Darum ist Maltas Blockchain-Insel ein zu großer Traum

Maltas ehrgeiziger Traum, sich zur Blockchain-Insel zu entwickeln, scheint noch immer ein unerreichbares Ziel zu sein, denn aktuelle Daten der maltesischen Finanzdienstleistungsaufsicht deuten darauf hin, dass rund 70 Prozent der Blockchain- und Krypto-Startups den Lizenzregistrierungsprozess nicht abgeschlossen haben.
Malta beendete das Jahr 2019 mit einem positiven Ergebnis. Im November prognostizierte der kleine Inselstaat ein Wachstum von über 4 Prozent für das Jahr 2020. Dank seiner florierenden Blockchain-Branche führte Malta das europäische Wirtschaftswachstum an.
Im selben Monat schlossen sich Microsoft und æternity zusammen , um die Blockchain-bezogenen Entwicklungen in der Region zu beschleunigen und Startups, die dieses Gebiet erkunden möchten, finanzielle Unterstützung anzubieten.
Mit der Schaffung der Blockchain-Insel stieß Maltas mutiger Schritt, die Technologien der Blockchain und Kryptowährungen mit dem Rest des globalen Währungssystems zu verbinden, auf großes Interesse.
Maltas Blockchain-Insel erleidet einen Rückschlag
Leider behaupten mehrere Branchenexperten, dass Malta vor allem aufgrund seiner technokratieorientierten Denkweise, der Einhaltung der EU-Vorschriften und des dringenden Bedarfs an Einnahmen einen kryptofreundlichen Ansatz verfolgt hat.
Der jüngste Bericht der maltesischen Finanzdienstleistungsaufsicht (MFSA) verdeutlicht, wie Malta, die Blockchain-Insel, den Kern der Sache völlig verfehlt hat, indem sie Regeln und Vorschriften durchsetzt, die für eine virtuelle Welt wie die Blockchain ungeeignet sind. Von den bisher eingegangenen 340 Anträgen auf Kryptolizenzen wurde noch keiner genehmigt.
Die MFSA nannte außerdem 57 Unternehmen, die Lizenzen beantragt, aber die Lizenzvoraussetzungen nicht erfüllen oder den Registrierungsprozess nicht fristgerecht abschließen konnten. Obwohl die meisten dieser Unternehmen unbekannt waren, dürfte die Nennung der Palladium Exchange viele überraschen.
Palladium Exchange – Unternehmen mit vielversprechender Zukunft
Das von dem maltesischen Versicherungs- und Vermögensverwaltungsunternehmen GlobalCapital geführte Blockchain-Startup erregte 2018 großes Medieninteresse, als es das weltweit erste konvertierbare Initial Coin Offering (ICO) durchführte. Im Rahmen dieser Initiative konnten Investoren die Token in Aktien des Unternehmens umwandeln.
Außerdem hatte das Unternehmen einen ehrgeizigen und einzigartigen Plan vorgelegt, um rund 160 Millionen Dollar aufzubringen und die Hälfte des Erlöses für eine Mehrheitsbeteiligung an einer europäischen Bank zu verwenden sowie 35 Prozent für die Gründung einer Kryptowährungsbörse.
Darüber hinaus gibt die MFSA auch an, von 257 Unternehmen keinerlei Fortschritte in der Entwicklung gehört zu haben, was alles darauf hindeutet, dass Maltas Blockchain-Insel von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, und hier ist der Grund dafür.
Warum war es zum Scheitern verurteilt?
Malta steht seit Langem im Fokus der Europäischen Union wegen seiner Verwicklung in Geldwäscheaktivitäten im Zusammenhang mit Glücksspiel und Kryptowährungen. Die Ermittlungen zum Mord an der maltesischen Journalistin Daphne Galizia führten zum Sturz zahlreicher Regierungsbeamter, die ansonsten als Krypto- und Blockchain-Befürworter galten.
Maltas kürzlich ernannter Wirtschaftsminister Silvio Schembri, der die bahnbrechende Kryptowährungsgesetzgebung Maltas miterlebte und ausländische Investoren dazu aufforderte , in die einst blühende Blockchain-Insel zu investieren, scheint heutzutage viel von seinem Interesse an Krypto verloren zu haben.
Schließlich, und das war durchaus zu erwarten, versprach die Regierung, als die Coronavirus-Pandemie diese malerische Insel traf, keinerlei finanzielle Hilfe für die in Not geratenen Startups und wies sie sogar an, die Insel zu verlassen, falls sie in Schwierigkeiten geraten sollten.
Obwohl seinen brutalen Äußerungen eine formelle Entschuldigung folgte , bleibt die Tatsache bestehen, dass die Blockchain-Insel weit davon entfernt ist, ein Zentrum für Blockchain- und Krypto-Entwicklungen zu sein, es sei denn, die Regierung haucht dem Ganzen mit neuem Interesse und Engagement neues Leben ein.
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Manasee Joshi
Manasee ist eine begeisterte Leserin und leidenschaftliche Autorin und hat sich kürzlich entschieden, sich ganz dem freiberuflichen Schreiben zu widmen. Mit einem Abschluss in Anglistik und Erfahrungen in den Bereichen Verwaltung, Personalwesen, Finanzen, Literatur, Kreativität und Innovation erstellt sie ansprechende und fesselnde Inhalte für die Krypto- und Blockchain-Community.
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