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Nähert sich der Kampf der Federal Reserve gegen die Inflation tatsächlich seinem Ende?

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 3 Minuten,
Nähert sich der Kampf der Federal Reserve gegen die Inflation tatsächlich seinem Ende?
  • Die US-Notenbank Federal Reserve steht kurz vor dem Erfolg im Kampf gegen die Inflation, der als „makellose Disinflation“ bekannt ist
  • Das US-Wirtschaftswachstum war mit einer annualisierten Rate von 3,3 % im vierten Quartal 2023tron, was einem vierteljährlichen Wachstum von 0,8 % entspricht.
  • Die PCE-Inflationszahlen zeigen einen Rückgang, die Kerninflation lag im Dezember unter 3 %.

In Finanzkreisen wird gemunkelt, die US-Notenbank könnte kurz vor dem Sieg im unerbittlichen Kampf gegen die Inflation stehen. Es ist wie gegen Ende eines Marathons: Die Beine sind müde, aber die Ziellinie ist in Sicht. Die jüngsten Wirtschaftsindikatoren deuten auf ein Phänomen hin, das als „makellose Disinflation“ bezeichnet wird – ein Szenario, in dem die Inflation sanft abebbt, ohne die Wirtschaft in eine Rezession zu stürzen oder die Arbeitslosigkeit in die Höhe zu treiben.

Angesichts der US-Wirtschaft, die im letzten Quartal 2023 mit einer robusten annualisierten Wachstumsrate von 3,3 % ihre Stärke unter Beweis stellte, könnte man argumentieren, dass sich die restriktive Geldpolitik der Fed auszahlt. Allerdings entspricht dieses Wachstum auf Quartalsbasis lediglich 0,8 % – eine ernüchternde Erkenntnis für all jene, die sich von hohen Zahlen blenden lassen.

Analyse der Inflationsdaten

Der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator, der Deflator der privaten Konsumausgaben (PCE), zeigt vielversprechende Anzeichen. Der PCE, der dem Verbraucherpreisindex (VPI) vorgezogen wird, bietet ein umfassenderes und konsistenteres Bild der Haushaltsausgaben. Für alle, die sich mit Zahlen auskennen, sind die Dezemberzahlen eine Wohltat. Die Kernrate, die Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, sank unter 3 %.

Bei genauerer Betrachtung der annualisierten PCE-Inflationsraten über verschiedene Zeiträume hinweg ergibt sich ein interessantes Bild. Die 12-Monats-Zahlen, der übliche Maßstab für die Inflation, sind nur ein Teil der Wahrheit. Jüngste Zeiträume zeigen, annualisiert, einen Rückgang der Inflation auf 2 % oder weniger. Zugegeben, einige zugrunde liegende Indikatoren, wie der bereinigte Mittelwert der Inflationsrate der Federal Reserve Bank of Dallas und der Median der Inflationsrate der Federal Reserve Bank of Cleveland, liegen hartnäckig höher. Doch seien wir beim Namen: Die Inflation scheint zumindest in den letzten sechs Monaten gezähmt zu sein.

Das Dilemma der Zinssenkung

Die große Frage, die alle beschäftigt: Was bedeutet das für die Zinsen? Die jüngste Inflationsentwicklung deckt sich weitgehend mit den Prognosen der Fed. Im Dezember 2023 hatte kein einziges Mitglied des Offenmarktausschusses (FOMC) niedrigere Inflationszahlen erwartet als die jetzigen. Doch bevor Sie in Jubel ausbrechen, denken Sie daran: Die Daten vom Dezember lassen keine Rückschlüsse auf das Jahr 2024 zu. Die Fed wird, wie ein vorsichtiger Schachspieler, wahrscheinlich weitere Signale abwarten, bevor sie Zinssenkungen ankündigt.

Wer auf Zinssenkungen spekuliert, sieht die Chancen für eine Senkung im März eher schlecht. Die Fed-Umfrage von CNBC zeigt im Vergleich zu den optimistischen Markterwartungen eine konservativere Einschätzung. Nur 9 % der Befragten rechnen mit einer Zinssenkung im März, die Mehrheit erwartet eher eine Senkung um Juni. Diedentsind weniger optimistisch als die Futures-Märkte und prognostizieren etwas mehr als drei Zinssenkungen in diesem Jahr.

Jetzt wird es interessant. Die Entscheidung der Fed ist ein Balanceakt. Zwar besteht keine dringende Notwendigkeit, die Wirtschaft abrupt abzubremsen, doch sie hat es auch nicht eilig, die Geldpolitik zu lockern. Die Gründe dafür sind vierfach:tronWachstum, Unsicherheit, die Angst vor politischen Kehrtwendungen und die geringen Kosten des Abwartens.

Die US-Wirtschaft hat selbst die optimistischsten Prognosen vom Dezember 2023 übertroffen. Dieses robuste Wachstum, gepaart mit der globalen Unsicherheit, sprichttrondafür, dass die Fed ihren Kurs beibehält. Hinzu kommt die Abneigung der Zentralbanker gegen radikale Kurswechsel und die geringen wirtschaftlichen Auswirkungen – beste Voraussetzungen für Geduld.

Diedenteiner Umfrage sehen die US-Notenbank in einer schwierigen Lage. Angesichts eines prognostizierten BIP-Wachstums auf 1,3 %, eines leichten Anstiegs der Arbeitslosenquote auf 4,3 % und eines Verbraucherpreisindexes von 2,7 % zum Jahresende ist der Weg in die Zukunft sowohl mit Risiken als auch mit Chancen verbunden.

Im Großen und Ganzen geht es nicht darum, ob die Fed ihren angestrebten Leitzins zwischen 3,3 % und 3,6 % bis 2025 erreichen wird, sondern darum, wie schnell und umsichtig sie dieses Ziel erreichen wird. Wie ein vorsichtiger Navigator wird die Fed voraussichtlich die Markterwartungen ignorieren und stattdessen einige Zinssenkungen vornehmen.

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