Diedent und Geschäftsführerin der Federal Reserve Bank von Dallas, Lorie Logan, betonte, dass die politischen Entscheidungsträger die Kreditzinsen der Banken unverändert lassen sollten, um die Inflation vollständig zu bekämpfen.
Zinssenkungen möglicherweise notwendig sein könnten, falls sich Inflation und Arbeitsmarkt deutlich abschwächen. Am Dienstag, dem 15. Juli, erklärte Logan, ihrer Ansicht nach müsse die Geldpolitik noch eine Weile restriktiv bleiben, um die Inflation wieder auf das Zielniveau zu bringen.
Sie hob außerdem hervor, dass sie auch mit einer nur geringfügig restriktiven Politik ein hohes Beschäftigungsniveau aufrechterhalten können.
Logan fordert in einem bestimmten Inflationsszenario dringend niedrigere Zinsen
Während ihrer dreijährigen Amtszeit als CEO der Federal Reserve Bank von Dallas hat Logan die Inflationsproblematik im Bankgeschäft stets sorgfältig im Blick behalten. Kürzlich wies sie auf eine Inflationssituation hin, in der die Bank die Zinsen früher senken müsse.
Bei einer Veranstaltung in San Antonio erwähnte Logan, dass ein Szenario mit einer Mischung aus niedrigerer Inflation und einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt bald zu einem Bedarf an niedrigeren Zinssätzen führen könnte.
Währenddessen halten die Bundesbehörden die Zinssätze unverändert und beobachten abwartend die Auswirkungen von Trumps Zollpolitik auf die Preise. Für die Abgeordneten liegt die Herausforderung darin, die notwendigen Schritte für den Rest des Jahres festzulegen.
Im Juni führten Bundesbeamte eine Medianprognose zur Frage der Zinssenkungen durch. Neunzehn von ihnen rechneten mit zwei Zinssenkungen in diesem Jahr. Die übrigen neun erwarteten hingegen entweder nur eine Zinssenkung oder gar keine. Dies verdeutlichte, dass die unterschiedlichen Prognosen vor allem auf die verschiedenen Einschätzungen der Auswirkungen von Trumps Zollpolitik auf die Inflation zurückzuführen waren.
Zudem zeigten die am Dienstag, dem 15. Juli, veröffentlichten Daten zu den Verbraucherpreisen, dass der Preisanstieg im Vormonat geringer ausfiel als erwartet. Dies deutete auf einen unerwarteten Trend hin, der sich nun schon fünf Monate in Folge abgezeichnet hatte.
Dennoch bestand die Aussicht, dass Unternehmen die Kosten der Zölle künftig häufiger mit ihren Kunden teilen würden.
Logan warnt davor, sich auf kurzfristig positive Inflationsnachrichten zu verlassen
Logan kommentierte die am Dienstag veröffentlichten Daten und deutete an, dass der Leitzins der US-Notenbank im Juni wahrscheinlich angehoben werde. Sie warnte jedoch davor, sich zu sehr auf kurzfristige positive Inflationsmeldungen zu verlassen.
Aufgrund ihrer Argumentation zu kurzzeitig positiven Inflationsmeldungen hätten diese in der Vergangenheit Hoffnungen geweckt, nur um die Menschen dann bei steigender Inflation zu enttäuschen. Die CEO betonte, dass sie lediglich eine gewisse Zeit lang eine niedrige Inflation beobachten müsse, um vollends davon überzeugt zu sein, dass alles in Ordnung sei.
Neben Neuigkeiten zur Inflation ging Logan auch auf Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit von Bundesbeamten ein. Interessanterweise haben auch andere Beamte dieses Thema in letzter Zeit verstärkt hervorgehoben. Häufige Kritik und der US- dent Trumps anhaltende Forderungen nach niedrigeren Zinssätzen haben dieses Thema wieder auf die Tagesordnung gebracht.
Logan versuchte dies zu erklären und führte aus, dass eine Zentralbank kurzfristig durch Zinssenkungen die Zahl der Arbeitsplätze erhöhen könne. Dennoch, so ihre Argumentation, könnten zu starke Zinssenkungen die Preise erhöhen und damit die Vorteile einestronArbeitsmarktes zunichtemachen.
Um eine gesunde Wirtschaft langfristig zu gewährleisten, mahnte sie daher, dass eine Zentralbank ihre Entscheidungen sorgfältig abwägen müsse.
Trotz alledem haben die diesjährigen qualitativen Daten sowohl Bundesbeamte als auch Wirtschaftsexperten, die zuvor mit deutlich schlechteren Ergebnissen gerechnet hatten, sehr motiviert.

