Inflationskrise: Verschlimmert der Schlachtplan der Fed die Lage?

Inflationskrise: Verschlimmert der Schlachtplan der Fed die Lage?
- Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Zinssätze zur Bekämpfung der Inflation aggressiv angehoben, was zu Unsicherheit über künftige Zinserhöhungen geführt und Debatten unter den Zentralbankern ausgelöst hat.
- Die Inflation ist von 7 % auf 4,2 % gesunken, die Arbeitslosigkeit auf 3,4 %, doch das 2-%-Ziel der Fed bleibt weiterhin unerreichbar, was einige dazu veranlasst, die Wirksamkeit der aktuellen Strategie in Frage zu stellen.
- Experten vermuten, dass die US-Notenbank (Fed) eine Änderung ihres Inflationsziels oder die Akzeptanz eines höheren Inflationsniveaus über einen längeren Zeitraum in Erwägung ziehen könnte, was Auswirkungen auf die Verbraucher und die Gesamtwirtschaft haben könnte.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) führt seit 14 Monaten einen anhaltenden Kampf gegen die Inflation. Die Leitzinsen wurden in diesem Zeitraum rasant angehoben – die schnellste Straffung seit 40 Jahren. Dieser Paradigmenwechsel hat die Zielspanne auf 5 % bis 5,25 % verschoben. Obwohl die Inflationsrate von 7 % auf 4,2 % gesunken ist, bleibt es ungewiss, ob die Fed die Zinserhöhungen im nächsten Monat aussetzen wird.
Fed-Gouverneur Philip Jefferson und derdent der Federal Reserve Bank von St. Louis, James Bullard, äußerten sich besorgt über die aktuelle Inflationsrate und bezeichneten die jüngsten Fortschritte bei der Kerninflation als „schlechte Nachricht“. Trotz des Inflationsziels der Fed von 2 % stiegen die Kernverbraucherpreise im April um 5,5 %, nach einem Anstieg von 5,6 % im März. Jefferson, dendent Joe Biden als nächsten stellvertretenden Fed-Vorsitzenden nominiert hat, musste sich klar zu einer möglichen Zinspause äußern.
Sowohl Jefferson als auch Bullard sind sich einig, dass die vollen Auswirkungen der raschen Straffung der Geldpolitik noch ausstehen. Bullard, der Mitte 2021 zu den Ersten gehörte, die sich für deutliche Zinserhöhungen aussprachen, hält die Stabilisierung der Inflationserwartungen nahe dem 2%-Ziel der Fed für „ermutigend“ und schätzt die Aussichten auf eine anhaltende Disinflation als „ziemlich gut“ ein
Veränderte Ziele und Zukunftsaussichten
Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, hat ebenfalls angedeutet, dass Zinserhöhungen vorerst ausgesetzt sein könnten. Da der Leitzins der Fed aktuell auf dem höchsten Stand seit Sommer 2007 liegt, geht der Finanzmarkt davon aus, dass die Fed die Zinsen zumindest für den Rest des Jahres beibehalten wird.
Das Inflationsziel der US-Notenbank von 2 % besteht seit Jahren und wurde ursprünglich eingeführt, um im Falle weiterer Wirtschaftsabschwünge eine Deflation zu verhindern. Dieses Ziel wurde jedoch noch nicht erreicht; die annualisierte Inflationsrate lag in sieben Jahren zwischen 2010 und 2020 unter 2 %.
Eine mögliche Kursänderung könnte eine Anpassung des Inflationsziels beinhalten. Einige Experten sind der Ansicht, dass eine höhere Inflation der US-Notenbank (Fed) mehr Handlungsspielraum im Kampf gegen künftige Rezessionen und Konjunkturabschwächungen eröffnen würde. Allerdings waren die Maßnahmen der Fed bisher nicht wirksam genug, um die Inflation einzudämmen und das Wirtschaftswachstum zu dämpfen, sodass Verbraucher mit höheren Preisen zu kämpfen haben.
Aktuelle Schätzungen der US-Notenbank (Fed) gehen davon aus, dass die Inflation im nächsten Jahr und möglicherweise auch noch 2025 bei rund 3 % liegen wird. Die Verbraucher werden sich anpassen müssen, und die Fed wird genau beobachten, wie gut sie damit zurechtkommen. Es bleibt die Frage, ob die Fed die Wirtschaft weiterhin im Griff haben wird, selbst wenn sie nicht das gesamte während der Pandemie in das System gepumpte Geld ausgleichen kann.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Kampf der US-Notenbank gegen die Inflation und ihre Bemühungen um eine Stabilisierung der Zinssätze zu einem Paradigmenwechsel in der Geldpolitik geführt haben. Angesichts dieser schwierigen Lage bleibt die zukünftige Entwicklung der Zinssätze, der Inflationsziele und der Gesamtwirtschaft ungewiss.
Der Inhalt dieses Artikels wurde teilweise durch einen aktuellen Bericht von Reuters inspiriert.
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Damilola Lawrence
Damilola Lawrence berichtet seit über fünf Jahren über Kryptomärkte und Technologie. Zuvor veröffentlichte er Krypto-Analysen und -Einblicke in TheShibMagazine, CryptoMode, Qweens Magazine und die Recording Academy, bevor er zu Web3 wechselte. Bei Cryptopolitanist er Spezialist für Kryptopreisprognosen. Nach seinem Bachelor-Abschluss absolvierte er ein Masterstudium in IT-Cybersicherheit an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität.
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