NEUESTE NACHRICHTEN
FÜR SIE AUSGEWÄHLT
WÖCHENTLICH
BLEIBEN SIE AN DER SPITZE

Die besten Krypto-Einblicke direkt in Ihren Posteingang.

Die globalen Finanzmärkte werden immer stärker von der Politik beeinflusst

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die globalen Finanzmärkte werden immer stärker von der Politik beeinflusst
  • Die US-Aktienfutures gaben nach, da sich die Anleger auf wichtige Wirtschaftsdaten vorbereiteten, während politische Turbulenzen, darunter Trumps Drohungen mit Zöllen, die Märkte in Atem hielten.
  • Automobilhersteller wie GM, Stellantis und Volkswagen riskieren Milliardenverluste durch geplante Zölle, während die Aktien von Dell und HP aufgrund schwacher Technologiegewinne fielen.
  • Stablecoins erreichten einen Rekordwert von 190 Milliarden Dollar, und Bitcoin legte einen Kursanstieg hin, was auch Krypto-nahe Aktien wie MicroStrategy und Coinbase nach oben trieb.

 

Die Politik hat die Finanzmärkte fest im Griff und lässt sie wie Marionetten an Fäden reagieren. Jede neue Schlagzeile ist ein Auslöser, jede politische Entscheidung eine potenzielle Bombe.

Anleger rätseln fieberhaft, ob sie Bilanzen oder Wahlergebnisse analysieren sollen, um den nächsten Börsencrash vorherzusagen. Auch diese Woche war keine Ausnahme, da die globalen Märkte mit einem Wirrwarr aus Wirtschaftsdaten, internationalen Spannungen und politischen Turbulenzen zu kämpfen hatten.

Die US-Aktienfutures gaben im Vorfeld zahlreicher Wirtschaftsdaten nach. Anleger warten gespannt auf die Inflationsrate, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und ein Update zum Wirtschaftswachstum. Doch die Wall Street verfolgt aufmerksam, wie Washington, Paris und sogar Jerusalem die Finanzmärkte steuern.

Zölle, Chaos und fallende Aktienkurse

Donald Trumps Rückkehr geht mit der Ankündigung von Zöllen und wirtschaftlichen Verwerfungen einher. Mexikosdent nimmt die Lage sehr ernst und warnt vor gravierenden wirtschaftlichen Folgen, sollten neue Zölle in Kraft treten. Kanadas Finanzminister erinnerte daran, wie Kanada Trumps Zölle auf Stahl und Aluminium im letzten Fall mit gleicher Münze heimgezahlt hat.

Die Autoindustrie bereitet sich auf die Folgen vor. General Motors verzeichnete einen Kurssturz von 9 % – den größten Rückgang seit 2020 –, nachdem Analysten von Wolfe Research geschätzt hatten, dass Trumps geplante Zölle den Preis eines Neuwagens um 3.000 US-Dollar verteuern könnten.

Europäische Autohersteller wie Stellantis, Volkswagen, BMW und Mercedes könnten zusammen 6,7 Milliarden US-Dollar an Einnahmen verlieren, falls die Zölle auf mexikanische und kanadische Importe in Kraft treten. Laut Bloomberg Intelligence sind Stellantis und Volkswagen am stärksten gefährdet.

Trotz alledem sind Zölle nicht hundertprozentig sicher. In Trumps erster Amtszeit drohte er zwar mit Zöllen auf europäische Autos, setzte sie aber letztendlich nicht um. Analysten zufolge könnten sie diesmal für umfassendere Abkommen zu Themen wie Einwanderung und Drogenhandel genutzt werden. So oder so löst allein die Androhung von Zöllen Schockwellen an den Märkten aus.

Analysten von Citigroup warnen, dass auch der französische Anleihemarkt nicht rosig aussieht. Der Spread zwischen französischen und deutschen zehnjährigen Staatsanleihen ist so groß wie seit der Eurokrise 2012 nicht mehr. Er könnte sich im Zuge der zunehmenden politischen Spannungen sogar noch auf einen vollen Prozentpunkt ausdehnen.

Premierminister Michel Barnier steckt in einer Haushaltskrise. Marine Le Pen und ihre rechtsextreme Partei Rassemblement National drohen mit einem Misstrauensvotum gegen seine Regierung, sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden. Die Folgen sind verschärft: Französische Staatsanleihen geraten unter Druck, und Investoren flüchten sich in sicherere deutsche Anleihen.

Marktchaos trifft auf geopolitische Schocks

Nach wochenlangen, von den USA vermittelten Gesprächen trat am Mittwoch eine brüchige Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft. Sie bietet eine vorübergehende Entspannung der Lage, doch Investoren blicken mit Sorge auf die weitere Entwicklung in der Region. Jede Eskalation könnte die Energiemärkte erschüttern und zu weiterer Instabilität führen.

Der Technologiesektor steckt derweil in Schwierigkeiten. Die Aktien von Dell und HP fielen um 12 bzw. 9 Prozent, nachdem schwache Quartalszahlen auf eine ins Stocken geratene Erholung des PC-Marktes hindeuteten. Auch der Cybersicherheitsriese CrowdStrike blieb nicht verschont und verzeichnete nach einer enttäuschenden Prognose für das vierte Quartal einen Kursverlust von 5 Prozent.

In Japan erlebte Sanrio, der Mutterkonzern von Hello Kitty, einen Kurssturz von 14 % – den stärksten Rückgang seit 2014 –, nachdem bekannt wurde, dass Großaktionäre, darunter derdent, ihre Anteile verkaufen würden.

Doch es gibt auch Positives zu berichten. Unter den verschiedenen Märkten hat die Kryptowährungsbranche ein Comeback gefeiert, und Stablecoins sind dabei führend. Der Gesamtwert der Stablecoins erreichte einen Rekordwert von 190 Milliarden US-Dollar und holte damit die Verluste der berüchtigten Zusammenbrüche von 2022 wieder auf.

Bitcoin notiert weiterhin deutlich über 90.000 US-Dollar. Ether hat die 3.500-Dollar-Marke überschritten. Auch Kryptoaktien konnten sich gut behaupten. MicroStrategy legte um 6 % zu, während Coinbase um 2 % stieg.

Trotz alledem bleibt der politische Aspekt die eigentliche Geschichte. „Wahlen haben Konsequenzen“, wie Barack Obama einst sagte, und die Marktentwicklung dieser Woche beweist es.

Ihre Bank nutzt Ihr Geld. Sie bekommen nur die Krümel. Sehen Sie sich unser kostenloses Video an, wie Sie Ihre eigene Bank werden können.

Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtrondentdentdentdentdentdentdentdent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

MEHR … NACHRICHTEN
DEEP CRYPTO
CRASH-KURS