Ledger stellt inmitten der Krypto-Kontroverse einen Cloud-basierten Wiederherstellungsdienst vor

Hauptbuch
- Die Cloud-Wiederherstellungsfunktion von Ledger erhöht die Sicherheit wichtiger Funktionen.
- Die Identitätsprüfung von Ledger unterscheidet sich von KYC.
- Trezor setzt weiterhin auf physische Backups.
Ledger, ein führender Name im Bereich Hardware-Wallets, hat offiziell die Einführung von Ledger Recover bekannt gegeben, einem ID-basierten Dienst zur Wiederherstellung privater Schlüssel, der speziell für Nutzer von Ledger-Hardware-Wallets entwickelt wurde. Dieser Schritt erfolgt nach erheblichen Kontroversen innerhalb der Kryptowährungs-Community. Die Veröffentlichung fällt mit der Fertigstellung des Open-Source-Codes für Ledger Recover auf GitHub durch Ledger zusammen.
Ledger Recover bietet in Zusammenarbeit mit der Blockchain-Schutzplattform Coincover einen kostenpflichtigen Abonnementdienst an, mit dem Nutzer ihre geheime Wiederherstellungsphrase (SRP) schützen können. Die SRP ist eine einzigartige Liste von 24 Wörtern, die für die Sicherung privater Schlüssel und den Zugriff auf Krypto-Assets unerlässlich ist.
Ein Sprecher von Ledger erklärte, dass die Ledger-Wallet eine zufällige Folge von Einsen und Nullen verschlüsselt, aus der das SRP generiert wird. Diese verschlüsselte Folge wird anschließend in drei Teile aufgeteilt, um ein Backup des SRP zu erstellen. Ledger Recover arbeitet ausschließlich mit diesen Fragmenten und greift niemals auf das SRP im lesbaren Format zu. Die sichere Verteilung dieser verschlüsselten SRP-Fragmente erfolgt über durchgängig verschlüsselte und authentifizierte Kanäle, an denen drei unabhängige Unternehmen beteiligt sinddent Ledger, Coincover und EscrowTech. Der Sprecher betonte, dass dieser Ansatz einen Single Point of Failure ausschließt und ein Höchstmaß an Sicherheit bietet.
Ledger optionale Cloud-Schlüsselwiederherstellung und globale Erweiterung
Ledger Recover wurde für Benutzer entwickelt, die eine erhöhte Ausfallsicherheit wünschen, falls ihr SRP jemals verloren geht oder zerstört wird. Charles Guillemet, Chief Technology Officer von Ledger, betonte, dass Ledger Recover völlig optional sei und erklärte:
„Wenn Sie den Service nicht nutzen möchten, kein Problem – er bleibt immer zu 100 % optional. Sie können Ihr Ledger-Konto einfach wie gewohnt weiter nutzen – es ändert sich nichts.“
Ledger Recover ist zunächst mit Ledger Nano X kompatibel. Die Integration von Ledger Stax und Ledger Nano S Plus wird in Kürze erwartet. Bitte beachten Sie, dass diese Lösung nicht mit Ledger Nano S kompatibel ist, wie in den FAQ zu Ledger Recover erläutert.
Zum Start wird Ledger Recover für Inhaber von Reisepässen oderdentin den USA, Kanada, Großbritannien und der Europäischen Union verfügbar sein. Das Unternehmen plant, die Abdeckung auf weitere Länder auszuweiten und zusätzliche Dokumentenarten zu unterstützen.
Ledger hat ausdrücklich klargestellt, dassdentsich der für Ledger Recover erforderliche Identitätsprüfungsprozess von den KYC-Prüfungen (Know Your Customer) zentralisierter Kryptobörsen unterscheidetDasUnternehmen betonte, dass sein Wiederherstellungssystem lediglich ein gültiges, von einer Behörde ausgestelltes Dokument benötigt. Im Gegensatz zu KYC, das verschiedene Formen der Datenerfassung umfassen kann,dentIdentitätsprüfung für Ledger Recover deutlich weniger Informationen.
Laut Informationen aus Social-Media-Beiträgen bietet Ledger den Ledger Recovery-Service für 9,99 US-Dollar pro Monat bzw. ca. 120 US-Dollar pro Jahr an. Abonnements werden bei Nichtzahlung vorübergehend gesperrt, können aber innerhalb der nächsten neun Monate gegen eine Bearbeitungsgebühr von 50 Euro zuzüglich des ausstehenden Betrags reaktiviert werden.
Diese Einführung erfolgt, nachdem Ledger seinen Wiederherstellungsdienst aufgrund von Kritik aus der Community vorübergehend eingestellt hatte. Ledger-CEO Pascal Gauthier kündigte an, dass der Dienst wieder aufgenommen werde, sobald der zugehörige Open-Source-Code verfügbar sei.
Bemerkenswert ist, dass Ledgers größter Konkurrent, Trezor, auf die Einführung einer cloudbasierten Lösung zur Wiederherstellung privater Schlüssel verzichtet hat. Stattdessen setzt Trezor auf eine physische Backup-Lösung und hat mit Trezor Keep Metal ein eigenes Tool zur Wiederherstellung physischer Seed-Phrasen auf den Markt gebracht.
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Edward Hopelane
Edward Hopelane ist zertifizierter Content-Spezialist und Business Developer. Er schreibt enjüber Zukunftstechnologien wie Blockchain, Krypto/NFTs, Web3, Metaverse, Künstliche Intelligenz, UI/UX und vieles mehr. Dank seiner umfassenden Blockchain-Erfahrung gelingt es ihm, komplexe Web3-Themen in leicht verständlichen Blogbeiträgen darzustellen.
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