JPMorgan prognostiziert einen Goldpreis von 4.500 US-Dollar pro Unze bis zum vierten Quartal 2026 und begründet dies mit einer schwächeren Nachfrage

- JPMorgan senkte am 3. Juli seine kurzfristigen Goldpreisaussichten und prognostizierte einen Seitwärtstrend vor einer Erholung auf 4.300 US-Dollar pro Unze im dritten Quartal und 4.500 US-Dollar im vierten Quartal 2026.
- Eine schwächere Nachfrage und eine erneute Sensibilität gegenüber Realzinsen sind die wichtigsten kurzfristigen Faktoren.
- Die Bank bleibt auch über das Jahr 2026 hinaus optimistisch und verweist auf die Käufe der Zentralbanken sowie die strukturelle Allokationsnachfrage als langfristige Stützen.
JPMorgan geht davon aus, dass sich die Goldpreise in den kommenden Wochen seitwärts bewegen werden, bevor sie bis zum vierten Quartal 2026 auf 4.500 US-Dollar pro Unze steigen. Die Bank passt ihre kurzfristige Prognose aufgrund der gesunkenen Nachfrage aus wichtigen Käufersektoren an.
Laut einem Reuters-Bericht prognostiziert die Wall-Street-Bank einen Durchschnittspreis von 4.300 US-Dollar pro Unze im dritten Quartal, der im vierten Quartal auf 4.500 US-Dollar steigen soll. JPMorgan geht weiterhin von einem steigenden Goldpreis aus, allerdings nicht mehr so schnell wie ursprünglich erwartet.
Neuausrichtung aufgrund sinkender Nachfrage
Laut einer Analyse von JPMorgan hat die Kaufkraft abgenommen , und Gold reagiert zudem empfindlicher auf Veränderungen der Realzinsen.
Diese Veränderungen haben Gold im Vergleich zu anderen Anlagegütern wenigertracgemacht, was wiederum den kurzfristig erzielbaren Preisen eine Obergrenze setzt.
Die Bank bezeichnete die aktuelle Preissituation laut Binance News als „seitwärts gerichtet“. Dies bedeutet, dass Händler mit einer Seitwärtsbewegung rechnen sollten, bevor eine Erholung im zweiten Halbjahr einsetzt.
JPMorgan ist der Ansicht, dass längerfristige Prognosen weiterhin gültig sind
JPMorgans mittel- bis langfristige Einschätzung bleibt weiterhin ausgesprochen positiv, und die Bank hat drei strukturelle Faktoren identifiziert, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dafür sorgen, dass der Goldpreis bis 2027 weiter steigen wird.
Die Zentralbanken weltweit bauen ihre Goldreserven weiterhin verstärkt aus. Zudem wird erwartet, dass die physische Nachfrage nach dem Edelmetall in den kommenden Monaten weiter steigen wird. Schließlich investieren institutionelle Anleger weiterhin einen Teil ihrer Portfolios in Gold, um sich gegen Risiken abzusichern – ein Trend, der sich voraussichtlich nicht umkehren wird.
JPMorgan geht davon aus, dass diese Faktoren die Rolle von Gold als sicherer Hafen und Alternative zur Reservewährung aufrechterhalten werden, selbst wenn die kurzfristige Preisentwicklung Privatanleger enttäuscht.
Gold und Bitcoin wurden im Jahr 2025 und bis ins Jahr 2026 hinein als konkurrierende makroökonomische Absicherungsinstrumente gehandelt. Der Bericht von JPMorgan, der einen „in einer bestimmten Bandbreite schwankenden“ Goldpreis erwartet, könnte kurzfristig möglicherweise einen Teil des institutionellen Kapitals in Richtung des Kryptomarktes lenken.
Die langfristig optimistische Haltung der Bank bedeutet jedoch, dass Gold auch in absehbarer Zeit kein wichtiger Wertspeicher bleiben wird.
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Opeyemi Olanrewaju
Opeyemi ist spezialisiert auf die Erstellung und Optimierung hochwertiger Inhalte mit Fokus auf Kryptowährungen, globale Finanzmärkte und Wirtschaft. Er absolvierte sein Medizinstudium (MBBS) an der Universität Ibadan. Er war Chefredakteur der Hochschulzeitung und zuvor bei CFA tätig. Seit über sechs Jahren trägt er als Nachrichtenredakteur bei Cryptopolitanmaßgeblich zur Einzigartigkeit des Magazins bei.
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