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Wird KI für kleinere Unternehmen günstiger?

VonAamir SheikhAamir Sheikh
Lesezeit: 3 Minuten
KI-Kleinunternehmen
  • Die Kosten für künstliche Intelligenz steigen für große Technologieunternehmen wie OpenAI, Microsoft, Meta und Amazon.
  • Kleinere Firmen haben heute jedoch deutlich mehr Auswahl und niedrigere Preise.
  • Neben kleinen Unternehmen gibt es noch zwei weitere Nutznießer der KI-Entwicklung.

Die Jagd nach künstlicher Intelligenz wird für große Technologieunternehmen immer kostspieliger, weshalb einige von ihnen ihre Prognosen für die Investitionen in diese Technologie revidieren. Amazon erweitert seine Rechenzentrumsinfrastruktur nach Saudi-Arabien und Mexiko und hat zudem Investitionen in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar für zwei riesige Rechenzentren in den USA angekündigt.

Technologiekonzerne geben Milliarden von Dollar für KI aus.

Auch die großen Technologiekonzerne erkennen die steigende Nachfrage nach KI in Unternehmen aller Größenordnungen und investieren daher verstärkt in KI-Infrastrukturen. Microsoft gab im ersten Quartal 2024 14 Milliarden US-Dollar aus und kündigte an, diese Summe im Laufe des Jahres weiter zu erhöhen. Die Investoren von Meta reagierten mit Bestürzung, als CEO Mark Zuckerberg die enormen Summen bekannt gab, die das Unternehmen in den kommenden Jahren für KI ausgeben wird – Schätzungen zufolge zwischen 35 und 40 Milliarden US-Dollar.

Anleger sind vor allem auf frühe Gewinne aus, daher war ein Kursrückgang der Unternehmensaktie zu erwarten. Diese fiel im nachbörslichen Handel um 19 % und reduzierte die Marktkapitalisierung des Unternehmens um 200 Milliarden US-Dollar. Zuckerberg war jedoch darauf vorbereitet, da er erwähnte, dass das Unternehmen bereits schwierige Zeiten durchgemacht habe. Er spielte damit auf das Metaverse-Projekt an, dessen Betrieb nach wie vor Milliarden von Dollar kostet und nur geringe Einnahmen generiert.

Angesichts dieser Zahlen wird deutlich, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur für die großen Technologiekonzerne kein Selbstläufer ist. So steigerte beispielsweise Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, ihre Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 91 % und investierte im letzten Quartal 12 Milliarden US-Dollar. Angesichts des Ressourcenbedarfs für das Training der neuen Generation großer KI-Modelle, einschließlich Rechenleistung und Energie, ist dies vorhersehbar.

Doch während große Unternehmen Milliarden investieren, profitieren vor allem zwei Gruppen von diesen Ausgaben, neben einer weiteren. Es handelt sich dabei um kleinere Unternehmen und Halbleiterhersteller sowie einen dritten Sektor: Betreiber riesiger Mengen nutzergenerierter Inhalte wie Zeitungen und Foren, beispielsweise Reddit.

Kleinere Unternehmen müssen nun weniger ausgeben.

Apropos unseres ersten Nominierten: Kleine Unternehmen profitieren von der verbesserten Infrastruktur und dem zunehmenden Wettbewerb im Bereich der künstlichen Intelligenz. Die Auswahl an KI-Tools wächst, und die Preise sinken. Katie Prescott lieferte in der Times ein hervorragendes Beispiel. Sie erwähnte Olio, eine Plattform für Menschen, die überschüssige Lebensmittel. Laut Prescott schätzte Olio die Kosten für den KI-Einsatz im Jahr 2023 auf 80.000 US-Dollar. Nach nur drei Monaten lag der Preis jedoch bei weniger als der Hälfte des ursprünglichen Betrags und sank schließlich auf 4.000 US-Dollar. 

OLio ist damit nicht allein; vielen kleinen Unternehmen geht es ähnlich, da die meisten von ihnen jetzt weniger als die Hälfte des ursprünglichen Preises zahlen. Zwar ist die Situation noch nicht für alle gleich, doch der Wettbewerb zwischen den Tech-Giganten und die Verfügbarkeit von Modellen wie dem Phi-3 von Microsoft, der sogar ohne Internetzugang auf einem Smartphone läuft und die gleiche Leistung wie zehnmal so große Modelle bietet, helfen kleinen Unternehmen defi. Wir gehen davon aus, dass die Preise weiter sinken werden.

Auch Halbleiterhersteller wie Nvidia profitieren von der KI-Welle, da neben neuen Innovationen auch die Milliardeninvestitionen großer Technologiekonzerne auf eine Handvoll Halbleiterhersteller wie Nvidia, AMD und Taiwan Semiconductor fließen, da die Nachfrage nach ihren Siliziumchips und Prozessoren aufgrund des Ausbaus von Rechenzentren um ein Vielfaches gestiegen ist. 

Nicht zuletzt schließen auch Zeitungen und Foren Lizenzvereinbarungen mit KI-Unternehmen ab, um deren Inhalte für das Modelltraining freizugeben. Reddit erklärte beispielsweise kürzlich, man bevorzuge den Dialog mit Unternehmen gegenüber rechtlichen Schritten, und die Financial Times soll laut Medienberichten ebenfalls eine Vereinbarung mit OpenAI über den Zugriff auf und die Nutzung von Inhalten getroffen haben; Details sind jedoch noch nicht bekannt. Dies sind nur einige derjenigen, die direkt von der KI-Entwicklung profitieren; unzählige Unternehmen nutzen KI für nahezu alle erdenklichen Anwendungsbereiche.

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Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Aamir Sheikh

Aamir Sheikh

Aamir ist Technologiejournalist mit fast sechs Jahren Erfahrung in der Krypto- und Technologiebranche. Er absolvierte die MAJ University mit einem MBA in Finanzen und Marketing. Derzeit arbeitet er für Cryptopolitan, wo er über die neuesten Entwicklungen auf den Kryptowährungsmärkten und Preisprognosen berichtet.

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