Das nigerianische Zentralbüro von Interpol hat die Auslieferungspapiere für Nadeem Anjarwalla, einen Binance Holdings, der derzeit mit rechtlichen Problemen zu kämpfen hat, fertiggestellt. Anjarwalla verließ Nigeria, nachdem er der Geldwäsche und Steuerhinterziehung beschuldigt worden war , und hält sich vermutlich in Kenia auf. Garba Umar, Leiter des nigerianischen Zentralbüros von Interpol, wies zudem darauf hin, dass bereits versucht wird, einen internationalen Haftbefehl (Red Notice) zu erwirken, um Anjarwalla zur Gerichtsverhandlung nach Nigeria zurückzubringen.
In einem Interview mit der Lokalzeitung „Sunrise Daily“ am 30. April gab Umar bekannt, dass Anjarwallas genauer Aufenthaltsort unbekannt sei, sein letzter bekannter Aufenthaltsort jedoch Kenia war. Interpol koordiniert die Ermittlungen mit verschiedenen Ländern, durch die Anjarwalla möglicherweise gereist ist, um wichtige Informationen zu sammeln, die weiterhin vertraulichdent.
Einzelheiten zumdent und zum Rückzug Binance aus Nigeria
Obwohl nigerianische Beamte Anjarwallas Reisedokumente beschlagnahmten, verließ er Nigeria am 22. März, was Fragen zur Kontrolle seiner Ausreise aufwarf. Gleichzeitig wurde Tigran Gambaryan, Anjarwallas Kollege, unter ähnlichen Vorwürfen verhaftet . Er plädierte auf nicht schuldig und befindet sich bis zu seiner für den 17. Mai angesetzten Anhörung zur Kautionsfreigabe in Haft. Gambaryans Fall führte zu einer Petition für seine Freilassung, die bereits über 4.000 Unterschriften gesammelt hat.
Im Anschluss daran erklärte Binance seinen Rückzug vom nigerianischen Markt, nachdem der Gouverneur der Zentralbank von Nigeria Binance der Beteiligung an illegalen Transaktionen beschuldigt hatte. Daraufhin stellte Binance Ende Februar alle Transaktionen mit dem nigerianischen Naira ein und entfernte alle Naira-Handelspaare von seiner Peer-to-Peer-Handelsplattform. Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Rückzug von einem der größten Kryptowährungsmärkte Afrikas.
Rechtsstreitigkeiten und regulatorische Maßnahmen
Die Anklage gegen Anjarwalla hat eine gemeinsame internationale Initiative ausgelöst, ihn festzunehmen und nach Nigeria auszuliefern. Der laufende Fall verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Interpol bei der Bekämpfung transnationaler Finanzkriminalität. Er ist Teil umfassender Maßnahmen zur Durchsetzung von Vorschriften und regulatorischen Bestimmungen im Bereich Kryptowährungen.

