Die Nvidia-Aktie (NVDA) erreichte am Montag nach Börsenschluss ein neues Allzeithoch von 216,61 US-Dollar und stieg um 4 %. Dies ist der erste Rekord seit Oktober letzten Jahres.
Die Rallye trieb die Marktkapitalisierung auf einen neuen Höchststand von 5,26 Billionen US-Dollar und machte das Unternehmen damit erneut zum einzigen weltweit mit einer so hohen Bewertung. Was für eine Ehre, Zeuge dieses historischen Ereignisses zu sein!.
Leider hinkt die NVDA-Aktie dem breiteren Chip-Markt weiterhin hinterher. Der Philadelphia Semiconductor Index legte im April um mehr als 36 % zu und notiert fast 50 % über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Händler von Goldman Sachs (GS) sagten am Wochenende, dass eine solche Kurslücke seit dem Höhepunkt der Dotcom-Blase nicht mehr beobachtet worden sei.
Nvidia hat im gleichen Zeitraum über 20 % zugelegt, liegt damit aber immer noch deutlich unter der Indexentwicklung, obwohl das Unternehmen mit 10,82 % das größte Mitglied im Index ist. Die Differenz seit Jahresbeginn ist noch größer: Nvidia stieg um 15 %, während der Philadelphia Semiconductor Index um rund 46 % zulegte.
Einige Analysten sehen noch Aufholpotenzial für die Aktie, insbesondere wenn Nvidia den Fokus stärker auf die Rendite für die Aktionäre durch Aktienrückkäufe und Dividenden legt.
Der Analyst Harlan Sur von JPMorgan (JPM) und sein Team stellten das Thema KI ebenfalls in den Mittelpunkt und schrieben: „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage im Zusammenhang mit KI dem GPU-Geschäft von NVDA für Rechenzentren über mehrere Jahre hinweg ein starkes Wachstum bescheren wird.“
Der breitere Markt erreichte am Montag ebenfalls Rekordwerte. Der S&P 500 stieg um 0,12 % und schloss bei 7.173,91 Punkten, während der Nasdaq Composite um 0,20 % zulegte und bei 24.887,10 Punkten beendete.
Beide Indizes erreichten im Tagesverlauf neue Allzeithochs. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 62,92 Punkte bzw. 0,13 % und schloss bei 49.167,79 Punkten.
Die Kursgewinne blieben gering, da die Ölpreise stiegen, während die Gespräche zwischen den USA und dem Iran weiterhin festgefahren waren und die Spannungen in der Straße von Hormus zunahmen. West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich um 2,09 % auf 96,37 US-Dollar pro Barrel, während Brent um 2,75 % auf 108,23 US-Dollar zulegte.
Der Chiphandel zeigte ebenfalls erste Anzeichen von Ermüdung. Der iShares Semiconductor ETF fiel am Montagnachmittag um etwa 2 % und steuerte nach einer 18 Handelstage andauernden Gewinnserie auf seinen ersten Verlusttag trac.
Seit dem Tiefpunkt des Marktes während des US-Iran-Krieges am 30. März war der ETF bis zum Handelsschluss am Freitag um fast 50 % gestiegen und lag am Montag immer noch fast 46 % über diesem Tiefstand.