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Gold wird zum zweitgrößten globalen Reservevermögen und überholt damit den Euro

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
  • Gold wird laut Angaben der EZB im Jahr 2024 den Euro überholen und zur zweitgrößten Reservewährung der Welt werden.
  • Die Zentralbanken halten mittlerweile über 20 % der weltweiten Goldnachfrage, was auf Inflation und geopolitische Ängste zurückzuführen ist.
  • Nach Russlands Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 stiegen die Käufe sprunghaft an und hielten trotz der jüngsten Preisschwankungen an.

Gold ist mittlerweile das zweitwichtigste Reservegut der Welt, direkt hinter dem US-Dollar, und hat den Euro offiziell überholt, wie die Europäische Zentralbank in einer am Mittwoch veröffentlichten detaillierten Analyse mitteilte.

Die Zentralbanken stockten ihre Goldreserven bis 2024 massiv auf und erreichten damit ein Niveau, das seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr verzeichnet wurde. Sie halten nach wie vor über 20 % der weltweiten Goldnachfrage, verglichen mit rund 10 % vor nur zehn Jahren.

Der Bericht erklärte, dass Zentralbanken massiv in Gold investierten, um sich vor Inflation, Währungsdruck und politischen Gegenreaktionen zu schützen. Gold bietet ihnen eine unabhängige Absicherung, die nicht von einer einzelnen Regierung abhängt. Angesichts der weiterhin unberechenbaren Inflation und der zunehmenden Spannungen zwischen den Weltmächten haben Banken Fremdwährungen – insbesondere Euro – abgestoßen und Gold als Schutz für ihre Volkswirtschaften eingesetzt.

Gold wird zum zweitgrößten globalen Reservevermögen und überholt damit den Euro
Quelle: Europäische Zentralbank

Schwellenländer verkaufen ihre Währungen und setzen verstärkt auf Gold

Die EZB erklärte, Gold sei für Länder, die mit westlichen Sanktionen oder drohender Währungsisolierung zu kämpfen haben, nuntrac. Entwicklungsländer befürchten insbesondere eine zu starke Abhängigkeit von Dollar und Euro und wenden sich daher von westlichen Währungen ab, um nicht zwischen die Fronten des globalen Finanzkriegs zu geraten.

Die Käufe nahmen nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 richtig Fahrt auf, weil dies eine Welle von Inflation und Zinserhöhungen auslöste, wodurch Gold plötzlich als einzig sichere Anlage erschien, sagte die EZB.

Die gleiche Angst und Instabilität bestehen auch im Jahr 2025 fort. Die Märkte sind nach wie vor instabil, insbesondere da die USA unterdent Donald Trump Zölle und Handelsregeln unberechenbar ändern.

China war in dieser Zeit der größte Abnehmer, dicht gefolgt von Indien und der Türkei. Die Daten zeigen, dass diese drei Länder maßgeblich dazu beigetragen haben, ihre Dollarabhängigkeit zu reduzieren. Sie haben Gold genutzt, um eine unabhängigeredent aufzubauen. Das Ergebnis? Die globalen Goldpreise haben Rekordhoch um Rekord erreicht, darunter auch neue Höchststände in diesem Jahr.

Doch die Rallye verlief zuletzt nicht reibungslos. In den letzten Monaten sind die Kurse volatiler geworden. Investoren und Banken reagieren auf die raschen Änderungen der US-Wirtschaftspolitik, insbesondere im Bereich Zölle und Handel. Trotzdem hat sich der langfristige Ausblick kaum verändert.

Die Banken drosseln zwar ihr Tempo, hören aber nicht auf zu kaufen

Dennoch verlangsamt sich das Tempo. Der World Gold Council zeigte in einem von ING analysierten Bericht, dass die Ankäufe der Zentralbanken im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal um 33 % zurückgingen. Chinas Nachfrage hat sich am stärksten abgeschwächt. Die Käufe sind aber nicht zum Erliegen gekommen.

Ewa Manthey, Strategin bei ING, schrieb letzten Monat: „Trotz der Konjunkturabschwächung werden die Zentralbanken angesichts des weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Umfelds und des Bestrebens, ihre Anlagen weg vom US-Dollar zu diversifizieren, ihre Goldreserven voraussichtlich weiter aufstocken.“ Sie fügte hinzu, dass die Banken allein in den letzten sechs Monaten rund 30 Tonnen Gold hinzugekauft hätten.

Hamad Hussain, Rohstoffökonom bei Capital Economics, erklärte gegenüber CNBC: „Institutionen haben eine Schlüsselrolle bei der Goldpreisrallye gespielt und werden wahrscheinlich weiterhin Gold kaufen, wenn auch in einem langsameren Tempo als in den letzten Jahren.“ Er fügte hinzu, dass viele Währungsmanager Gold nach wie vor als Absicherung gegen „fiskalische, inflationäre und geopolitische Risiken“ betrachten, insbesondere angesichts wachsender Zweifel daran, ob der Dollar weiterhin der sichere Hafen bleiben kann, der er einst war.

Diese Einschätzung teilte Anfang des Monats auch Mark Haefele, Chief Investment Officer bei UBS Global Wealth Management, der seinen Kunden riet, „für eine ausreichende Diversifizierung ihres Portfolios zu sorgen und ein angemessenes Engagement in Gold und Hedgefonds zu halten“

Der EZB-Bericht besagt, dass die zukünftigen Goldpreise maßgeblich davon abhängen werden, wie gut das Goldangebot mit der Nachfrage Schritt halten kann. Er merkt an, dass das Goldangebot in der Vergangenheit flexibel gewesen sei und auf steigende Nachfrage mit zusätzlichen oberirdischen Lagerbeständen reagiert habe. „Wenn man also die Geschichte als Maßstab nimmt, könnten weitere Erhöhungen der offiziellen Nachfrage nach Goldreserven auch ein weiteres Wachstum des globalen Goldangebots begünstigen.“

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