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Fed-Chef Miran drängt trotz Meinungsverschiedenheiten auf aggressive Zinssenkungen

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
3 Minuten Lesezeit
Fed-Chef Miran drängt trotz Meinungsverschiedenheiten auf aggressive Zinssenkungen
  • Der Gouverneur der US-Notenbank, Stephen Miran, forderte aggressive Zinssenkungen und widersprach damit anderen Beamten, die dem Lockerungsprozess vorsichtiger gegenüberstehen.
  • Miran erklärte, er sehe die lockeren Finanzbedingungen als Hindernis für künftige Zinssenkungen und verwies auf die restriktive Politik der US-Notenbank.
  • Michelle Bowman, Mitglied des Fed-Gouverneursrats, prognostiziert, dass die Fed noch vor Jahresende drei Zinssenkungen vornehmen wird.

Fed-Gouverneur Stephen Miran plädiert für ein zügiges Tempo der Zinssenkungen und weicht damit von der Meinung anderer Fed-Vertreter ab, die einen vorsichtigen Ansatz befürworten.dent Präsidentin der Federal Reserve Bank von Dallas, Lorie Logan, und derdent der Federal Reserve Bank von Chicago, Austan Goolsbee, gehören zu den Fed-Vertretern, die Bedenken hinsichtlich der Wirtschafts- und Inflationslage geäußert haben. 

Fed-Chef Jerome Powell merkte , dass größere Zinssenkungen keine breite Unterstützung fänden, und betonte den politischen Konsens, der den geldpolitischen Ansatz der Zentralbank ausbalanciere. Er argumentierte, dass bedeutende geldpolitische Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig seien.

Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, äußerte Zweifel an künftigen Zinssenkungen, solange die Inflation nicht sinkt. Auch Alberto Musalem, Präsidentdent Bank of St. Louis, warnte , dass die US-Notenbank (Fed) sich ihren Grenzen für Zinssenkungen nähert.

Miran sagt, die Politik sei aus dem Gleichgewicht geraten

Miran erklärte, die Geldpolitik der Fed sei aus dem Gleichgewicht geraten, und es müssten zügig angemessene Anpassungen vorgenommen werden. Er bleibe jedoch skeptisch gegenüber der aktuellen Zinspolitik der Zentralbank und merkte an, dass die Fed diesen Punkt möglicherweise noch nicht erreicht habe.

Miran glaubt, dass die Fed an einem Punkt angelangt ist, an dem sie in eine Krise geraten wird, sollte sie den aktuellen Zinssatz auch nur einen weiteren Tag beibehalten. Er sieht jedoch ein noch größeres Problem für die Fed voraus, wenn der aktuelle Zinssatz ein weiteres Jahr beibehalten wird.

„Wenn man die Situation noch einen Tag länger andauern lässt, ist es eine Krise, aber wenn man sie ein weiteres Jahr andauern lässt, ja, dann hat man… wirklich ein Problem.“

Stephen Miran, Gouverneur der US-Notenbank 

Miran erklärte am 22. September, dass eine Beibehaltung der derzeitigen restriktiven Geldpolitik das Mandat der Fed erheblich gefährden könnte. Er und andere Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) sind zudem der Ansicht, dass der neutrale Zinssatz aufgrund der geldpolitischen Änderungen vondent Trump nicht mehr dem optimalen Niveau entspricht. 

Miran erläuterte weiter, wie Deregulierung, Steuer-, Einwanderungs- und Handelspolitikänderungen entweder die nominalen Ersparnisse erhöhen oder die Produktivität so steigern, dass der neutrale Zinssatz sinkt. Er fügte hinzu, dass diese Änderungen die Geldpolitik, die zu Jahresbeginn noch nicht so restriktiv war, nun zu restriktiv machen. 

Bowman prognostiziert drei Zinssenkungen im Jahr 2025  

Michelle Bowman, Mitglied des Fed-Gouverneursrats, prognostizierte am 3. Oktober, dass die Fed noch vor Jahresende drei Zinssenkungen vornehmen werde. Bowman, die auch als stellvertretende Vorsitzende der Aufsichtsabteilung fungiert, betonte, dass diese Senkungen den Risiken am Arbeitsmarkt entgegenwirken und die Stabilität der Wirtschaft stützen würden, da sich die Inflation dem 2%-Zielwert nähere. 

Mirans Präferenz für mutigere Zinssenkungen bringt ihn jedoch in Konflikt mit den meisten politischen Entscheidungsträgern. Die meisten regionalen Fed-dentsind nach wie vor besorgt über Zinssenkungen bei der aktuellen Inflationsrate, die deutlich über dem Zielwert von 2 % liegt. Politische Entscheidungsträger befürchten zudem, dass Trumps Zölle die Inflation weiter anheizen werden, da ihre Auswirkungen die gesamte Wirtschaft durchdringen.

Miran plädierte für eine Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte bei der nächsten Sitzung, die meisten Mitglieder der US-Notenbank sprachen sich jedoch für eine moderate Senkung auf 4 bis 4,25 Prozent aus. Die Fed-Vertreter bemühen sich um ein Gleichgewicht zwischen der Bekämpfung der hohen Inflation und der Stützung des schwächelnden Arbeitsmarktes. 

Die Verantwortlichen prognostizierten zudem einen Zielzinssatz zwischen 3,5 % und 3,75 % bis Ende 2025, mit der Wahrscheinlichkeit, dass dieser 2026 in den Bereich von 3,25 % bis 3,5 % verschoben wird. Der Präsident der Chicagoer Fed, Goolsbee, sieht die Zentralbank jedochdent einer schwierigen Lage. Er ist weiterhin etwas vorsichtig, was zu viele Zinserhöhungen vorweg angeht, und hofft in der Hoffnung auf einen Rückgang der Inflation.  

Unterdessen bleibt diedent der Federal Reserve Bank von Dallas, Logan, in ihrer restriktiven Geldpolitik und betont, dass die Fed bei weiteren Zinssenkungen vorsichtig sein müsse. Sie hatte zuvor darauf hingewiesen, dass das besorgniserregende Umfeld darauf hindeute, dass die hohe Inflation nicht allein durch zollbedingte Probleme verursacht werde.

Bowman ist zudem der Ansicht, dass die Fed-Politik Gefahr läuft, ins Hintertreffen zu geraten, insbesondere bei der Abfederung von Arbeitsmarktrisiken. Miran betont jedoch, dass sein Ansatz dem anderer politischer Entscheidungsträger ähnelt, er das Ziel aber schneller erreichen wolle.  

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Collins J. Okoth

Collins J. Okoth

Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.

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