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SEC-Kommissarin Hester Peirce fordert dringende Reformen im Kryptosektor

In diesem Beitrag:

  • SEC-Kommissar Peirce kritisiert den uneinheitlichen Ansatz der Behörde bei der Regulierung von Kryptowährungen und verweist dabei auf den Fall LBRY.
  • Peirce plädiert für die Priorisierung schädlicher Fälle und eine klarere Rechtsetzung, im Gegensatz zur strengeren Haltung von Vorsitzendem Gensler.
  • Peirce schlägt die Einbeziehung des Kongresses vor, um eine klarere Regulierungsbefugnis für Kryptowährungen zu schaffen.

Hester Peirce, republikanische Kommissarin der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), äußerte Bedenken hinsichtlich des Vorgehens der SEC bei der Regulierung der Kryptowährungsbranche. Diese Stellungnahme erfolgt vor dem Hintergrund der laufenden Bemühungen der SEC, einen Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen.

Der LBRY-Fall: Eine Betrachtung regulatorischer Herausforderungen

Peirce hob die Klage der SEC gegen das Krypto-Startup LBRY als Beispiel für regulatorische Unklarheiten hervor. Im März 2021 warf die SEC LBRY den Verkauf nicht registrierter Wertpapiere vor. Anstatt einen Vergleich zu schließen, entschied sich LBRY für den Rechtsweg, was zu einem Urteil führte, das die Token des Unternehmens der Aufsicht unterstellte und eine Strafe von über 100.000 US-Dollar nach sich zog. Laut Peirce stellt dieser Fall einen Tiefpunkt ihrer Amtszeit als Kommissarin dar und unterstreicht die Notwendigkeit von mehr Klarheit und Konsistenz bei den Durchsetzungsmaßnahmen der SEC.

Peirces Kritik verweist auf ein grundsätzliches Problem der Durchsetzungsstrategie der SEC. Sie merkte an, dass die Auswahl der Fälle für die Durchsetzung oft willkürlich erscheine und einer klaren Begründung fehle. Dieser Ansatz, so argumentierte sie, verschlinge nicht nur erhebliche Ressourcen, sondern lasse die Marktteilnehmer auch im Unklaren über die Compliance-Anforderungen. Der Fokus sollte, so Peirce, auf Fällen „tatsächlichen Schadens“ und auf der Etablierung klarer Registrierungsverfahren durch Verordnungen liegen.

Die Haltung der SEC zu Kryptowährungen

Unter der Leitung von Vorsitzendem Gary Gensler verfolgt die SEC eine strikte Haltung gegenüber Kryptowährungen und stuft die meisten als Wertpapiere ein. Diese Sichtweise bildet die Grundlage für die Argumentation der SEC, dass Krypto-Unternehmen sich bei der Behörde registrieren lassen müssen. Im vergangenen Jahr, das die SEC als „äußerst produktiv und wirkungsvoll“ bezeichnete, wurden mehrere hochkarätige Anklagen gegen Schlüsselfiguren des Krypto-Sektors, darunter auch bekannte Persönlichkeiten, erhoben.

Siehe auch:  Der Tokenisierungstrend, der die Märkte erfasst, ist „bezaubernd, aber nicht magisch“: US SEC

Peirces Kommentare stehen im Gegensatz zu Genslers Ansichten und plädieren für einenmatic und ressourcenschonenderen Ansatz. Sie betont die Effizienz einer Priorisierung von Fällen nach Schwere des Schadens anstelle eines undifferenzierten Vorgehens, das die regulatorischen Erwartungen unklar lässt. Ihre Vorschläge deuten auf einen Strategiewechsel hin, der die Branche durch transparente Regelsetzung statt rückwirkender Durchsetzung leiten soll.

Einbindung des Kongresses: Ein Weg nach vorn?

Während die Debatte innerhalb der SEC andauert, rückt die Rolle des Kongresses bei der Gestaltung der Kryptoregulierung in den Fokus. Peirce äußerte sich positiv über ein mögliches Engagement des Kongresses und deutete an, dass dieser eine entscheidende Rolle bei der Abgrenzung der Regulierungsbefugnisse spielen könnte. Diese Ansicht deckt sich mit dem branchenweiten Ruf nach mehr Klarheit in der Gesetzgebung im sich rasant entwickelnden Bereich der digitalen Vermögenswerte.

Vorsitzender Gensler vertritt jedoch eine andere Ansicht und argumentiert, dass die bestehenden Regulierungen bereits ausreichend Klarheit in Bezug auf Kryptowährungen schaffen. Diese unterschiedlichen Ansichten innerhalb der SEC spiegeln die komplexe und vielschichtige Natur der Regulierung einer technologiegetriebenen und sich rasant verändernden Branche wider.

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