Gemini krempelt die Ärmel hoch, um GBTC-Aktien für seine Earn-Nutzer in realen Wert umzuwandeln. In einem Schritt, der sowohl als kluger Schachzug als auch als Rettungsanker für diejenigen gesehen werden könnte, die von Genesis' finanziellem Zusammenbruch betroffen sind, veräußert Gemini cash GBTC-Aktien . Dieser Schritt folgt der Zustimmung von Richter Lane vom 14. Februar, der Gemini grünes Licht für den Monetarisierungsprozess gab, wie er in Genesis' Antrag auf Genehmigung des Verkaufs von Treuhandvermögen dargelegt war.
Für Earn-Nutzer geht es darum, ein Gefühl der Kontrolle zurückzugewinnen und einen Hoffnungsschimmer zu erhalten. Mit der Umwandlung der GBTC-Anteile will Gemini nach eigenen Angaben endlich sein Engagement gegenüber den Nutzern unterstreichen und sicherstellen, dass diese die von ihnen verliehenen digitalen Vermögenswerte zurückerhalten – und nicht nur einen entsprechenden cash oder eine andere Kryptowährung.
Als ob die Monetarisierung von GBTC-Anteilen nicht schon überraschend genug gewesen wäre, sorgte Genesis am 15. Februar mit der Einreichung eines weiteren geänderten Plans und eines Memorandums zur Unterstützung der Bestätigung für eine weitere Überraschung. Das Dokument wurde angepasst, um potenziellen Einwänden, unter anderem von Gemini, entgegenzuwirken, was zeigt, dass selbst inmitten des Finanzchaos noch Raum für Verhandlungen und Verbesserungen besteht.
Gemini ist sich der Tragweite dieser Änderungen bewusst. Das Unternehmen gibt an, sich intensiv mit den Details des geänderten Plans und den bevorstehenden Ergänzungen wie den Gemini Lender Distribution Principles und den Gemini Reserve Principles auseinanderzusetzen.
Doch es kommt noch besser. Die Angelegenheit spitzt sich zu mit dem Eintritt der Ad-hoc-Gruppe der Genesis-Kreditgeber, der Ad-hoc-Gruppe der Dollar-Kreditgeber und des Gläubigerausschusses, die allesamt Stellungnahmen zur Unterstützung der Planbestätigung einreichen. Auf der anderen Seite des Schlachtfelds setzen Genesis' Muttergesellschaft DCG und ihre Tochtergesellschaft DCGI ihre Waffen ein und legen geschwärzte Zeugenaussagen als Gegenargumente vor. Diese epische Geschichte gipfelt in der Anhörung zur Bestätigung des Plans, die am 26. Februar beginnen soll und eine Woche voller juristischer Dramen und strategischer Manöver verspricht.

