Laut CEO dominiert die Generation Z nun Pinterest, da KI das Engagement steigert

- Die Generation Z macht mittlerweile über 50 % der Pinterest-Nutzer aus, was vor allem auf KI-gestützte Shopping-Vorschläge zurückzuführen ist.
- Die KI von Pinterest übertrifft generische Modelle um 30 Punkte in Bezug auf die Relevanz für Einkäufe.
- Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer erreichte im zweiten Quartal 578 Millionen, der Umsatz 998 Millionen US-Dollar, ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr.
Pinterest wird mittlerweile von der Generation Z dominiert, und der Grund dafür ist einfach: KI. CEO Bill Ready erklärte gegenüber Yahoo Finance während der Communacopia + Technology Conference von Goldman Sachs, dass über 50 % der Nutzer der Plattform zur Generation Z gehören und bezeichnete sie als die größte und am schnellsten wachsende Gruppe.
Warum sind sie dort? „Sie erhalten wirklich großartige, KI-gestützte Einkaufsempfehlungen, die speziell auf sie zugeschnitten sind“, sagte Ready.
Die KI-Tools des Unternehmens liefern tatsächlich Ergebnisse. Laut Ready übertreffen die KI-gestützten Produktvorschläge von Pinterest herkömmliche Modelle um 30 Prozentpunkte in puncto Relevanz für den Einkauf.
Die Generation Z reagiert eindeutig. Daten von Adobe bestätigen dies: 39 % der Nutzer der Generation Z beginnen ihre Produktsuche mittlerweile auf Pinterest.
KI treibt das Wachstum voran, doch die Zahlen von Pinterest deuten auf Risiken hin
Pinterest verzeichnet nun acht Quartale in Folge Nutzerwachstum. Im zweiten Quartal dieses Jahres erwirtschaftete die Plattform 998 Millionen US-Dollar, ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg auf 578 Millionen, ein Anstieg von 11 % im Jahresvergleich. Noch erfreulicher für die Aktionäre: Die Pinterest-Aktie legte in diesem Jahr um 20 % zu und übertraf damit den Anstieg des S&P 500 um 11 %.
Die Nutzerzahlen in den USA und Kanada blieben im Vergleich zum Vorquartal unverändert. In Europa gingen sie sogar leicht zurück. Und obwohl das Wachstumtronaussah, waren die Anleger von der weiteren Entwicklung nicht gerade begeistert.
Für das dritte Quartal rechnet Pinterest mit geringeren Margen, da das Unternehmen hohe Summen in die Einstellung von KI-Fachkräften und den Ausbau seines Vertriebsteams investiert. Dieser Schritt ist zwar strategisch, könnte sich aber kurzfristig negativ auswirken.
Pinterest verfügt nicht über einen breit angelegten, sicheren Technologievorsprung wie Amazon oder Meta. Pinterest ist nach wie vor stark von einem Faktor abhängig: dem Engagement der Generation Z. Das schränkt die Zielgruppe ein. Ready räumt ein, dass sich die Plattform in puncto KI noch in der Anfangsphase befindet und sieht ein mehrjähriges Wachstumspotenzial. Es ist jedoch keineswegs sicher, dass KI allein das Wachstum aufrechterhalten kann.
Das Unternehmen versucht, sich breiter aufzustellen. Es steigt nun in die Bereiche Reisen und Autos ein und will so seine überwiegend weibliche Zielgruppe abschütteln und ein vielfältigeres Publikum ansprechen. Doch die große Frage bleibt: Wird KI die Nutzer langfristig binden, oder werden sie, wie überall sonst auch, abwandern?
Selbst die Analysten von Goldman Sachs sind geteilter Meinung. Eric Sheridan sagte: „Wir sind uns bewusst, dass es kurzfristig weiterhin Diskussionen über sequentielle Nutzertrends und die Geschwindigkeit der relativen Anzeigenleistung zweiter Ordnung geben wird“, lenkte die Aufmerksamkeit aber auf die langfristigen Perspektiven: interaktive Inhalte, zielgerichtete Werbung am Ende des Marketing-Funnels und strategische Partnerschaften, die die Monetarisierung skalieren könnten.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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