Jeremy Allaire von USDC-Circle sagt: „Wir wollen ein Grundpfeiler des Internets sein.“

- Jeremy Allaire möchte, dass die Technologie von Circle zu einem Kernbestandteil der globalen Geldabwicklung im Internet wird.
- Circle hat die Arc-Blockchain ins Leben gerufen und Partnerschaften mit Unternehmen wie BlackRock, Visa, AWS und Intuit geschlossen.
- Circle erzielte im dritten Quartal einen Gewinn von 740 Millionen Dollar, doch der Aktienkurs sank aufgrund von Kursverlusten am Kryptomarkt um 57 %.
Jeremy Allaire, Mitbegründer und CEO von Circle, möchte, dass sein Unternehmen zu einem zentralen Bestandteil der Internetinfrastruktur wird.
„Ich hoffe, dass wir am Betrieb einer wichtigen neuen Infrastrukturschicht des Internets beteiligt sind“, sagte Jeremy im Podcast „Opening Bid Unfiltered“ von Yahoo Finance. „Dass wir etwas aufbauen, das einen wesentlichen Teil dieser neuen Wirtschaft antreibt.“
Jeremy geht davon aus, dass Stablecoins und die Tokenisierung von Vermögenswerten das Geldwesen im nächsten Jahrzehnt dominieren werden. „In zehn Jahren werden diese neuen Geldformen (Stablecoins und Tokenisierungen im Allgemeinen) einen wesentlich größeren Anteil am Gesamtwert des Wirtschaftssystems ausmachen“, sagte er und fügte hinzu, dass das System „globaler, innovativer, inklusiver und mit höherer Umlaufgeschwindigkeit“ sein müsse
Circle zielt mit USDC und Arc auf globale Geldtransfers ab
Seit seinem Börsengang am 5. Juni hat Circle versucht, sich in der Finanzwelt zu etablieren. Der Zeitpunkt fiel perfekt mit der Unterzeichnung des GENIUS Act durchdent Donald Trump zusammen, einem Gesetz, das die Regeln für vermögensbesicherte digitale Token wie USDC festlegt. Das Gesetz schuf Rechtssicherheit für Stablecoin-Unternehmen und verschaffte Circle damit einen entscheidenden Rückenwind.
Circles Haupteinnahmequelle sind die Zinsen auf kurzfristige US-Staatsanleihen, die USDC decken. Und dieses Modell hat sich bewährt. Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen Umsätze und Reserveerträge in Höhe von 740 Millionen US-Dollar, ein Plus von 66 % gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 202 %.
Das hielt den Kursverfall jedoch nicht auf. Die Aktien sind in den letzten sechs Monaten um 57 % gefallen, was auf den Einbruch des Kryptomarktes zurückzuführen ist. Jeremy hält das für einen Fehler. Circle, so argumentiert er, sei kein Krypto-Unternehmen. „Wir passen in keine Schublade“, sagte.
Trotz des Kursrückgangs hält die Wall Street an ihrer Position fest. Laut Yahoo Finance empfehlen die meisten Analysten Circle weiterhin zum Kauf.
JPMorgan-Analyst Ken Worthington schrieb: „Stablecoins etablieren sich zunehmend im Mainstream-Finanzdienstleistungssektor, wobei USDC ein führender Stablecoin und Circle ein wichtiger Partner ist.“ Er fügte hinzu, dass Circle mehr USDC auf seine eigene Plattform überträgt, wodurch das Unternehmen mehr Kontrolle und Wachstumspotenzial erhält.
Jeremys größte Wette gilt Arc, der neuen Layer-1-Blockchain von Circle. Das Unternehmen hat sie im Herbst dieses Jahres eingeführt, um wirtschaftliche Transaktionen auf der Blockchain schneller und in großem Umfang abzuwickeln. Das Projekt hat bereits namhafte Partner an Bord: BlackRock, Visa und Amazon Web Services.
Im Dezember unterzeichnete Circle zudem einen mehrjährigen Vertrag mit Intuit, dem Hersteller von TurboTax. Durch diesen Vertrag wird USDC Millionen von amerikanischen Steuerzahlern und Kleinunternehmern zugänglich gemacht.
Zahlungskarten und Abrechnungssysteme verlagern sich hin zu Stablecoins
Während Jeremy tokenisierte Dollar im globalen Finanzwesen vorantreibt, ziehen andere dicht nach. Zahlungsunternehmen wetteifern darum, Karten mit Stablecoin-Anbindung auf den Markt zu bringen.
Damit können Nutzer USDC oder andere Token wie reguläre Dollar ausgeben. Der Händler erhält die Zahlung weiterhin in der jeweiligen Landeswährung. Doch im Hintergrund läuft alles über die Blockchain.
Cross River Bank und Highnote führen jetzt Karten ein, die Zahlungen mit Stablecoins ermöglichen. Laut Cosentino von Highnote ist diese Technologie genau das, was junge Startups wollen. „Langfristig werden Stablecoins zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Zahlungsverkehrs“, sagte er. „Eine selbstverständliche Funktion, die immer häufiger genutzt werden wird.“
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