Frankreich erhält Schuldenwarnung nach überraschender Herabstufung durch S&P

- S&P Global Ratings hat Frankreichs langfristiges Kreditrating von AA- auf A+ mit stabilem Ausblick herabgestuft.
- Die Behörde nannte als Gründe einen hohen Schuldenstand, eine schleppende Haushaltskonsolidierung und anhaltenden Ausgabendruck.
- Die Staatsverschuldung Frankreichs wird Prognosen zufolge bis 2028 auf 121 % des BIP steigen, gegenüber 112 % in diesem Jahr.
Frankreich hat durch die überraschende Entscheidung von S&P Global Ratings, die Kreditwürdigkeit des Landes herabzustufen, einen erheblichen finanziellen Schlag erlitten. Dies hält den Druck auf die öffentlichen Finanzen aufrecht und dämpft die Hoffnungen auf eine schnelle Reduzierung der Schulden.
S&P hat Frankreichs langfristiges Länderrating überraschend von AA- auf A+ mit stabilem Ausblick herabgestuft. Die Haushaltsunsicherheit bleibe auch nach Vorlage des Haushaltsentwurfs der Regierung für 2025 hoch, so die Ratingagentur.
Durch die Herabstufung erhält Frankreich von zwei der drei größten Ratingagenturen der Welt nur noch die Note A – nachdem Fitch Ratings die Bewertung im September herabgestuft hatte – und dies unterstreicht die Besorgnis über die Entwicklung der Staatsverschuldung.
Die Herabstufung des Ratings ist auf ein vergleichsweise langsameres Tempo der Haushaltskonsolidierung als ursprünglich erwartet zurückzuführen. Selbst bei einem prognostizierten realen (inflationsbereinigten) BIP-Wachstum von nahezu 1 % im Jahr 2025 belasten Gesundheitsausgaben, Energiesubventionen und kommunale Transferleistungen das Gesamtergebnis.
Frankreichs Haushaltsdefizit wird sich laut Regierungsentwurf voraussichtlich nur allmählich von 5,4 % des BIP im Jahr 2024 auf 4,7 % im Jahr 2025 verringern. Ohne konkrete Pläne zur Kostensenkung oder Einnahmensteigerung wäre der Schuldenabbau zu langsam, um eine Stabilisierung zu erreichen, so S&P.
Der stabile Ausblick der Agentur auf den BCC-Status spiegelt ihre Einschätzung wider, dass eine solide Wirtschaft, eine hohe inländische Sparquote und eintronArbeitsmarkt die Kreditwürdigkeit des Landes mittelfristig weiterhin stützen werden. Sie warnte jedoch davor, dass ein erneutes Scheitern bei defiden Druck wieder erhöhen könnte.
Die Märkte überwachen die Kreditkosten
Die Herabstufung erfolgt vor dem Hintergrund, dass internationale Investoren tracdie Kreditkosten für fortgeschrittene Volkswirtschaften . Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, sieht sich mit höheren Kreditkosten konfrontiert, da die Renditen in der gesamten Europäischen Union weiterhin hoch sind.
Die Renditen von Staatsanleihen stiegen nach Bekanntgabe der Nachricht leicht an. Die Rendite der zehnjährigen OAT-Benchmark-Anleihe erreichte laut Reuters-Daten am Mittwoch zeitweise über 3,4 Prozent. Analysten zufolge dürfte die Maßnahme die Märkte kurzfristig nicht stark belasten, könnte aber bei nachlassendem Anlegervertrauen zu steigenden langfristigen Kreditkosten führen.
François Doucet, Ökonom bei der Banque Palatine, erklärte, die Entscheidung von S&P verdeutliche, dass die Schuldendynamik und nicht das Wachstum in den Vordergrund gerückt sei. Die Herabstufung sei eine Warnung an die politischen Entscheidungsträger, dass hohe defibei steigenden Zinsen langfristige Risiken bergen könnten.
Das französische Finanzministerium erklärte, es weiche nicht von seinem Haushaltsplan ab und das Land verfüge weiterhin über ein solides Investment-Grade-Rating. Ziel sei es, das defibis 2029 im Einklang mit den europäischen Haushaltsregeln auf unter 3 % des Bruttoinlandsprodukts zu senken, so Finanzminister Roland Lescure.
Frankreich behält stabile Wirtschaftsaussichten bei
Frankreich enjsich einer stabilen Wirtschaft, was auch die Wahrnehmung von Privatpersonen und Geschäftsleuten bestätigt. Globale Herausforderungen haben die französische Wirtschaft zwar belastet, doch dank einer relativ breiten Industriebasis und eines soliden privaten Konsums ist sie besser aufgestellt als einige vergleichbare Länder. Die Arbeitslosenquote liegt mit 7,3 % weiterhin nahe einem historisch niedrigen Niveau, und die Inflation ist auf 2,4 % gesunken – den niedrigsten Stand seit 2021.
Der Nachteil besteht darin, dass die öffentlichen Ausgaben hoch und die Staatsverschuldung aufgrund der Kosten der Energiewende, der Verteidigungsausgaben und der Sozialprogramme hoch war. Diese Zahlen haben enorme Auswirkungen, nicht nur auf das Funktionieren des Landes im Normalbetrieb, sondern vor allem im Katastrophenfall.
Ökonomen schätzen, dass Frankreich etwa 57 % seiner Wirtschaftsleistung dem Staat zuweist. Dieser Anteil zählt zu den höchsten innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), einer Gruppe entwickelter Länder.
Trotz dieses Drucks sind viele Analysten der Ansicht, dass Frankreichs Fähigkeit zur Schuldentilgung nicht unmittelbar gefährdet ist. Die Herabstufung selbst sei ihrer Meinung nach ein Signal für eine beschleunigte Haushaltskonsolidierung gewesen – keine Warnung vor einer drohenden Krise.
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