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Die US-Notenbank hält die Zinssätze stabil – und was nun?

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Die US-Notenbank hält die Zinssätze stabil – und was nun?
  • Die US-Notenbank Federal Reserve hat beschlossen, ihren Leitzins unverändert im Bereich von 5,25 % bis 5,5 % zu belassen.
  • Dies ist die fünfte Sitzung in Folge ohne Änderung der Zinssätze.
  • Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, hob hervor, dass die Inflation zwar deutlich zurückgegangen sei, aber weiterhin über dem Zielwert liege.

Der Trommelwirbel verstummt, der Vorhang fällt, und was sehen wir? Die US-Notenbank gibt sich mal wieder gelassen und beschließt, die Leitzinsen nicht zu ändern, die sich gemütlich im Bereich von 5,25 % bis 5,5 % bewegen. Zum fünften Mal in Folge dasselbe Spiel. Man könnte meinen, es handle sich um eine Wiederholung, aber ich erkläre Ihnen, warum diese Entscheidung eher einem langweiligen und vorhersehbaren Staffelfinale Ihrer Lieblingsserie gleicht.

Wo sollen die Zinssenkungen erfolgen?

Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve, bringt es auf den Punkt: Die Inflation habe sich zwar etwas abgeschwächt, sei aber noch nicht so weit zurückgegangen, dass sie keine Sorgen mehr bereite. Gleichzeitig zeige sich der Arbeitsmarkt stark und präsentiere sich robust. Trotz eines leichten Anstiegs der Inflation von Januar auf Februar von 3,1 % auf moderate 3,2 % bleibt die Strategie der Fed unverändert: Sie will die Inflation offenbar wieder auf die angestrebte Marke von 2 % senken.

Natürlich besteht die große Hoffnung auf Zinssenkungen. Da die Inflation Anzeichen einer Abschwächung zeigt, erwägt der engste Kreis der US-Notenbank (Fed) eine Senkung der Leitzinsen um bis zu 0,75 Prozentpunkte in diesem Jahr. Die Prognosen gehen jedoch auseinander: Einige Ökonomen halten drei Zinssenkungen für optimal, während andere mit zwei oder weniger rechnen. Es gibt sogar einen Einzelgänger, der mit mehr Maßnahmen als dem allgemeinen Konsens rechnet.

Jay Pow hat uns versichert, dass dertronArbeitsmarkt sie nicht davon abhalten wird, die Zinsen zu senken. Doch das ist nicht alles. Er sucht auch nach handfesten Beweisen dafür, dass die Inflation auf dem Weg zum 2%-Ziel ist. Die Phasen niedriger Inflation im letzten Jahr werden genauestens untersucht, denn Jay möchte bestätigen, dass die aktuelle Wirtschaftsstärke kein Zufall ist. Unter uns gesagt, ist sie es wohl doch.

Trotz der jüngsten Anstiege wichtiger Inflationsindikatoren bleibt die Fed unbeeindruckt und betrachtet diese lediglich als vorübergehende Schwankungen auf dem Weg zur Inflationsbekämpfung. Anlageexperten gehen derweil davon aus, dass Powell eher nach Gründen für Zinssenkungen sucht als nach deren Beibehaltung.

Das Bilanzproblem und Wirtschaftsprognosen

Am Rande des Geschehens reagierten die Finanzmärkte wie ein Publikum vor einem spannenden Cliffhanger. Nach der Ankündigung der Fed legten die Aktienkurse leicht zu, da Händler die Entscheidung und Powells Äußerungen als Zeichen für bevorstehende Zinssenkungen interpretierten. Die Erwartung einer Lockerung der Geldpolitik scheint den Märkten einen leichten Schub gegeben zu haben, die wichtigsten Indizes verzeichneten kleine Gewinne.

Neben dem unmittelbaren Drama um die Zinssätze gibt es eine Nebenhandlung um die massive Bilanz der Fed. Powell deutete an, das Tempo des Abbaus ihrer Wertpapierbestände zu verlangsamen. Dieser Schritt ist vergleichbar mit einem Zauberer, der seinen Trick subtil ändert und damit potenziell den Anleihenmarkt und Händler von festverzinslichen Wertpapieren lahmlegen könnte.

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Während Strategen die Details analysieren, tendiert der Konsens zu einer eher lockeren Geldpolitik der Fed, die angesichts leicht höherer Inflations- und Wirtschaftswachstumsprognosen die Möglichkeit von Zinssenkungen offenlässt. Die Marktreaktion, von Aktien bis hin zu Staatsanleihen, zeigt einen vorsichtigen Optimismus und orientiert sich an Powells Aussagen und den Nuancen der Fed-Politik.

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Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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