Italien unterstützt die Pläne der EZB für den digitalen Euro voll, strebt aber eine Überarbeitung des Zahlungsplans an

- Italienische Banken, vertreten durch ABI-Generaldirektor Marco Elio Rottigni, bekunden ihre Unterstützung für das digitale Euro-Projekt der Europäischen Zentralbank.
- Die Banken plädieren dafür, die hohen Kosten der Einführung des digitalen Euro über einen längeren Zeitraum zu verteilen, um die finanzielle Belastung zu verringern.
- Der Gesetzgebungsprozess für den digitalen Euro hat Verzögerungen erfahren, insbesondere aufgrund des Widerstands einiger französischer und deutscher Banken.
Der italienische Bankensektor hat seinetronUnterstützung für das von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagene Projekt des digitalen Euro zum Ausdruck gebracht. Er sieht darin einen wichtigen Schritt, um die digitale Souveränität Europas zu erhalten und die Abhängigkeit von außereuropäischen Zahlungsanbietern wie US-amerikanischen Kartennetzwerken und Stablecoins zu verringern.
Während der italienische Bankensektor sich begeistert über die Initiative für den digitalen Euro, drängen die Banken auch auf einen flexiblen, langfristigen Zahlungsplan, um die erheblichen Implementierungskosten zu bewältigen, die sie im Vergleich zu anderen laufenden Investitionsausgaben als „sehr hoch“ bezeichnet haben.
„Wir befürworten den digitalen Euro, weil er das Konzept der digitalen Souveränität verkörpert“, sagte ABI-Generaldirektor Marco Elio Rottigni am Freitag. „Die Kosten für das Projekt sind jedoch im Hinblick auf die Kapitalausgaben, die Banken tätigen müssen, sehr hoch; sie könnten über einen längeren Zeitraum verteilt werden.“
Italiens Unterstützung für den digitalen Euro ist an eine Einschränkung geknüpft
Hauptziel der digitalen Version der Einheitswährung, an der die EZB intensiv gearbeitet hat, ist die Stärkung der Währungssouveränität bei gleichzeitiger Verringerung der Abhängigkeit von außereuropäischen Zahlungsdienstleistern und die Eindämmung des Aufstiegs von Stablecoins.
Leider verlief der Gesetzgebungsprozess jedoch schleppend, da einige französische und deutsche Banken Widerstand leisteten. Sie befürchteten, dass dies Millionen von Europäern dazu veranlassen könnte, für ihre täglichen Zahlungen auf eine Online-Geldbörse der EZB umzusteigen, was ihre Bankeinlagen schmälern würde.
Trotz des Widerstands hat der EZB-Rat das Projekt des digitalen Euro nach einer zweijährigen Vorbereitungsphase nun in die nächste Phase überführt.
„Wir befürworten einen zweigleisigen Ansatz, eine digitale Zentralbankwährung und digitale Währungen der Geschäftsbanken, die sich möglicherweise schneller entwickeln, denn Europa sollte auf keinen Fall ins Hintertreffen geraten“, sagte Rottigni.
Der offizielle Start wird voraussichtlich im Jahr 2029 erfolgen, nach einer Pilotphase, die voraussichtlich im Jahr 2027 beginnen soll, vorbehaltlich der Verabschiedung der EU-Gesetzgebung, die im Jahr 2026 erfolgen soll.
Unterdessen legte Fernando Navarrete, Mitglied des Europäischen Parlaments von der spanischen Partido Popular und zuständig für die parlamentarische Bewertung des digitalen Euro, am 28. Oktober einen Entwurf eines Berichts vor, in dem er eine abgespeckte Version des Systems befürwortete, um private Zahlungsinitiativen wie Wero, die von 14 europäischen Kreditgebern unterstützt wird, abzusichern.
Dies zeigt, dass zwar einige Stimmen im Parlament die allgemeine Bewegung unterstützen, aber nicht bereit sind, ohne etablierte Schutzmechanismen gegen finanzielle Belastungen weiterzumachen.
Wie andere Regionen mit ihren Plänen für eine digitale Zentralbankwährung vorankommen
Es besteht kaum Zweifel daran, dass die Einführung von CBDCs neue systemische Risiken birgt, darunter potenzielle Cyberangriffe und Bankenanstürme, die robuste Governance- und Sicherheitsmaßnahmen erfordern. Dennoch haben Länder wie China diesen Schritt vorangetrieben. Beobachter gehen davon aus, dass es sich dabei um Versuche handelt, die Währungshoheit zu wahren.
China bereitet sich schon seit Jahren auf seine digitale Zentralbankwährung (CBDC) vor und hat seinen digitalen Yuan bis 2025 in achtzehn Ländern eingeführt, von Thailand über Kasachstan bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Zu den anderen Ländern, die sich mit CBDCs beschäftigen, gehören Großbritannien mit seinem Britcoin, der sich noch in der Testphase befindet, und Japan mit dem digitalen Yen, der eine Alternative zum digitalen Yuan darstellen soll, aber ohne Dringlichkeit behandelt wird.
Schweden mit seiner e-Krona, einer Alternative, die als Open-Source-Digitalwährung mit teilweiser Anonymität für kleine Zahlungen getestet wird, und Brasilien mit dem DREX, integriert werden solltrac, zeigen, wie eine CBDC die finanzielle Inklusion fördern kann.
Die US-Gesetzgebung konzentriert sich derweil auf die Schaffung eines regulatorischen Rahmens zur Regulierung privater Stablecoin-Emittenten, während die Zentralbank aufgrund von Überwachungs- und Kontrollrisiken daran gehindert wird, jemals eine eigene CBDC auszugeben.
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Hannah Collymore
Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.
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