Jamie Dimon, der Vorstandsvorsitzende von JPMorgan Chase, hat heute öffentlich Elon Musks Führung des neu geschaffenen Department of Government Efficiency (DOGE) unterstützt.
In einem Interview mit CNBC am 22. Januar bezeichnete Jamie Elon als „unseren Einstein“ und erklärte, der Milliardär und Unternehmer sei genau der Richtige, um die Ineffizienz der US-Bundesregierung zu bekämpfen. Jamie fügte hinzu, er und JPMorgan seien bereit, Elons Bemühungen nach Kräften zu unterstützen.
Jamies Äußerungen erfolgen, nachdemdent Donald Trump eine Exekutivanordnung zur Gründung des DOGE-Ministeriums unterzeichnet hat. Laut Elon Musk soll diese Initiative veraltete IT-Systeme der Bundesregierung modernisieren und die Arbeitsweise in Washington grundlegend verändern.
Jamie bezeichnete die Regierung als aufgebläht und rechenschaftspflichtig und sagte: „Niemand glaubt, dass das Überweisen einer weiteren Billion Dollar nach Washington die Lösung ist. Wir brauchen Ergebnisse, und zwar schnell.“
Rechtliche Probleme werfen jedoch bereits einen Schatten auf das Ministerium. Es wurden Klagen eingereicht, in denen dem DOGE vorgeworfen wird, gegen Bundesgesetze für Beratungsgremien zu verstoßen. Elon Musk erklärte jedoch, das kümmere ihn überhaupt nicht.
Jamie verteidigt Zölle inmitten globaler Handelsspannungen
Im Gespräch über Elon Musk und DOGE ging Jamie auch aufdent Trumps Zollpläne ein. Dieser plant 10-prozentige Zölle auf China und 25-prozentige auf Mexiko und Kanada.
Jamie verteidigte die Zölle auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos als Instrument zum Schutz amerikanischer Interessen. „Wenn es die Inflation etwas anheizt, aber gut für die nationale Sicherheit ist, dann ist das eben so. Man muss es akzeptieren“, sagte Jamie.
Unterdessen bezeichnete David Solomon, CEO von Goldman Sachs, die Zölle als Teil einer umfassenderen Strategie zur Neuausrichtung der Handelsabkommen und sagte: „Durchdacht eingesetzt, könnten sie das US-Wachstum langfristig ankurbeln.“ Die Zölle sollen lautdent Trump am 1. Februar in Kraft treten.
Jamie sprach auch über den US-Aktienmarkt, der 2023 und 2024 zwei Jahre in Folge jährliche Zuwächse von mehr als 20 % verzeichnete. Die Performance des S&P 500 ist die erste seit über 25 Jahren, bei der derartige aufeinanderfolgende Zuwächse erzielt wurden.
„Die Vermögenspreise liegen im oberen Zehn- bis Fünfzehntel ihrer historischen Bewertungen“, sagte er. Er wies darauf hin, dass auch Teile des Anleihenmarktes, darunter Staatsanleihen, Rekordhochs erreicht haben. Diese überhöhten Preise, warnte Jamie, könnten zu unangenehmen Überraschungen führen, falls die wirtschaftlichen Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Globale Risiken bereiten ihm ebenfalls Sorgen. Er nannte den andauernden Krieg in der Ukraine, die Spannungen im Nahen Osten und die wachsende Bedrohung durch China als Faktoren, die die Weltwirtschaft im nächsten Jahrhundert prägen könnten. „Alles hängt miteinander zusammen, und das beunruhigt mich“, sagte Jamie.

