute, die Krypto-Assets für Kunden halten, diese Assets in ihren Bilanzen auszuweisen und die damit verbundenen Risiken offenzulegen. Durch die Fokussierung auf solche Richtlinien unternimmt Lummis bedeutende Anstrengungen, um mehr Klarheit und Rechtssicherheit seitens der Regulierungsbehörden in der Kryptowährungsbranche zu schaffen.
Darüber hinaus hat Senatorin Lummis in Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses, Patrick McHenry (RN, Carolina), ihre Unterstützung für den Rahmenplan des Ausschusses zu Kryptowährungen zum Ausdruck gebracht. Dieser Schritt signalisiert ein parteiübergreifendes Bemühen, die zukünftige Regulierung von Kryptowährungen in den Vereinigten Staaten mitzugestalten.

