Südkoreas BDACS hat offiziell KRW1 eingeführt, eine digitale Währung, die an den Wert des Won gekoppelt ist. Der Stablecoin wird über Avalanche ausgegeben und durch sicher bei der Woori Bank verwahrte Gelder gedeckt.
BDACS gab sogar an, einen Machbarkeitsnachweis für den Fonds erfolgreich erbracht zu haben. Das Unternehmen merkte außerdem an, dass es mit diesem Asset eine bedeutende Rolle im aufstrebenden heimischen Stablecoin-Markt anstreben wolle.
Es hieß: „Obwohl große Technologieunternehmen möglicherweise irgendwann in den Markt eintreten werden, ist KRW1 bereits mittroninstitutioneller Unterstützung der Woori Bank und globaler Blockchain-Partner betriebsbereit. Diese Kombination bietet eine Infrastrukturtiefe, die große Technologieunternehmen allein nicht erreichen können. BDACS sieht diese Unternehmen eher als potenzielle Kooperationspartner denn als Konkurrenten.“
Das KRW1-System von BDACS ist für grenzüberschreitende Überweisungen, Zahlungen und Einzahlungen konzipiert
BDACS versicherte den Nutzern, dass die Systeme von KRW1 für die Token-Erstellung, die Reserveverwaltung und die Echtzeitverbindung zur Woori Bank wie vorgesehen funktionieren. Das Unternehmen betonte, dass die transparente Struktur darauf abziele, das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen und eine breitere Akzeptanz des Tokens zu fördern.
In der Pressemitteilung des Unternehmens hieß es: „Der Start geht weit über die Token-Ausgabe hinaus. BDACS hat ein umfassendes Rahmenwerk entwickelt, das Ausgabesysteme und Verwaltungssysteme sowie eine benutzerfreundliche App zur Unterstützung von Peer-to-Peer-Überweisungen und Transaktionsverifizierung umfasst.“
Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass KRW1 sich zu einer weit verbreiteten digitalen Währung entwickeln soll, die grenzüberschreitende Überweisungen, Zahlungen, Einlagen und Anlageprodukte unterstützt. Darüber hinaus werden staatliche Anwendungen geprüft, darunter Abwicklungssysteme für die Verteilung von Nothilfe. Geplant ist auch die Ausweitung von KRW1 auf andere Blockchains, und es laufen Gespräche mit Emittenten von USDT und USDC über mögliche Kooperationen.
Südkorea wird voraussichtlich bis zum nächsten Jahr das Gesetz zur Grundlage digitaler Vermögenswerte verabschieden
Die Einführung von KRW1 erfolgt just in dem Moment, in dem Südkorea kurz vor der Verabschiedung eines neuen Gesetzes steht, das die Rahmenbedingungen für die Ausgabe, Verwahrung und Verwendung von Stablecoins festlegen wird. Wie Cryptopolitan , kündigte die People Power Party (PPP), eine der wichtigsten rechtsgerichteten Parteien Südkoreas, im April an, einen Gesetzentwurf zur Förderung des Kryptowährungssektors des Landes voranzutreiben.
Das digitaler Vermögenswerte (Digital Asset Basic Act) zielt darauf ab, den Markt für digitale Vermögenswerte besser zu strukturieren und zu überwachen, mit dem Fokus auf dem Schutz von Anlegern und der Sicherung der Stabilität des Finanzsystems. Darüber hinaus gaben die nationalen Finanzbehörden bekannt, dass sie an einer Lockerung ihrer bisher strengen Regeln für den Kryptowährungsmarkt arbeiten.
Die neue Gesetzesinitiative zielt darauf ab, Südkoreas Position als globaler Vorreiter in der Blockchain-Technologie und im Bereich digitaler Vermögenswerte zu festigen. Südkorea rechnet mit ihrer vollständigen Umsetzung im nächsten Jahr.
Die bisherige Unterstützung der Regierung für einen auf Won basierenden Stablecoin-Markt hat einetronpolitische Dynamik erzeugt, während die Gesetzgeber noch an den ausstehenden Gesetzesvorlagen arbeiten. Lokale Banken und Fintech-Unternehmen bereiten ebenfalls die Einführung eigener Stablecoins vor und sichern sich Markenrechte für die entsprechenden Tickersymbole. Einige Regulierungsbehörden warnen jedoch vor einer unkontrollierten Ausgabe von Stablecoins und fordern, diese auf lizenzierte Banken zu beschränken.
Die Einführung von KRW1 vor Inkrafttreten neuer Regulierungen verschafft BDACS einen Vorsprung und positioniert das Unternehmen als zukunftsorientierten Akteur im Markt. Die Partnerschaft mit der Woori Bank bietet zudem ein solides institutionelles Fundament, das andere Banken in Südkorea zu ähnlichen Kooperationen anregen könnte. Analysten gehen davon aus, dass dieser Schritt wegweisend für die Einführung von Stablecoins in ganz Asien sein könnte, wo die Regierungen noch an den Regeln für digitale Vermögenswerte arbeiten.

