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Die US-Notenbank sieht angesichts des Zusammentreffens von Inflation und Arbeitslosigkeit ein steigendes Rezessionsrisiko, wie aus dem Protokoll hervorgeht

In diesem Beitrag:

  • Die US-Notenbank warnte vor steigenden Rezessionsrisiken, da die Inflation hoch bleibt und die Stärke des Arbeitsmarktes nachlässt.
  • Die Zinssätze blieben unverändert bei 4,25%-4,5%, während die Fed auf klarere wirtschaftliche Signale wartet.
  • Veränderungen in der Handelspolitik und Unsicherheiten bezüglich der Zölle erschweren die Inflationsbekämpfung und die Festlegung von Zinssätzen.

Beamte der US-Notenbank warnten während ihrer Sitzung am 6. und 7. Mai, dass die US-Wirtschaft nun vor einem realen Risiko stehe, in eine Rezession abzurutschen, da die Inflation hartnäckig bleibe und sich erste Risse auf dem Arbeitsmarkt abzeichneten, wie aus dem am Mittwoch vom Offenmarktausschuss der US-Notenbank veröffentlichten Protokoll hervorgeht.

Während die Zentralbank beschloss, die Zinssätze unverändert zwischen 4,25 % und 4,5 % zu belassen, zeigten ihre internen Gespräche tiefe Besorgnis über die wachsende Unsicherheit und den Konflikt zwischen Inflationsbekämpfung und Beschäftigungszielen.

Die Diskussion zeigte, dass die politischen Entscheidungsträger besonders besorgt über die Auswirkungen von Änderungen der Handelspolitik sind, wobei neue Zölle und die anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Peking die Inflation zusätzlich anheizen.

Die Fed räumte im Protokoll ein, dass die Auswirkungen dieser Regierungsentscheidungen noch nicht vollständig absehbar seien, und dass man sich vorerst nur darauf geeinigt habe, abzuwarten und die Situation zu beobachten. Im Protokoll hieß es:

„Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten weiter zugenommen habe, weshalb es angebracht sei, einen vorsichtigen Ansatz zu verfolgen, bis die Nettoauswirkungen der verschiedenen Änderungen der Regierungspolitik auf die Wirtschaft deutlicher werden.“

Einige Mitglieder warnten zudem vor „schwierigen Abwägungen“, die bevorstünden, wenn die Inflation hoch bliebe, während sich das Wirtschaftswachstum verlangsamte und die Arbeitslosigkeit zu steigen begann.

Die US-Notenbank hält an ihrer Linie fest, während Trump den Zinsdruck erhöht

Obwohl die Fed die Zinsen unverändert ließ, bezeichneten die Verantwortlichen die Wirtschaft als „solide“ und den Arbeitsmarkt als „weitgehend ausgeglichen“. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie sich in Sicherheit wiegen. Sie räumten ein, dass die Risiken an beiden Enden zunehmen – die Inflation sinkt nicht schnell genug, und die Arbeitsmarktdaten könnten sich verschlechtern. 

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Die Tatsache, dass die Verbraucher weiterhin konsumieren, hat für eine gewisse Stabilität gesorgt, doch der Ton des Treffens war eher vorsichtig alsdent.

Die Fed erklärte, ihr aktueller Zinssatz sei weiterhin „moderat restriktiv“ und stimmte zu, dass es keine Eile zum Handeln gebe, solange die Lage nicht klarer sei. Es ist aber auch deutlich, dass sie Schwierigkeiten hat, ihre beiden Hauptaufgaben – niedrige Inflation und maximale Beschäftigung – in Einklang zu bringen. 

Die Erklärung nach dem Treffen bestätigte dies und stellte fest, dass die zunehmende politische Unsicherheit das Erreichen dieser Ziele erschwert habe. Zinssenkungen werden erst erfolgen, wenn diese Unsicherheit beseitigt ist.

Diese Botschaft ist bereits an den Märkten angekommen, und Futures-Händler wetten nun darauf, dass die Fed die Zinsen erst im September 2025 senken wird. Die Zurückhaltung hängt nicht allein mit der Inflation zusammen. Die Fed berücksichtigt auch Trumps Handelsentscheidungen, die in den letzten Wochen stark geschwankt haben. 

Nur wenige Tage nach der Sitzung der US-Notenbank (Fed) ruderte die Trump-Regierung bei einigen der schärfsten Zölle auf chinesische Waren zurück und trat in eine 90-tägige Verhandlungsphase mit Peking ein. Diese Nachricht beflügelte die US-Aktienkurse kurzfristig, doch die Anleiherenditen stiegen weiter – ein Problem, zu dessen Lösung Trump die Fed Berichten zufolge gedrängt hatte.

Dennoch hat Fed-Chef Jerome Powell deutlich gemacht, dass er sich dem Druck des Weißen Hauses nicht beugen wird. Powell, der die Fed durch eine politisch turbulente Zeit geführt hat, erklärte gegenüber Reportern, die Fed lasse sich nicht durch „politische Einmischung“ beeinflussen. Trotz Trumps wiederholter Forderungen nach Zinssenkungen hat sich Powells Position nicht geändert.

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Inflationsstrategie gerät unter neue Beobachtung

Das Treffen eröffnete auch die Debatte über den Fünfjahresrahmen der US-Notenbank (Fed) und deren Inflationssteuerung neu. Im Jahr 2020 hatte die Fed eine Strategie namens „Flexible Average Inflation Targeting“ (FIF) eingeführt, die eine vorübergehende Überschreitung des 2%-Ziels durch die Inflation zuließ, um so einen inklusiveren Arbeitsmarktzuwachs zu fördern.

Doch einige Beamte überdenken diesen Plan nun. Im Protokoll heißt es, der Rahmen habe in einer Welt, in der Inflationsschocks stärker ausfallen und die Zinssätze nicht mehr wie nach der Krise von 2008 bei null Prozent fixiert sind, „abgenommen“. 

Während der Pandemie hielt die Fed die Zinsen zu lange niedrig, während die Inflation stieg, was sie Ende 2021 zu überstürzten, aggressiven Zinserhöhungen zwang. Dieser Fehltritt ist den Ausschussmitgliedern noch immer gut in Erinnerung.

Die Verantwortlichen wollen nun einen Rahmen schaffen, der unabhängig von wirtschaftlichen Turbulenzen funktioniert. Im Protokoll heißt es, man strebe ein System an, das „in unterschiedlichsten wirtschaftlichen Umfeldern robust“ sei, also auch bei unvorhergesehenen Ereignissen Bestand habe. Zudem wurde betont, dass das Inflationsziel von 2 % nicht zur Debatte stehe und unverändert beibehalten werde.

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