Insider von KPMG könnten bei den Gewinnprognosepaaren von Polymarket aktiv sein

- Eine Gruppe von Wallets auf Polymarket hat äußerst präzise Vorhersagen zu den Unternehmensgewinnen getroffen.
- Die beiden Unternehmen, deren Prognosen analysiert wurden, hatten eines gemeinsam: Alle ihre Gewinnberichte wurden von KPMG geprüft und ließen Insiderwissen zu.
- Es besteht zwar noch keine eindeutige Verbindung zu KPMG-Insidern, aber die Wallet-Aktivitäten lassen dennoch vermuten, dass Polymarket ein Problem mit Insiderhandel haben könnte.
Polymarket verzeichnete in den vergangenen Wochen mehrere Fälle von Insiderhandel. Nun zeichnet sich ein Muster ab, das möglicherweise darauf hindeutet, dass KPMG-Insider auf Unternehmensgewinne spekuliert haben.
Mehrere Wallets auf Polymarket erzielen überraschend präzise Prognosen zu Unternehmensgewinnen. Auffällig ist, dass alle Unternehmen KPMG als Wirtschaftsprüfer nutzen, was die Befürchtung nährt, dass Insider die Märkte beeinflussen undtrackönnten. Bislang konnten keine KPMG-Insider eindeutigdentwerden, doch die Muster treffen auf eine Reihe von Wallets zu, die auf bestimmte Gewinnpaare abzielen.
Zu den früheren Fällen von Insiderhandel zählten ein israelischer Reservistsowie der jüngere Fall einer Wette darauf, dass der Axiom-Markt Teil einer Untersuchung von ZachXBT sei. Weitere mutmaßliche Insiderquellen sind Mitarbeiter von OpenAI und sogar eines der prominenten Tochterunternehmen von Polymarket.
Insiderinformationen über virale Märkte können zu erheblichen Gewinnen führen, und die Aktivitäten sind völlig unbegrenzt, da Polymarket ohne Genehmigung und anonym bleibt.
Forscher stellten fest, dass die Modelle von Polymarket oft deutlich genauer waren als der Zufall oder selbst Expertenprognosen. Nutzer beobachteten , dass sich einige der erfolgreichsten Händler auf bestimmte Unternehmensgewinnmärkte konzentrierten, deren Unternehmen alle von KPMG geprüft wurden. Die Händler agierten selbst in Märkten, die kurz vor Handelsschluss noch einmal stark schwankten, souverän.
Werden auf Polymarket etwa Gewinnberichte geleakt?
Analysten stellten eine Häufung von Wallets fest, die sich auf den Bereich „Unternehmensgewinne“ von Polymarket konzentrierten. Dieser Bereich enthält 155 Prognosepaare mit jeweils zwei Optionen: Übertreffen oder Verfehlen der Gewinnerwartungen für die jeweiligen vergangenen Perioden.
Dieser Abschnitt enthält Märkte mit einem Volumen von nur wenigen hundert Dollar sowie aktivere Währungspaare mit einem Volumen von fast 200.000 Dollar.
Eine Gruppe von Nutzern zeigt ein auffälliges Muster: Sie tätigen risikoreiche Wetten kurz vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen. Nicht alle Wallets werden tracoder für Copy-Trading genutzt, da sie sich auf Nischenmärkte konzentrieren. Die Nutzer setzen ausschließlich auf von KPMG geprüfte Unternehmen und wechseln häufig ihre Wallets, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Polymarket ermöglicht die Erstellung von Handelspaaren, deren Ergebnis im Voraus bekannt sein kann. Dies bietet Insidern die Möglichkeit,dent Wetten abzuschließen und gleichzeitig unsicherere Märkte wie Kryptowährungspreisprognosen zu meiden.
Polymarket hatte zuvor erklärt, dass es „Sharps“ nicht davon abhalten würde, fundiertere Wetten abzuschließen, doch das Insiderwissen gibt weiterhin Anlass zur Sorge um die Fairness des Marktes.
Die Prognosemärkte erleiden nach dem Super Bowl einen Einbruch
Die Prognosemärkte verzeichneten im Januar ihren Aktivitätshöhepunkt, doch im Februar könnte es zu einer Abschwächung kommen. Mit dem Ende der Super-Bowl-Prognosen beginnt für Kalshi und Polymarket eine ruhigere Phase, in der andere Marktsegmente an Bedeutung gewinnen könnten.
Polymarket ist weiterhin führend hinsichtlich der aktiven On-Chain-Nutzer mit regelmäßigen kleineren Prognosen. Die Plattform bietet zudem eine größere Anzahl nicht kategorisierter Märkte und ermöglicht so potenziell Insiderhandel auf Basis von Nischenwissen.
Im Februar belief sich das Gesamtvolumen der Prognosemärkte auf rund 21 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang gegenüber über 26 Milliarden US-Dollar im Januar. Polymarket erreichte ein Volumen von 7,34 Milliarden US-Dollar, ein leichter Rückgang gegenüber 7,6 Milliarden US-Dollar im Januar.
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Hristina Vasileva
Hristina Vasileva ist Expertin für DeFi, Wirtschaft und Finanznachrichten. Nach einem vierjährigen Bachelor-Studium in Betriebswirtschaft, Journalismus und Massenkommunikation absolvierte sie ein Masterstudium in Philosophie an der Universität Sofia. Sie arbeitete für eine der führenden Zeitungen des Landes und berichtete über Rohstoffe und Unternehmensergebnisse. Derzeit ist Hristina als freie Autorin für Cryptopolitantätig.
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