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Genesis-Gläubiger werfen DCG unfaire Rückzahlung vor

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Genesis und DCG
  • Die Gläubiger von Genesis bestreiten die Behauptung von DCG, die Schulden vollständig zurückgezahlt zu haben, und machen von unbezahlten Zinsen und Mahngebühren in Höhe von 26 Millionen Dollar sprachen.
  • Die Gläubiger argumentieren, dass die Rückzahlung durch DCG in Form von „illiquiden Instrumenten“ wie ETCG- und ETHE-Aktien gegen die ursprünglichen Vertragsbedingungen verstößt.
  • ETCG und ETHE wurden mit Abschlägen von 69 % bzw. 50 % gehandelt, was Bedenken hinsichtlich ihrer Liquidität und der Einhaltung der SEC-Vorschriften aufkommen ließ.

Der Finanzstreit zwischen der Digital Currency Group (DCG) und ihrem verschuldeten Partner Genesis hat sich weiter zugespitzt, und neue Anschuldigungen wurden vor Gericht erhoben. Obwohl DCG behauptet, alle Schulden gegenüber dem insolventen Kryptowährungskreditgeber Genesis beglichen zu haben, hat eine Gruppe von Genesis-Gläubigern, die sich selbst organisiert haben, die Angelegenheit ins Stocken gebracht. Sie haben diese Behauptung vor dem Insolvenzgericht des südlichen Bezirks von New York angefochten und bestehen darauf, dass ein erheblicher Teil der Schulden weiterhin unbezahlt ist.

Die Gläubiger von Genesis präsentieren eine finanzielle Darstellung, die deutlich von der Version von DCG abweicht. Im Mittelpunkt ihrer Argumentation steht ein angeblich ausstehender Betrag von 26 Millionen US-Dollar, der auf unbezahlte Zinsen und zusätzliche Mahngebühren zurückzuführen ist. Der Streit betrifft nicht nur die Zahlen, sondern auch die Zahlungsmodalitäten. Die Gläubiger bestehen darauf, dass die Rückzahlungsbedingungen verletzt wurden, und betonen, dass die Vereinbarung keine andere Zahlungsform als US-Dollar oder Bitcoin. Sie weisen insbesondere auf die Unzulässigkeit von „illiquiden Instrumenten“ als Rückzahlungsmittel hin.

Fragwürdige Sicherheiten und SEC-Konformität

Bei den fraglichen „illiquiden Instrumenten“ handelt es sich um den Grayscale Ethereum Classic Trust (ETCG) und den Grayscale Ethereum Trust (ETHE), die zuvor als Sicherheiten hinterlegt wurden. Die Wahl dieser Instrumente als Abwicklungsform hat Verwunderung ausgelöst, nicht nur aufgrund ihrer Illiquidität, sondern auch wegen ihrer Marktentwicklung. Anfang Dezember wurden ETCG und ETHE mit deutlichen Abschlägen auf ihren Nettoinventarwert gehandelt – 69 % bzw. 50 %. Diese Bewertung zeichnet ein düsteres Bild, insbesondere da diese Fonds nicht von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) zugelassen sind und außerbörslich gehandelt werden.

Die Monetarisierung dieser Aktien und ihre anschließende Umwandlung in Bitcoin wurde als entscheidender Schritt für eine korrekte Buchführung angesehen. Die Gläubiger argumentieren jedoch, dass selbst dieses Verfahren, bei dem DCG die Anschaffungskosten trägt, das Kernproblem der Rückzahlungsmethode nicht löst.

Rückzahlungsstreitigkeiten und Insolvenzantrag

Diese ohnehin schon komplizierte Finanzangelegenheit wird durch eine offizielle Erklärung des Gläubigerausschusses weiter verkompliziert, die Details der geänderten Teilrückzahlungsvereinbarung enthüllte. Laut dieser Vereinbarung vom 28. November bestätigte DCG die Rückzahlung des Darlehensbetrags in Höhe von 2.737,77102141 BTC und 14.048 Bitcoin Cash, einschließlich Verzugsgebühren in Höhe von 10,12600241 BTC.

Die Veröffentlichung dieser Zahlen erfolgte nur wenige Tage, nachdem DCG am 5. Januar die Rückzahlung seiner Kredite an Genesis bekannt gegeben hatte. Diese Ankündigung hätte als Abschluss der andauernden Finanzkrise gedacht sein können. Der Widerstand der Gläubiger zeichnet jedoch ein anderes Bild und deutet auf ein komplexes und ungelöstes finanzielles Problem hin. Dieser Streit entbrannte vor dem Hintergrund des von Genesis im November 2022 verhängten Rückzugsstopps und des anschließenden Insolvenzantrags nach Chapter 11 im Januar 2023.

In diesem brisanten Finanzdrama verdeutlichen die gegensätzlichen Darstellungen der Gläubiger von DCG und Genesis die Komplexität und Unsicherheit des Kryptowährungsmarktes. Die sich entwickelnden Ereignisse, verbunden mit der Beteiligung von Aufsichtsbehörden wie der SEC, unterstreichen die sich wandelnde Landschaft des digitalen Finanzwesens. Im weiteren Verlauf des Verfahrens wird es zweifellos als wichtiger Präzedenzfall für rechtliche und finanzielledentim Kryptowährungsbereich dienen.

Im Kern geht es bei dem Streit zwischen den Genesis-Gläubigern und DCG nicht nur um Zahlen und Rückzahlungsbedingungen. Er verdeutlicht vielmehr die größeren Herausforderungen und Wachstumsschmerzen eines sich rasant entwickelnden digitalen Finanzökosystems. Dieser Fall erinnert uns daran, wie wichtig klare, gesetzeskonforme und transparente Finanzpraktiken sind, insbesondere im noch relativ unerforschten Bereich der Kryptowährungskredite und -rückzahlung.

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