Am Mittwoch beschloss die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), ihren Leitzins unverändert bei 5,25 % zu belassen. Diese Zinspause folgt auf einen jüngsten Anstieg der Inflation Anfang 2024. Die Märkte hatten auf zwei Zinssenkungen gehofft, die Fed beschränkte sich jedoch auf eine. Diese Entscheidung könnte Anleger enttäuschen, die nach den zuvor positiven Inflationsdaten mit deutlicheren Zinssenkungen gerechnet hatten.
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In einer Erklärung nach ihrer zweitägigen Sitzung gab die Zentralbank bekannt, dass sie im Kampf gegen die Inflation einige Erfolge verzeichnen konnte. Die Inflation stellt die Amerikaner seit drei Jahren vor große Herausforderungen. „In den letzten Monaten wurden weitere, wenn auch nur geringfügige Fortschritte in Richtung des Inflationsziels der Fed von 2 Prozent erzielt“, heißt es in der Erklärung.
Die Fed erzielt nur geringe Fortschritte bei der Erreichung der Inflationsziele
Bereits im Mai hatte die Fed mangelnde Fortschritte bei der Eindämmung der Preissteigerungen festgestellt. Jüngste Daten zeigen jedoch, dass sich die Inflation stärker als erwartet abgeschwächt hat. Trotzdem bekräftigte die Zentralbank, dass sie eine Senkung des Zielkorridors erst dann für angebracht hält, wenn sie mehr Vertrauen in eine nachhaltige Inflationsentwicklung hin zum 2%-Ziel hat. Aktuell liegt die Inflation bei etwa 3% bis 3,5%.
Fed-Chef Jerome Powell betonte die Notwendigkeit soliderer Daten, um das Vertrauen in einen nachhaltigen Inflationspfad hin zu 2 % zu stärken. „Wir wollen mehr aussagekräftige Daten sehen, um unser Vertrauen in die nachhaltige Entwicklung der Inflation in Richtung 2 % zu festigen“, sagte Powell.

Der Inflationsbericht vom Mittwoch enthielt einige vielversprechende Anzeichen. Insgesamt blieb die Inflation im Mai stabil. Powell würdigte diesen Fortschritt mit den Worten: „Wir sehen den heutigen Bericht als Fortschritt und stärken das Vertrauen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es handelt sich eben nur um einen einzelnen Messwert.“ Er fügte hinzu: „Wir hoffen, dass wir weitere solcher Ergebnisse erhalten.“
Kryptomärkte sehen sich nach US-Wirtschaftsdaten mit Volatilität konfrontiert
In einer E-Mail an Cryptopolitanprognostizieren Analysten von Bitfinex kurzfristige Kursschwankungen bei Bitcoin , da sich der Markt an die Entscheidung der US-Notenbank anpasst. Der Gesamttrend könnte jedoch positiv bleiben, wenn sich die gesamtwirtschaftlichen Aussichten verbessern. Historisch gesehen führten drei der letzten vier Veröffentlichungen des Verbraucherpreisindex (VPI) zu lokalen Höchstständen bei Bitcoin, was auf potenzielle Volatilität im Umfeld solcher Ankündigungen hindeutet.
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Es wird erwartet, dass sich die ETF-Zuflüsse nach dieser Entscheidung, die Leitzinsen beizubehalten, stabilisieren werden. Anleger werden voraussichtlich auf klarere Signale aus den künftigen geldpolitischen Maßnahmen der Fed warten. Spot- Bitcoin -ETFs könnten zwar stetige Zuflüsse verzeichnen, die Dynamik dürfte jedoch weniger ausgeprägt sein als im Falle einer Zinssenkung.
Weltweit haben Zentralbanken bereits mit Zinssenkungen begonnen, was auf einen breiteren Trend zu einer lockeren Geldpolitik hindeutet. Die Bank of England und die Federal Reserve werden diesem Trend in den kommenden Monaten voraussichtlich folgen. Analysten von Bitfinex fügten hinzu: „Bitcoin könnte sich um das aktuelle Niveau konsolidieren oder moderate Gewinne verzeichnen, da Anleger weiterhin optimistisch hinsichtlich zukünftiger Zinssenkungen in den USA im Laufe des Jahres sind.“
Cryptopolitan -Berichterstattung von Jai Hamid

