Deutschlands Merz warnt: EU könnte US-Technologieunternehmen wegen Trumps Zöllen bestrafen

- Deutschland warnt US-Technologieunternehmen vor möglichen neuen Regeln, falls Trump die Zölle auf EU-Produkte erhöht.
- Die EU ist bereit, mit hohen Zöllen auf amerikanische Waren wie Autos, Whisky und Flugzeuge zurückzuschlagen.
- Deutschland sagt, die EU müsse im Umgang mit dem Handelsstreit Ruhe bewahren und geeint bleiben.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz drohte, die EU werde gegen große US-Technologiekonzerne vorgehen, falls der amerikanischedent Donald Trump versuchen sollte, hohe Zölle auf EU-Importe zu erheben.
Merz sagte Europa müsse darauf vorbereitet sein, sich im Falle eines sich verschärfenden Handelskonfliktsam Montag auf dem WDR Europa Forum in Berlin,
„Momentan schützen wir US-amerikanische Technologieunternehmentron– auch steuerlich“, sagte Merz am Montag in Berlin auf dem WDR Europaforum. „Das kann sich ändern, aber ich will diesen Konflikt nicht eskalieren lassen. Ich will ihn gemeinsam lösen.“
Doch die Spannungen bleiben hoch. Trump wirft Europa vor, die USA auszubeuten, und fordert von der EU, ihren Warenüberschuss drastisch zu reduzieren, Steuerschranken abzubauen und die Vorschriften für amerikanische Unternehmen zu lockern.
Die EU plant Vergeltungszölle als Reaktion auf Trump
Als Reaktion darauf hat die EU mehrere Gegenmaßnahmen vorbereitet. Ein Plan zielt auf US-Waren im Wert von 21 Milliarden Euro (23,9 Milliarden US-Dollar) ab – darunter Motorräder, Whisky und Orangensaft – und könnte bei einem Scheitern der Handelsgesprächematicin Kraft treten.
Brüssel arbeitet außerdem an einer zweiten, deutlich umfangreicheren Liste. Sollte Trump die 50-prozentigen Zölle tatsächlich einführen, plant die EU Gegenzölle auf amerikanische Produkte im Wert von 95 Milliarden Euro, darunter in den USA hergestellte Autos, Boeing-Flugzeuge und Bourbon-Whiskey.
zu prüfen , die Besteuerung digitaler Dienstleistungen und strengere Vorschriften für US-amerikanische Technologiekonzerne in der EU zu erlassen. Diese Unternehmen, darunter Google, Amazon, Apple und Meta, würden im Falle einer Eskalation des Handelskriegs mit neuen Beschränkungen konfrontiert.
Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, sagte, die EU wolle keine Konfrontation, aber wenn sie Maßnahmen ergreifen müsse, stünde der Technologiesektor im Zentrum des Interesses.
Laut einem Bericht von Goldman Sachs aus dem Jahr 2025 weisen die USA einen deutlichen Überschuss im Handel mit digitalen Dienstleistungen mit Europa auf. Sollte die EU den Zugang zu amerikanischen Plattformen einschränken oder die Steuern auf diese erhöhen, könnten amerikanischen Unternehmen Milliarden von Dollar an jährlichen Einnahmen entgehen.
Merz führt EU-Initiative für Einheit und Zurückhaltung an
Bundeskanzler Merz betonte, dass Deutschland diesen Weg nicht alleine gehen werde.
Er sicherte Ursula von der Leyen seine volle Unterstützung für die Richtung der EU zu und sagte, die Handelsgespräche müssten unter EU-Kontrolle bleiben und dürften nicht durch nationale Nebenabkommen stückweise ergänzt werden.
Bundeskanzler Merz erklärte im deutschen Radio, die EU dürfe nicht überhastet, panisch oder hektisch reagieren. Zölle würden Europa zwar schaden, fügte er hinzu, der Staatenbund werde sie aber nur als letztes Mittel einsetzen, wenn keine anderen Optionen mehr bestünden.
Merz räumte ein, dass er anfangs geglaubt hatte, gute Beziehungen zu Donald Trump aufbauen zu können, sagte aber, er habe seine Haltung während seiner Amtszeit abgeschwächt. Er merkte an, die aktuelle Situation zeige, dass Europa und die Vereinigten Staaten mittlerweile sehr unterschiedliche Handelsansätze verfolgen.
Merz sagte, aus europäischer Sicht schadeten Zölle allen. Er erklärte, Trump sehe sie als Mittel zum Schutz seiner eigenen Wirtschaft und betrachte den Handel als Nullsummenspiel.
Trump hat die Verschärfung der Zölle zu einem Eckpfeiler seiner Wirtschaftsstrategie gemacht. In Wahlkampfveranstaltungen und jüngsten Interviews hat er wiederholt behauptet, die EU habe die USA jahrzehntelang „betrogen“.
Laut Bloomberg Economicswürden Trumps angedrohte 50-prozentige Zölle den EU-US-Handel im Wert von 321 Milliarden US-Dollar betreffen. Dies könnte das US-BIP um fast 0,6 % senken und die Verbraucherpreise um über 0,3 % erhöhen.
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