In einer bedeutenden Entwicklung zur Bewältigung der Folgen der Insolvenz von FTX hat deren bahamaische Tochtergesellschaft FTX Digital Markets proaktive Schritte unternommen, um die von der Insolvenz betroffenen Kunden und Gläubiger zu entschädigen.
Nach der gerichtlichen Genehmigung zur Liquidation der Treuhandvermögen von FTX im Wert von 873 Millionen US-Dollar hat FTX Digital Markets seine Bemühungen verstärkt, die Rückgabe der Kundengelder zu ermöglichen, die seit dem Zusammenbruch der Börse im November 2022 eingefroren sind.
Der Schadensregulierungsprozess beginnt.
FTX Digital Markets hat kürzlich seine Kunden und Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen über das dafür vorgesehene Portal einzureichen. Dieses Portal dient als zentrale Plattform, um die Kontaktdaten der Kunden anzugeben und so den Forderungsprozess zu starten.
Nach Einreichung erhalten die Gläubiger einentronLink, der ihnen Zugang zum Forderungsportal gewährt, wo sie ihre Forderungen schnell und sichertroneinreichen können.
Ein entscheidender Moment auf dem Weg zur Kundenerstattung ereignete sich am 19. Dezember 2023, als FTX Digital Markets eine wegweisende Einigung mit FTX Trading Ltd. erzielte. Diese Vereinbarung etablierte FTX Digital Markets als operativen Leiter auf den Bahamas mit dem Auftrag, die Rückzahlungen für Kunden und Gläubiger gleichermaßen zu maximieren.
Peter Greaves, der amtliche Insolvenzverwalter, begrüßte diese Einigung als Durchbruch, der die Zusammenarbeit bei der Verwertung von Vermögenswerten und der Bearbeitung von Kundenansprüchen über verschiedene Rechtsordnungen hinweg erleichtert. Greaves betonte, dass dieser strategische Ansatz die Rückzahlung von Geldern an Millionen betroffener Kunden weltweit beschleunigen werde.
Rückzahlungspläne und strategische Neuausrichtung
Im August 2023 FTX einen Entwurf für einen Gläubigerrückzahlungsplan, um den Rückzahlungsprozess einzuleiten. Gleichzeitig deutete die Plattform Pläne für ein Rebranding zu FTX.com an, um ein internationales Publikum anzusprechen.
Die weitere Entwicklung offenbarte jedoch einen Strategiewechsel: FTX Digital Markets priorisierte die Rückzahlungsmaßnahmen gegenüber den Bemühungen um einen Neustart. FTX-Anwalt Andy Dietderich bestätigte die Entscheidung des Unternehmens, die Neustartpläne vollständig aufzugeben, und begründete dies mit fehlenden Mitteln und Kapital für das Programm.

