KuCoin soll US-Vorschriften umgangen haben, das US-Justizministerium erhebt Anklage

Kucoin
- Das US-Justizministerium hat KuCoin und seine Gründer wegen Verstoßes gegen Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche und wegen Betriebs ohne Lizenz angeklagt.
- KuCoin wird vorgeworfen, keine ordnungsgemäßen AML-Verfahren implementiert zu haben, darunter die Überprüfung derdentund die Einreichung von Verdachtsmeldungen.
- Zusätzlich zu den strafrechtlichen Anklagen des US-Justizministeriums hat die CFTC ein Zivilverfahren gegen KuCoin eingeleitet, was die rechtlichen Herausforderungen für die Börse verschärft.
Das US-Justizministerium (DOJ) hat die Kryptowährungsbörse KuCoin und ihre beiden Gründer, Chun Gan und Ke Tang, wegen des Betriebs eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts und des Verstoßes gegen den Bank Secrecy Act angeklagt.
am Dienstag veröffentlichten Anklage wird KuCoin vorgeworfen, kein ausreichendes Programm zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) eingerichtet, die Identität der Kunden nichtdentund die erforderlichen Verdachtsmeldungen nicht eingereicht zu haben.
Einzelheiten der Gebühren
Laut dem US-Justizministerium (DOJ) hat KuCoin seine Geschäftstätigkeit falsch dargestellt, indem es behauptete, keine US-Kunden zu bedienen, obwohl es in den USA eine beträchtliche Nutzerbasis hatte. Diese Falschdarstellung ist Kernpunkt der Anklage, die die Rolle der Plattform bei der Geldwäsche von über neun Milliarden US-Dollar hervorhebt. Der US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York, Damian Williams, wies darauf hin, dass Finanzinstitute wie KuCoin, die vom US-Markt profitieren, verpflichtet sind, die US-Vorschriften zur Bekämpfung von Kriminalität und Korruption im Finanzwesen einzuhalten. KuCoin wird vorgeworfen, diese Vorschriften vorsätzlich umgangen zu haben.
Die Anklageschrift führte die Geschäftspraktiken von KuCoin weiter aus und legte nahe, dass die Börse ihre bedeutende US-amerikanische Kundenbasis nutzte, um zu einer der weltweit größten Börsen für Kryptowährungsderivate und Spotgeschäfte zu werden. Sie erwähnte zudem tägliche Handelsumsätze in Milliardenhöhe und ein jährliches Handelsvolumen von Billionen Dollar. Trotz dieser Größenordnung soll die Börse grundlegende rechtliche Anforderungen in den Vereinigten Staaten missachtet haben.
Parallele Zivilklage der CFTC
Am Dienstag leitete die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ebenfalls ein Verfahren gegen KuCoin ein. Dem Unternehmen, das für seine Spot- und Futures-Handelsangebote bekannt ist, wird vorgeworfen, ohne Registrierung als Futures Commission Merchant, Swap Execution Facility oder Designated Contracttraczu sein. Darüber hinaus wird in der Klage behauptet, KuCoin habe kein Programm eingerichtet, das den „Know Your Customer“-Anforderungen (KYC) der CFTC entspricht.
Die CFTC strebt finanzielle Strafen, Handels- und Registrierungsverbote sowie eine gerichtliche Anordnung an, während das Justizministerium neben strafrechtlichen Sanktionen auch die Beschlagnahme von Vermögenswerten anstrebt. In einer Erklärung bezeichnete Darren McCormack, Sonderbeauftragter der Homeland Security Investigations, KuCoin als „vermeintliche kriminelle Verschwörung im Wert von Milliarden“ und hob dessen Status als eine der größten Kryptowährungsbörsen hervor.
Die Schritte vom Dienstag folgen unmittelbar auf die Beilegung vergleichbarer Vorwürfe durch das US-Justizministerium, die CFTC und das Finanzministerium gegen Binance, die gemessen am Handelsvolumen als die größte Kryptowährungsbörse weltweit gilt.
Nach der Ankündigung sank der Kurs des KuCoin-eigenen Tokens KCS um 5 %. Gleichzeitig Bitcoin (BTC) einen Kursrückgang von 1 % und schwankte im Laufe des Tages. Laut Coinmarketcap notiert er aktuell bei etwa 70.000 US-Dollar.
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Damilola Lawrence
Damilola Lawrence berichtet seit über fünf Jahren über Kryptomärkte und Technologie. Zuvor veröffentlichte er Krypto-Analysen und -Einblicke in TheShibMagazine, CryptoMode, Qweens Magazine und die Recording Academy, bevor er zu Web3 wechselte. Bei Cryptopolitanist er Spezialist für Kryptopreisprognosen. Nach seinem Bachelor-Abschluss absolvierte er ein Masterstudium in IT-Cybersicherheit an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität.
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