Die Märkte spielen verrückt. die Aktienkurse Weltweit brechen Nvidias fulminanter Aufstieg und Jerome Powells nächster Schritt.
Die US -Aktienfutures bewegten sich am Dienstagabend kaum, doch das spielte keine Rolle mehr. Der Schaden war bereits im Laufe des Tages angerichtet worden. Der S&P 500 stieg um 0,2 % und durchbrach im Tagesverlauf erstmals die Marke von 6.900 Punkten, wobei er sich der 7.000-Punkte-Marke annäherte.
Der Dow Jones legte um 162 Punkte bzw. 0,3 % zu, angeführt vom Nasdaq Composite mit einem Plus von 0,8 %. Nachbörslich gaben die Dow-Futures um 33 Punkte bzw. 0,07 % nach. Der S&P 500 blieb unverändert. Die Nasdaq-100-Futures stiegen um 0,02 %.
Asien legt zu, nachdem Nvidia die Chippreise angehoben hat, doch der Aufschwung in Japan ist hauchdünn
, erreichte der Chiphersteller ein neues Rekordhoch von über 204 US-Dollar. berichtete Wie CryptopolitanDieser Kursanstieg, der durch KI-gestützte Marktentwicklungen befeuert wird, rückt Nvidia weiter in den Fokus der globalen Aufmerksamkeit.
Doch Japans massiver Aufschwung wirkt zunehmend unausgewogen. Der Nikkei 225 legte um 2,17 % zu und schloss bei 51.307,65 Punkten – ein neuer Rekord. Der Haken an der Sache: Laut Bloomberg konnten nur 43 Aktien des Index zulegen. Das ist die geringste Anzahl an Gewinnern, die jemals bei einem Anstieg von 1,7 % beobachtet wurde.
Der Großteil der Kursbewegung war auf zwei Unternehmen zurückzuführen: Advantest Corp. und SoftBank. Advantest erreichte nach der Anhebung der Gewinnprognose ihren Höchststand.
Der Hersteller von Testgeräten für KI-Chips und SoftBank trugen in diesem Jahr 7.100 Yen zum Nikkei-Index bei, was 60 % des gesamten Anstiegs entspricht. Das NT-Verhältnis, das den Nikkei mit dem breiter gefassten Topix vergleicht, erreichte ein Rekordhoch und unterstreicht damit die Konzentration dieser Entwicklung.
Der südkoreanische Kospi legte um 1,76 % zu, angetrieben von Technologiewerten, während der Kosdaq um 0,28 % nachgab. In China stieg der Shanghai Composite um 0,69 % auf 4.015,83 Punkte, und der CSI 300 legte um rund 1 % zu. Der Handel in Hongkong war feiertagsbedingt eingestellt.
In Indien stieg der Nifty 50 um 0,50 % auf 26.064,70 Punkte. Der australische ASX 200 fiel um 0,96 %, nachdem die Verbraucherpreise für das dritte Quartal mit 3,2 % deutlich über der Prognose von 3 % lagen. Laut dem australischen Statistikamt ist dies der größte Anstieg seit über einem Jahr.
Bitcoin stagniert, Europa vorsichtig, Powell und Unternehmensgewinne dominieren
Bitcoin notiert knapp über 113.000 US-Dollar und versucht, aus der seit Längerem bestehenden Seitwärtsbewegung auszubrechen. Der Kurs erholte sich von 107.000 US-Dollar, nachdem die Nettomittelzuflüsse bei Spot-ETFs endlich positiv ausfielen.
Die Zuflüsse sind mit weniger als 1.000 BTC pro Tag weiterhin schwach und liegen deutlich unter den über 2.500 BTC pro Tag, die während früherer Kursanstiege zu beobachten waren. Die Marke von 111.000 US-Dollar hält als Unterstützung, während die Marke von 117.000 US-Dollar zu einer Verkaufsbarriere geworden ist. Das Allzeithoch liegt bei über 125.000 US-Dollar und wurde vor einigen Wochen erreicht.
Im Devisenhandel geht das Volumen von Dollar-Yen-Optionen deutlich zurück. Daten der Depository Trust & Clearing Corporation zeigen, dass das Volumen am Montag das niedrigste des Monats war, und auch am Dienstag lief es nicht viel besser.
Die Händler warten ab und erwarten die Entscheidung der Bank von Japan am Donnerstag und natürlich die Ankündigung der Fed im Laufe des Tages.
Europa ist nervös. Europäische Aktien dürften mit Verlusten in den Handel starten. Der FTSE notiert nahezu unverändert, der deutsche DAX wird voraussichtlich um 0,4 % fallen, der französische CAC 40 um 0,16 % und der italienische FTSE MIB um 0,12 % nachgeben, wie Daten von IG zeigen. Alle Anleger warten gespannt auf Powells Worte.
Laut einer Umfrage von CNBC Fed erwarten 84 % der Händler eine weitere Zinssenkung im Dezember, 54 % sogar eine dritte im Januar. Sie rechnen mit Zinssenkungen um insgesamt 100 Basispunkte bis Ende 2026, wodurch der Leitzins der Fed auf 3,2 % sinken würde.
Die Berichtssaison ist in vollem Gange. Die großen Tech-Konzerne sind als Nächstes dran – Alphabet, Meta und Microsoft veröffentlichen ihre Zahlen nach Börsenschluss. Apple und Amazon folgen morgen.
Der europäische Unternehmenskalender ist ebenso prall gefüllt: Airbus, UBS, Banco Santander, Equinor, Deutsche Bank, BASF, Adidas, GSK und Endesa veröffentlichen am Donnerstag ihre Geschäftszahlen. Darüber hinaus stellt Spanien seine BIP-Daten vor.

